Brandschutztüren: Lebensretter in öffentlichen und privaten Gebäuden

STADE. Manchmal reicht ein defektes Kabel, um ein ganzes Gebäude in Flammen aufgehen zu lassen. Brandschutztüren können in diesem Fall Leben retten. Wo sie Pflicht sind und an welcher Stelle sie außerdem sinnvoll sein können, erklärt René Mauer vom Bauunternehmen Lindemann.


Hat das umliegende Material erst einmal Feuer gefangen, können schon der klassische Kurzschluss oder der vergessene Topf auf dem Herd dazu führen, dass sich ein Brand innerhalb kürzester Zeit ausbreitet. Brandschutztüren sollen genau das verhindern. Sie versperren dem Feuer innerhalb eines Gebäudes gewissermaßen den Weg, halten Fluchtwege flammenfrei und erleichtern der Feuerwehr so die Löscharbeiten.

Einsatz vor allem im öffentlichen Raum

„Brandschutztüren sind immer dann verpflichtend, wenn Gebäude oder gesonderte Gewerbeflächen aufgrund von hohem Personenaufkommen in Brandschutzabschnitte unterteilt werden müssen“, fasst René Mauer, Bautechniker beim Bauunternehmen Lindemann in Stade, die bestehenden Vorgaben vereinfacht zusammen. Konkret sind die Vorschriften für Brandschutz in der jeweiligen Landesbauordnung der einzelnen Bundesländer geregelt. Unter anderem in öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Kindergärten, in Krankenhäusern, Verwaltungen und im Gewerbebau kommen die Türen zum Einsatz. „Auch in Mehrfamilienhäusern ab vier Wohneinheiten sind sie Pflicht“, sagt René Mauer.

Das Stader Bauunternehmen produziert seit 2016 Brandschutztüren, fertigt alle Elemente selbst an – für eigene Bauprojekte, aber auch als Auftragsarbeiten für andere Firmen. „Wir sind Ansprechpartner für Bauunternehmen, Schlosserfirmen sowie Architekten und geben Planungshilfe, was die Details der Brandschutztür angeht“, erläutert René Mauer.

Widerstandsfähig und selbstschließend

Nach ihrer Widerstandsfähigkeit werden Brandschutztüren in unterschiedliche Klassen unterteilt. So gibt es beispielsweise Türen mit der Bezeichnung T30, T60 oder T90. „Die Zahl gibt an, wie viele Minuten die Tür dem Brand mindestens standhalten muss“, erklärt René Mauer. Eine wichtige Eigenschaft der Brandschutztüren ist darüber hinaus, dass sie immer wieder von selbst ins Schloss fallen. 

Was im Falle eines Feuers Leben retten kann, sorgt im Alltag schonmal für Unmut. Auch der Bautechniker kennt die Problematik: „Man sieht es immer wieder: Papierkörbe, die im Büro vor die Tür gestellt werden, oder Keile, die sie offen halten. Ihren Zweck erfüllt aber eben nur eine geschlossene Brandschutztür.“ Konkret heißt das: Wer eine Brandschutztür dauerhaft öffnet, sorgt dafür, dass sich ein Feuer ungehindert im Gebäude ausbreiten kann. Erst wenn die Tür an eine Brandmeldeanlage gekoppelt ist, kann sie im Normalbetrieb offen stehen. Im Brandfall schließt sie sich dann automatisch.

Brandschutztüren auch im Eigenheim sinnvoll

Übrigens: Auch in den eigenen vier Wänden können Brandschutztüren sinnvoll sein – beispielsweise als Durchgang zur Garage oder zum Keller. Vom Benzin für den Rasenmäher bis hin zu Farben, Lacken und elektrischen Geräten lagert in der Regel vor allem hier viel brennbares Material. Bleibt das Feuer unbemerkt, kann es auf den Wohnraum übergreifen und mit dem Flur wichtige Fluchtwege abschneiden. 

Optisch müssen Brandschutztüren heute übrigens nichts mehr mit der klassischen grauen Einheitsstahltür vergangener Zeiten zu tun haben. Es sind mittlerweile Modelle in allen Farben und Formen erhältlich.

Kontakt zum Experten aufnehmen:

J. Lindemann GmbH & Co. KG
René Mauer
Klarenstrecker Damm 23
21684 Stade

Tel.: 0 41 41 / 52 63 00
E-Mail: info(at)lindemann-gruppe.de
Web: www.lindemann-gruppe.de