Garagentor-Wartung: Warum sie auch für Privateigentümer sinnvoll ist

LANDKREIS. Die Prüfung eines elektronisch betriebenen Garagentors ist in der Industrie und in gewerblichen Betrieben gesetzlich vorgeschrieben. Warum es sich auch für Privatpersonen lohnt, das Garagentor regelmäßig warten zu lassen, weiß Heinz-Dieter Pankau von der Firma Gerd Hennig Zaunbau.

Ob Feder oder Laufschiene, Rolle, Dichtung oder Motor: Das sogenannte kraftbetriebene Garagentor, also vom Rolltor über das Sektionaltor bis hin zum Schwingtor jedes elektronisch betriebene Garagentor, besteht aus einer Vielzahl von Komponenten. Im Zusammenspiel sorgen sie dafür, dass sich das Tor problemlos öffnen und schließen lässt. Fällt ein Bestandteil aus oder arbeitet fehlerhaft, kann das verheerende Folgen für das gesamte System haben – und den Eigentümer des Garagentors im Zweifel viel Geld kosten.

Regelmäßige Wartung beugt Schäden vor

Im gewerblichen Bereich müssen kraftbetriebene Garagentore vor der ersten Inbetriebnahme und anschließend einmal jährlich geprüft werden. Das regelt die sogenannte Arbeitsstättenrichtlinie ASR 1.7. „Absolut sinnvoll“, sagt Heinz-Dieter Pankau, Torfachmann der Firma Gerd Hennig Zaunbau in Oldendorf. Er vergleicht das Garagentor mit einem Auto. „Das bringe ich schließlich auch regelmäßig in die Werkstatt.“ Im Rahmen der Wartung können Mängel festgestellt werden, die im täglichen Gebrauch vielleicht noch gar nicht aufgefallen sind.

Auch beim Garagentor kommen die Probleme schleichend. Ein kleines Quietschen hier, ein leichtes Ruckeln da – oft würden die ersten Verschleißerscheinungen so lange ignoriert, bis im Extremfall der Motor des Tores streikt. „Werden zum Beispiel die Federn nicht rechtzeitig nachgespannt, wird die gesamte Technik deutlich mehr beansprucht“, sagt Heinz-Dieter Pankau. Er weiß: „Wenn ich ein Problem frühestmöglich erkenne, kann ich größeren Schäden vorbeugen.“ Nicht zuletzt hat das Einfluss auf die Lebensdauer eines Garagentores: Sie wird über die regelmäßige Prüfung und Instandsetzung deutlich verlängert.

Privateigentümer, die auf ihrem Grundstück ein elektrisches Roll-, Sektional- oder Schwingtor betreiben, haften für seine Sicherheit.

Betreiber haften für Sicherheit des Tores

In einem Prüfbuch wird jeder Schritt der Garagentor-Kontrolle dokumentiert. „Das ist wie beim Auto, das zum TüV muss“, erklärt der Experte. Der Prüfer nimmt die einzelnen Bestandteile und Funktionsweisen des Garagentors anhand einer Checkliste genau unter die Lupe. Nicht nur der Kunde kann auf diese Weise nachvollziehen, dass das Garagentor in einem einwandfreien Zustand ist. „Da ist ja auch noch die Sache mit der Haftung“, sagt Pankau. Für Schäden, die bei der Benutzung eines Garagentors entstehen, haftet der Betreiber, er hat die sogenannte Verkehrssicherungspflicht.

Konkret heißt das: Derjenige, der eine potenzielle Gefahrenquelle schafft oder betreibt, muss die notwendigen Vorkehrungen treffen, um Schäden an Sachen oder schlimmstenfalls an Personen zu verhindern. Diese Pflicht gilt für private Haus- und Grundstückseigentümer genauso wie für Gewerbebetriebe. Der Betreiber ist verantwortlich dafür, dass das Tor sicher funktioniert. „Wenn jemand in Zusammenhang mit dem Tor zu Schaden kommt, ist das Prüfbuch das Erste, wonach gefragt wird“, weiß Pankau.

Mit dem Wartungsvertrag keinen Termin vergessen

Damit sie nicht selbst an den wiederkehrenden Termin denken müssen, empfiehlt Heinz-Dieter Pankau Garagentor-Betreibern einen Wartungsvertrag. Einmal im Jahr prüft der Fachmann die Tore seiner Kunden auf Herz und Nieren. Kostenpunkt für einen Kontrolltermin: 60 bis 70 Euro. „Je nach Aufwand kann es auch etwas teurer werden“, sagt der Experte, „zum Beispiel, wenn ein Tor so hoch ist, dass eine Hebebühne nötig ist.“

Wie hoch die Rechnung am Ende tatsächlich ausfällt, hängt nicht zuletzt davon ab, wie viele Reparaturen vorgenommen werden müssen. Doch Pankau ist überzeugt, dass sich die Investition am Ende auszahlt. „Ich will im Alltag ja gar nicht über mein Garagentor nachdenken müssen. Und das klappt eben nur, wenn das Tor reibungslos funktioniert.“

Kontakt zu den Experten aufnehmen:

Gerd Hennig Zaunbau GmbH
Heinz-Dieter Pankau
Am Kampen 13
21726 Oldendorf

Tel:  0 41 44/78 35
E-Mail: info(at)zaunbau-oldendorf.de
Web: www.zaunbau-oldendorf.de

Stephan Schomaker (links) und Heinz-Dieter Pankau. Foto: Grünhagen

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