Das passende Tor für jede Garage

LANDKREIS. Sektionaltor, Rolltor oder doch das klassische Schwingtor? Wer auf der Suche nach einem Garagentor ist, kommt an diesen drei Varianten nicht vorbei. Heinz-Dieter Pankau von der Firma Gerd Hennig Zaunbau stellt die Vor- und Nachteile der gängigsten Systeme gegenüber.

Welche Technik eignet sich am besten als Zugang zur Garage? „Das hängt sehr von den individuellen Bedürfnissen des einzelnen Bauherren ab“, sagt Heinz-Dieter Pankau, Torfachmann der Firma Gerd Hennig Zaunbau in Oldendorf. Vor vier Jahren hat sich das Unternehmen neben Zäunen auch auf Garagentore in Form von Roll- und Sektionaltoren spezialisiert. Der Experte sagt: „Der vorhandene Platz, die nötige Isolierung oder auch die Einbruchsicherheit spielen bei der Entscheidungsfindung eine Rolle.“

Platzsparend: Rolltore passen in die kleinste Garage

In Sachen Platzbedarf hat das Rolltor im Vergleich die Nase vorn. Ähnlich wie die Jalousie vor einem Fenster fährt es beim Öffnen nach oben und wickelt sich auf eine Welle direkt über der Toröffnung. Die Form der Garagenöffnung spielt dabei keine Rolle. Rechteckig, abgeschrägt oder mit Rundbogen – alles ist möglich. „Wenn es ausschließlich um den Platz geht, ist das Rolltor unschlagbar“, sagt Pankau. Weder dem Surfbrett unter der Decke noch dem Regal mit Gartengeräten an der Garagenwand kommt das Rolltor in die Quere.

Rolltore öffnen senkrecht und brauchen kaum Platz in der Garage, da sie auf einer Welle hinter der Toröffnung aufgewickelt werden.
 

Flexibel: Sektionaltore liegen an Decke oder Seitenwand

Etwas mehr Raum nimmt das Sektionaltor mit seinen einzelnen Torgliedern, den sogenannten Sektionen, ein. Sie werden entlang einer Führungsschiene ins Innere der Garage geschoben und liegen anschließend je nach Bauart entweder unter der Decke (Decken-Sektionaltore) oder an einer der Seitenwände der Garage (Seiten-Sektionaltore). „Auch Sektionaltore passen in fast jede Öffnung“, sagt Fachmann Pankau. Übrigens: Wenn das Tor der einzige Zugang zur Garage ist, hat das Seiten-Sektionaltor einen Vorteil: Es bietet eine bequeme Durchgangsmöglichkeit, auch wenn es nur zum Teil geöffnet ist.

Decken-Sektionaltore öffnen sich nach oben und fahren unter die Decke. So kann vor der Garage ein weiteres Fahrzeug abgestellt werden und das Tor lässt sich trotzdem öffnen.
 

Gekippt: Schwingtore brauchen auch vor der Garage Platz

Das Schwingtor benötigt am meisten Platz – sowohl in der Garage als auch unmittelbar davor. Das einflüglige Tor bewegt sich über seitliche Hebelarme unter die Garagendecke. Beim Öffnen kippt das komplette Torblatt nach hinten, sodass auch vor der Garage ein Schwenk-Spielraum einkalkuliert werden muss. Die Durchfahrtsbreite ist etwas geringer als beim Roll- oder Sektionaltor, denn beim Schwingtor verlaufen die Führungsschienen nicht hinter der Toröffnung, sondern müssen von der Durchfahrtsbreite abgezogen werden.

Der Klassiker: Schwingtore, die beim Öffnen und Schließen nach vorne ausschwenken.
 

Wärmedämmend: Mit dem richtigen Garagentor Energie sparen

Insbesondere wenn die Garage unmittelbar ans Wohnhaus anschließt, spielt der Aspekt der Wärmedämmung eine wichtige Rolle. Auch wer seine Garage als Werk- oder Hobbyraum, als Getränkelager oder zur Überwinterung von Pflanzen nutzt, sollte an eine mögliche Isolierung des Tores denken. „Wer sich vorab Gedanken zu dem Thema macht, verschwendet später keine Energie über das Garagentor“, sagt Heinz-Dieter Pankau.

Mit entsprechend ausgestatteten Sektionaltoren ist eine sehr gute Wärmedämmung möglich. Als Beispiel: Die Lamellen eines gedämmten Sektionaltores isolieren genauso gut wie eine 50 Zentimeter dicke Ziegelwand. Auch mit dem Rolltor lässt sich die Garage gut dämmen. Die Möglichkeiten des Schwingtores sind mit Blick auf die Wärmedämmung begrenzt, eine gewisse Isolierung ist aber auch hier möglich.

Smart: Das Garagentor per App steuern

Auch ein elektronischer Antrieb ist bei allen drei Tortypen denkbar, sodass sich die Garage je nach Wunsch per Funk-Fernbedienung oder mit dem Smartphone via Bluetooth oder über das Internet steuern lässt. Bei der Bluetooth-Variante ersetzt die Smartphone-App in erster Linie die Fernbedienung, der Nutzer muss in der Nähe sein, um das Garagentor zu öffnen oder zu schließen.

Insbesondere wenn die App über das Internet mit dem Sender am Garagentor kommuniziert, sind den Möglichkeiten kaum Grenzen gesetzt. Von der Arbeit aus überprüfen, ob das Tor geschlossen oder geöffnet ist? Kein Problem. Das Tor öffnet sich automatisch, wenn sich das Auto auf 100 Meter der Garage nähert? Alles programmierbar. Was mit der Smartphone-App noch möglich ist – hier geht’s zum Ratgeber.

Sicher: Sektionaltore machen Einbrechern das Leben schwer

Und der Kostenfaktor? „Der hängt natürlich stark von den örtlichen Gegebenheiten und den Wünschen der Kunden ab“, sagt Pankau. Ausgehend von einer genormten Breite der Garagenöffnung und durchschnittlichen Vorstellungen, was die Ausstattung des Tores angeht, ist das Schwingtor die günstigste der drei Varianten. Auf Platz zwei folgt das Rolltor. Wer sich für das Sektionaltor entscheidet, muss am tiefsten in die Tasche greifen, investiert aber gleichzeitig in die Einbruchsicherheit seiner Garage.

„Alle drei Torarten machen es einem Dieb natürlich schwer, in die Garage einzudringen“, sagt Pankau. Elektronisch betriebene Sektionaltore haben noch einen entscheidenden Vorteil: Sie verfügen über eine Aufschiebesicherung. Im geschlossenen Zustand ist das Tor verriegelt und praktisch aufhebelsicher. Nicht zuletzt mit Blick auf die Einbruchsicherheit lohne sich laut Heinz-Dieter Pankau der Weg zum Fachmann. „Ein Tor ist nur so gut, wie es auch montiert wird.“

Kontakt zu den Experten aufnehmen:

Gerd Hennig Zaunbau GmbH
Heinz-Dieter Pankau
Am Kampen 13
21726 Oldendorf

Tel: 0 41 44/78 35
E-Mail: info(at)zaunbau-oldendorf.de
Web: www.zaunbau-oldendorf.de

 Stephan Schomaker (links) und Heinz-Dieter Pankau. Foto: Grünhagen

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