Sonntag, 11.07.2021, 13:00 Uhr

Profi-Tipps für Selbermacher: So gelingt die Badsanierung ohne Probleme

Symbolbild. Foto: iStockphoto

STADE. Neun Quadratmeter, so groß ist das Durchschnitts-Badezimmer in Deutschland. Auf vergleichsweise wenig Platz vereint es Funktionalität und Design – und stellt Selbermacher bei der Sanierung vor Herausforderungen. Björn Hokamp vom team baucenter in Stade gibt Tipps für einen reibungslosen Umbau.

Die Entscheidung ist gefallen: Das alte Bad muss raus, es ist an der Zeit für etwas Neues. Neue Farben, eine neue Einrichtung, ein ganz neues Badezimmer-Erlebnis. Jetzt heißt es, einen Plan zu schmieden. Soll eine Firma den Komplettservice übernehmen? Ist der Umbau in Eigenleistung möglich? Oder liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen? Björn Hokamp, Standortleiter des team baucenters in Stade, rät, auf einen der zahlreichen Fachbetriebe aus der Region zurückzugreifen. „Das Bad ist ein sehr sensibler Bereich“, sagt der Experte vor allem mit Blick auf Wasserleitungen oder die Fußbodenheizung.

Der Profi plant das Wunschbad

Der erste Weg führt zum Badeinrichter – am besten mit Fotos vom alten Badezimmer, Raummaßen und Informationen über die Lage der Leitungen im Gepäck. „Im Idealfall hat der Kunde auch schon Grundvorstellungen vom fertigen Bad.“ Denn: Die Möglichkeiten sind vielfältig, die Auswahl von der Fliese über Sanitärartikel bis hin zur Wandfarbe ist riesig. Auf dem Weg zum Wunschbad liefern Badausstellungen hilfreiche Inspirationen, die Berater vor Ort steuern das nötige Expertenwissen bei.

„Bei uns planen gelernte Gas-Wasser-Installateure oder Anlagenbauer das Badezimmer mit den Kunden“, sagt Björn Hokamp. Der Vorteil für den Bauherren: Am Ende des Termins im team baucenter halten sie nicht nur eine detaillierte 3-D-Planung ihres neuen Badezimmers in Händen. Bei Bedarf sind sie um konkrete Hinweise zur Arbeit auf ihrer Heim-Baustelle reicher.

Entsorgungssack statt Pkw-Anhänger

Lange bevor der Lkw mit dem Material für das Traumbad in Sicht ist, ist der Einsatz des Bauherren gefragt: Die alte Einrichtung muss weg – und zwar nicht nur aus dem Badezimmer. Experte Hokamp weiß: „Über die Entsorgung machen sich viele gar keine Gedanken.“ Den Bauschutt inklusive ausgedienter Armaturen und Keramik mit dem Pkw-Anhänger zur nächsten Mülldeponie zu fahren ist eine Möglichkeit. Als Alternative empfiehlt Hokamp einen sogenannten Entsorgungssack. Die ein Kubikmeter große Tasche bleibt auf dem Grundstück stehen, bis sie voll ist. Dann wird sie von der Firma Karl Meyer aus Wischhafen abgeholt.

Neue Leitungen sind immer ein Fall für den Fachmann

Ist die alte Einrichtung Geschichte, fällt der Blick des Handwerkers auf die Leitungen im Badezimmer. Müssen auch die erneuert werden, würde Björn Hokamp als Selbermacher die Reißleine ziehen. „Davon sollte man wirklich die Finger lassen. Der Schaden kann am Ende viel größer werden als das, was man durch die Eigenleistung eingespart hat.“ Wenn es nach dem Experten geht, werden solche Sanitärarbeiten ausschließlich vom Fachmann ausgeführt.

Eine normgerechte Abdichtung ist Pflicht

Dass im Badezimmer Wasser fließt, ist natürlich gewünscht - aber nur aus den Wasserhähnen. Deshalb ist auch bei der Abdichtung von Dusche und Badewanne fachgerechte Arbeit gefragt. „Das ist entscheidend, um späteren Wasserschäden entgegen zu wirken“, weiß Hokamp. Per DIN-Norm (DIN 18534) ist geregelt, wie die Abdichtung im Bereich unter und hinter Bade- und Duschwannen auszusehen hat. Ein Kriterium: Sie muss so gewählt werden, dass sie über die gesamte Lebensdauer der Dusche oder Badewanne hält. Silikonfugen zum Beispiel reichen als Abdichtung nicht aus.

Der Kleber ist wichtiger als die Fliese

Auch Boden und Wände im Badezimmer wollen sorgfältig vorbereitet sein. Ist der Untergrund trocken und rissfrei? Dann sind die beiden ersten Voraussetzungen für das Fliesen gegeben. Jetzt gilt es, die entsprechenden Bereiche zu entstauben und mit einer Grundierung sowie einer wasserabweisenden Sperrschicht zu versiegeln. Damit die Fliese am Ende auch hält, empfiehlt Björn Hokamp, vor allem auf die Qualität des Klebers zu achten.

Was die Auswahl außerdem leichter macht: Die Fliese ist der einzige Bestandteil des Badezimmers, für den sich in den vergangenen Jahren ein klarer Trend abgezeichnet hat. Die einzelnen Fliesen werden immer größer, die Fugen dazwischen immer kleiner. „Die Fugen sind ein Schmutzfänger. Je geringer der Fugenanteil, desto leichter ist es, das Bad sauber zu halten“, erklärt Hokamp. Bleibt die Frage nach dem Design. Von leuchtenden Farben und großformatigen Wandmotiven bis hin zu dezenten Grau-in-grau-Tönen ist alles möglich. Im Badezimmer kann der Bauherr seine Ideen verwirklichen.

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Björn Hokamp
Kuhweidenweg 7
21684 Stade

Telefon: 0 41 41/60 65 0
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Björn Hokamp.