Sonntag, 11.07.2021, 12:53 Uhr

Ästhetik und Funktion vereint: Die passende Zimmertür für jeden Raum

Symbolbild. Foto: iStockphoto

STADE. Sie gehört genauso zum gelungenen Raumkonzept wie der Fußboden oder die Wandfarbe: Die Zimmertür komplettiert die Einrichtung. Optik ist dabei nicht alles, auch durch ihre unterschiedlichen Funktionen tragen Innentüren zu mehr Wohnlichkeit in den eigenen vier Wänden bei.

Der Trend geht seit Jahren in eine Richtung: „Weiß, weiß und noch mehr weiß“, beschreibt Frank Schnackenberg, Leiter der Abteilung Holz im team baucenter in Stade, die Wünsche seiner Kunden. Dass am Ende trotzdem kein Auftrag dem anderen gleicht, liegt an den vielen Gestaltungsmöglichkeiten – aber nicht nur daran. Der Experte weiß: „Je nach Einsatzbereich muss eine Zimmertür ganz unterschiedliche Eigenschaften mit sich bringen.“

Soll die Tür für mehr Licht im Raum sorgen? Soll sie vor Feuer, Rauch oder Einbrechern schützen? Soll sie Geräusche und Gerüche abhalten oder beim Öffnen besonders wenig Platz beanspruchen? Zimmertür ist nicht gleich Zimmertür – auch wenn die Unterschiede nicht auf den ersten Blick zu erkennen sein müssen. „Verschiedene Funktionen lassen sich in der Regel in einem Design kombinieren“, sagt Schnackenberg.

Schwere Türen: Stabiles Innenleben sorgt für Schallschutz

Im Badezimmer surrt der Rasierapparat, Trockner und Waschmaschine brummen im Hauswirtschaftsraum um die Wette, in der Küche rasselt der Mixer: Es gibt Bereiche im Haus, in denen es von Natur aus etwas lauter ist. Hier lohnt es sich, über Türen mit erhöhtem Schallschutz nachzudenken. Entscheidend dafür: das Innenleben, die sogenannte Einlage, eines Türblattes.

Mit Ausnahme von Massivholz- und Glastüren haben Zimmertüren zwischen zwei Deckplatten grundsätzlich eine Einlage. Diese kann aus ganz unterschiedlichen Materialien und Strukturen bestehen. „Grundsätzlich gilt: Je schwerer die Tür, desto mehr Schallschutz bietet sie.“

Oberfläche: Robustes Material für hohe Anforderungen

Doch nicht nur was das Innenleben einer Tür angeht, gibt es Unterschiede. Wer Kinder hat, kennt die Abdrücke vieler kleiner Finger auf dem ursprünglich strahlend weißen Türblatt – und die Frage, wie sie sich wieder beseitigen lassen. „Hier kommt es auf die Oberfläche an“, sagt Frank Schnackenberg. „Wesentlich robuster als eine Lackierung ist eine Laminatbeschichtung. Da kann man auch mal etwas intensiver mit Reinigungsmitteln drüber gehen.“

Ganzglastüren: Viel Licht und ein modernes Design

Eine Alternative zur Holztür oder einzelnen Glaselementen ist die Ganzglastür. Ihr modernes Design verleiht dem Raum eine neue Wirkung und sorgt für zusätzliches Licht in dunklen Zimmern. Wird die Ganzglastür allerdings im Tausch für ein Holztürblatt eingesetzt und der Türrahmen (Zarge) bleibt bestehen, ist Vorsicht geboten: „Die Glastür ist deutlich schwerer und man kann nie wissen, wie die alte Zarge beschaffen ist.“ Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt also eine neue Zarge mit einbauen oder verzichtet anderenfalls auf eine Ganzglastür.

Schiebetüren: Platzwunder mit kleinem Manko

Steht nur wenig Platz zur Verfügung, kommt die Schiebetür ins Spiel. Sie benötigt im Zimmer keinen zusätzlichen Freiraum. Besonders in kleinen Räumen wird sie gerne genommen. Ein Manko bringt der Schiebe-Mechanismus laut Frank Schnackenberg allerdings mit sich: „Die Tür dichtet nie so gut ab wie eine normale Zimmertür.“ Schwierig wird es also mit Blick auf Schall und Gerüche. „In Bad, Küche und Hauswirtschaftsraum ist die Schiebetür nicht unbedingt zu empfehlen“, sagt der Fachmann.

Gegebenheiten vor Ort: Neubau oder Altbau?

Neben den funktionellen Anforderungen gilt es, die Gegebenheiten vor Ort in die Auswahl der passenden Türen einzubeziehen. Während beim Neubau noch alles möglich ist, lassen sich die Maße eines Türlochs bei einem bestehenden Gebäude nur bedingt anpassen. Ganz schwierig wird es bei Altbauten, weiß Schnackenberg. „Hier sind oftmals Stahlzargen verbaut. Wenn es irgendwie geht, sollte man die nicht tauschen. Das ist mit großem Aufwand und sehr viel Dreck verbunden.“

Sind die vorhandenen Möglichkeiten ausgelotet, lohnt sich der Weg in eine Zimmertür-Ausstellung. Vom Design über das Material bis hin zum Türdrücker kann sich der Bauherr hier Inspirationen für sein Eigenheim holen. „Eine schlüssellose Verriegelung für das Badezimmer ist zum Beispiel eine Möglichkeit, an die viele erstmal gar nicht denken“, sagt Schnackenberg.

Do it yourself: Experten-Tipps für den Heimwerker

Vor dem Kauf einer Tür steht außerdem die Frage, in welche Richtung sie aufgehen soll. Unterschieden werden links öffnende (DIN links) und rechts öffnende Türen (DIN rechts). Ausschlaggebend für die Bezeichnung ist die Anschlagseite einer Tür, also die Seite, auf der das Türblatt in den Angeln hängt.

Ist die Tür bestellt, geht es an den Einbau. Und der muss nicht zwangsläufig vom Fachmann durchgeführt werden. „Eine ganz normale Zimmertür inklusive Zarge lässt sich mit etwas handwerklichem Geschick auch selbst einbauen“, sagt Holz-Experte Schnackenberg. Damit sich die Tür am Ende auch reibungslos öffnet, lautet sein Tipp: „Nicht allein die Zarge einbauen, sondern das Türblatt direkt mit einhängen. Dann sieht man genau, wo eventuell noch nachjustiert werden muss.“

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