Dienstag, 24.08.2021, 16:08 Uhr

So gelingt die nachhaltige Renovierung des eigenen Zuhauses

Aus Alt mach Neu: Wer betagte Möbelstücke aufwertet, statt sie zu entsorgen, tut der Umwelt etwas Gutes. Foto: istockphoto

STADE/BUXTEHUDE. Wer sein Eigentum im Einklang mit der Umwelt gestalten oder renovieren will, setzt bei Fußboden, Sofa und Co. auf nachhaltige Produkte. Und die sind auf dem Markt mittlerweile viel besser vertreten als noch vor wenigen Jahren.

Ernährung, Fortbewegung, Wohnen: Das Thema Nachhaltigkeit ist in vielen Bereichen des Lebens allgegenwärtig. Auch bei der Gestaltung oder Renovierung des eigenen Zuhauses, das für die Menschen in Corona-Zeiten wieder wichtiger geworden ist, spielt der Gedanke an die Umwelt eine immer größere Rolle. Worauf es dabei ankommt, verraten die Experten der Firma SCHOLZ Raumgestaltung aus Stade und Buxtehude. Sie wissen: Das Zauberwort lautet Wiederverwendung.

Aus Alt mach Neu: Wie Omas ausgedientes Sofa die Umwelt schont

Einen Trend in Richtung „Aus Alt mach Neu“ beobachten die Fachleute in Sachen Raumausstattung bereits seit längerem - besonders in Bereichen wie der Polsterei. Aufwerten statt aussortieren lautet hier die Devise, wenn alten Sesseln und Stühlen ein neues Leben eingehaucht wird. „Die Kunden denken um, sie lernen das Handwerk und die Handarbeit wieder mehr zu schätzen“, sagt Raumausstattermeisterin Maike Knaup.

Die Umwelt profitiert, wenn das ausgediente Sofa der Großmutter nicht auf dem Müll, sondern wieder im Wohnzimmer landet. Und was für das einzelne Möbelstück gilt, lässt sich auf das gesamte Renovierungsprojekt übertragen: Je weniger neue Materialien genutzt werden, desto besser. Alte Dielen können abgeschliffen und der bereits verlegte Steinboden durch Teppiche aufgehübscht werden. Doch spätestens beim Neubau stößt das Prinzip an seine Grenzen. Hier gilt es, die neuen Materialien genau unter die Lupe zu nehmen. „Und mit Blick auf die Nachhaltigkeit sind es nicht immer die natürlichen Produkte, die besonders gut abschneiden“, sagt Maike Knaup.

Recycling: Wenn aus alten Flaschen neue Stoffe werden

Geht es um den grünen Fußabdruck, spielen auch die Produktionsbedingungen und der Transportweg eine entscheidende Rolle. Die Expertin: „Baumwolle zum Beispiel wächst nicht in Deutschland und zum Gerben von Leder werden häufig die verschiedensten Chemikalien benutzt.“ Ein etwas tieferer Einstieg in das Thema lohnt sich. Denn viele Hersteller haben auf das gestiegene Bewusstsein für die Umwelt reagiert.

Ein Beispiel: die „Recycle Line“ der Firma Höpke. Sie steht für Möbelstoffe, die ausschließlich aus gebrauchten PET-Flaschen gefertigt werden. Natürliche Ressourcen werden geschont und die Abfallmenge reduziert. Auch die Firma A House of Happiness verwertet für ihre Gardinen- und Vorhang-Stoffe PET-Flaschen, verarbeitet auch alte Schnittabfälle von T-Shirts. „Das Thema nimmt immer mehr Fahrt auf. Auch die Kunden sind gewillt, für umweltbewusst produzierte Ware mehr Geld in die Hand zu nehmen“, sagt Raumausstatterin Johanna Siems. Bei allem Sinn für Nachhaltigkeit gelte es aber, die späteren Anforderungen an das Produkt nicht aus den Augen zu verlieren.

Beraten die Kunden bei SCHOLZ Raumgestaltung in Stade rund um das Thema Nachhaltigkeit: Johanna Siems (Raumausstatterin, Abteilung Gardine), René Osse (Verkaufsberater, Abteilung Bodenbeläge) und Maike Knaup (Raumausstattermeisterin, Polsterei, von links). Foto: Klensang

Funktionalität: Warum der Umweltaspekt nicht alles ist

Kork zum Beispiel bietet sich als nachwachsender und zu 100 Prozent biologisch abbaubarer Rohstoff auf den ersten Blick geradezu als nachhaltiger Fußbodenbelag an. „Das Material ist allerdings meist nur für leicht frequentierte Räume empfehlenswert“, sagt René Osse, Verkaufsberater in der Abteilung Bodenbeläge. Nicht alle Korkböden bestünden zudem ausschließlich aus Kork. Der Fachmann weiß: „Dazu kommt mitunter eine HDF-Trägerplatte, die unter anderem aus Lacken und Harzen besteht, deren genaue Zusammensetzung meist aber nur schwer nachzuweisen ist.“

René Osse ist sich sicher, dass ein Fußbodenbelag auf dem Vormarsch sein wird: Vinyl, auf ökologischer Basis. „Vinyl ist strapazierfähig, einfach austauschbar und wird von einigen Herstellern wie der Firma Wineo mittlerweile auch komplett nachhaltig angeboten“, erklärt der Experte und ergänzt: „Wichtig ist, beim Vinylboden vor allem darauf zu achten, dass keine gesundheitsschädlichen Weichmacher, wie zum Beispiel Phthalate, verwendet werden."

Orientierung: Per Gütesiegel und Beratung zum nachhaltigen Produkt

Auch wer sich für einen Teppich oder einen Steinboden entscheidet, muss auf dem Markt nicht lange nach nachhaltigen Produkten suchen. Vom ausgedienten Teppich bis hin zum entsorgten Fischernetz sind im neuen Bodenbelag die verschiedensten recycelten Materialien vertreten. Einzig die Auswahl aus einer Flut von Angeboten fällt in allen Gestaltungs- und Renovierungs-Bereichen nicht immer leicht.

"Im Gegenteil, es ist schwer, in Sachen Nachhaltigkeit alles richtig zu machen“, sagt Johanna Siems. Gütesiegel wie der Blaue Engel, der Oeko-Tex Standard oder der Global Recycled Standard helfen bei der Orientierung. Ihr Tipp: "Viele Fragen lassen sich aber am einfachsten im direkten Gespräch beantworten.“

Befassen sich in den Abteilungen Gardine und Bodenbeläge bei SCHOLZ Raumgestaltung in Buxtehude besonders mit dem umweltfreundlichen Renovieren: Daniela Lassen (Raumausstatterin, Abteilung Gardine) und Alexander Vogt (Abteilungsleiter Bodenbeläge). Foto: Firma SCHOLZ

Kontakt zu den Experten aufnehmen

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Altländer Straße 16
21680 Stade

Tel.: 0 41 41/92 78-0
Mail: info@scholz-raumgestaltung.de
Web: www.scholz-raumgestaltung.de

SCHOLZ Raumgestaltung Buxtehude
Harburger Straße 84
21614 Buxtehude

Tel.: 0 41 61/64 45-0
Mail: infobux@scholz-raumgestaltung.de
Web: www.scholz-raumgestaltung.de