Das hilft gegen Fieber

STADE. Einfach nur die Hand auf die Stirn legen war gestern. Heute gibt es für Eltern, die krank vor Sorge sind, wenn das Kind Fieber hat, eine breite Palette an Produkten, um die Temperatur zu ermitteln.



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Richtig Fieber messen

Vom Schnullerthermometer bis zum Smartphone-Aufsatz ist alles dabei. „Die Messung im Po gilt immer noch als die genaueste“, erzählte Dr. Kai Vehse, Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Elbe Klinikum Stade, am Montagabend. Etwa 20 Zuhörer, hauptsächlich (werdende) Eltern waren zum Vortrag „Mein Kind hat Fieber – was nun?“ gekommen, der im Rahmen der Reihe von Elbe Kliniken, Volkshochschule, Kassenärztlicher Vereinigung und TAGEBLATT präsentiert wurde.

Ab welcher Temperatur hat mein Kind Fieber?

Fieber ist eine Errungenschaft der Evolution, die bereits seit 600 Millionen Jahren weitergegeben wird. Um die Abwehrzellen bei der Bekämpfung eines Infekts zu unterstützen, werden Botenstoffe ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass die Körperkerntemperatur ansteigt. „Fieber ist also grundsätzlich etwas Positives“, so Dr. Vehse. In der Forschung werde ab 38 und 38,5 Grad Celsius von Fieber gesprochen. „Die Temperatur kann aber nicht unendlich steigen, denn der Körper begrenzt den Fieberanstieg ebenfalls über Botenstoffe“, so Dr. Vehse.

Was hilft gegen Fieber?

Hat das Kind Fieber, rät der Arzt vor allem zu Ruhe und einem ausreichenden Angebot an Getränken. Im Fieberanstieg sollte das Kind möglichst warmgehalten werden, das Sinken des Fiebers kann durch äußerliche Maßnahmen zur Abkühlung (luftige Kleidung) unterstützt werden. Bei fiebersenkenden Medikamenten rät Dr. Vehse zur Vorsicht: „Vom Fieber selbst geht keine Gefahr aus. Dafür können die Medikamente Nebenwirkungen haben.“ Hilfreich könne die Gabe von Ibuprofen oder Paracetamol dann sein, wenn sich das Kind aufgrund des Fiebers äußerst unwohl fühlt und dadurch vom Trinken abgehalten wird.

Wann zum Arzt?

Bereits bei leichtem Fieber kann es sinnvoll sein, den Arzt zu konsultieren, etwa wenn Kinder im Alter bis drei Monate betroffen sind, andere Krankheitszeichen dazukommen oder die Eltern das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt. Fieberkrämpfe sähen zwar schlimm aus, das Risiko für Folgeschäden sei aber sehr gering. Bei einem akuten Fall rät Dr. Vehse, das Kind seitlich zu lagern, damit Erbrochenes aus dem Mund laufen kann und darauf zu achten, dass es sich nicht selbst verletzen kann.

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