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TBeekhoff in Beckdorf braucht ein neues Reetdach

Das Reetdach des Haupthauses auf dem Beekhoff muss neu gemacht werden.

Das Reetdach des Haupthauses auf dem Beekhoff muss neu gemacht werden. Foto: Laudien

Neues Dach und barrierefreies WC am Beekhoff kosten mehr als 77.000 Euro. Fördergeld steht in Aussicht. Das ist aber an eine Bedingung geknüpft.

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Von Pauline Meyer
Montag, 15.06.2026, 16:39 Uhr

Beckdorf. Der historische Beekhoff in Beckdorf soll für die Zukunft fit gemacht werden. Die Kranzbinder Beckdorf wollen das Reetdach des Haupthauses erneuern und zugleich eine barrierefreie Sanitäranlage in der Durchfahrtsscheune errichten. Über die Unterstützung des Projekts berät derzeit die Politik.

Nachdem Thomas Kröck, Vorsitzender des Vereins, die Pläne bereits Anfang Juni im Finanz-, Sozial- und Kulturausschuss vorgestellt hat, wird der Rat der Gemeinde Beckdorf am kommenden Montag, 15. Juni, über die finanzielle Beteiligung entscheiden.

Konkret geht es um eine Zuwendung in Höhe von bis zu 14.000 Euro. Diese Unterstützung ist notwendig, damit die Kranzbinder Fördermittel aus dem europäischen LEADER-Programm erhalten können.

Barrierefreies WC in der Scheune

Der Beekhoff an der Goldbecker Straße ist seit vielen Jahren ein wichtiger Ort für das kulturelle Leben in Beckdorf. Mit der geplanten Modernisierung wollen die Kranzbinder das Gelände langfristig erhalten und zugleich die Nutzungsmöglichkeiten verbessern. Insbesondere die neue Sanitäranlage soll dafür sorgen, dass Veranstaltungen künftig barrierefreier und familienfreundlicher durchgeführt werden können.

Die historische Durchfahrtsscheune wird als Veranstaltungsfläche und Ausstellungsraum genutzt. Unter anderem sollen eine behindertengerechte Toilette und ein Wickeltisch installiert sowie Wegeführungen innerhalb der Scheune und auf dem Hof angepasst werden.

Der Beekhoff ist malerische Kulisse für verschiedene Veranstaltungen wie etwa dem Pflanzen- und Staudenmarkt: links die Durchfahrtsscheune, in der Mitte das Haupthaus und rechts der Schafstall.

Der Beekhoff ist malerische Kulisse für verschiedene Veranstaltungen wie etwa dem Pflanzen- und Staudenmarkt: links die Durchfahrtsscheune, in der Mitte das Haupthaus und rechts der Schafstall. Foto: Kranzbinder

Das Haupthaus - in seiner Architektur typisch für die regionale Baukultur der Stader Geest - finden regelmäßig Veranstaltungen, Ausstellung, Workshops oder andere kulturelle Angebote statt. Aufgrund des Alters des Reetdaches und der natürlichen Witterung sei es laut Antrag der Kranzbinder nötig, das Dach zu erneuern, um die Bausubstanz dauerhaft zu schützen und die Gebäudenutzung auch für die Zukunft zu sichern.

Größtenteils förderfähig: Kranzbinder sind auf Gemeinde angewiesen

Insgesamt belaufen sich die Kosten für das Projekt auf rund 77.500 Euro netto. Den größten Teil davon möchten die Kranzbinder über das LEADER-Förderprogramm der Europäischen Union finanzieren. Da das Vorhaben interdisziplinär mehrere LEADER-Ziele gleichzeitig abdeckt, kann es mit bis zu 67,5 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt werden.

Für die Kranzbinder würde das eine Förderung von rund 52.300 Euro bedeuten. Allerdings gibt es hierfür eine Bedingung: Nichtstaatliche Vereine oder Initiativen müssen einen Teil der Förderung durch öffentliche Gelder absichern. Diese sogenannte Kofinanzierung muss 25 Prozent der LEADER-Förderung betragen. Deshalb haben sich die Kranzbinder an die Gemeinde Beckdorf gewandt.

Entscheidung fällt am Montag

Nach aktuellem Stand würde die Gemeinde maximal 14.000 Euro beisteuern. Davon entfallen rund 7800 Euro auf die Erneuerung des Reetdachs und rund 6200 Euro auf den barrierefreien Umbau der Sanitäranlagen, einschließlich der erforderlichen Pflasterarbeiten. Die restlichen Kosten tragen die Kranzbinder selbst. Ihr Eigenanteil würde bei etwas mehr als 12.000 Euro liegen.

Für die Gemeinde entstehen die Kosten allerdings nicht sofort. Sowohl die LEADER-Förderung als auch die Unterstützung der Gemeinde würden erst nach Abschluss des Projekts und nach Prüfung der Verwendungsnachweise ausgezahlt. Nach derzeitiger Planung wäre dies frühestens Ende 2027 der Fall.

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