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TDiese Einsätze bleiben Apensens Feuerwehren in Erinnerung

Feuerwehrleute löschen den Dachstuhlbrand in Nindorf.

Feuerwehrleute löschen den Dachstuhlbrand in Nindorf. Foto: Vasel

Großbrände, Giftalarm und Verkehrsunfälle: Etliche Einsatzstunden kamen bei den Feuerwehrkameraden der Samtgemeinde Apensen zusammen. Was die Einsatzkräfte leisteten.

Von Susanne Laudien Dienstag, 17.03.2026, 11:20 Uhr

Apensen. Auf ein ereignisreiches Jahr mit zahlreichen Einsätzen und Aktivitäten blickte Apensens Gemeindebrandmeister Christian Taschendorf bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Apensen in Klindworths Gasthof in Sauensiek zurück. Zu den Großeinsätzen in der Samtgemeinde zählte unter anderem der Dachstuhlbrand in Nindorf vor fast genau einem Jahr: Am 20. März wurde ein Brand in einem Einfamilienhaus in der Straße Neuer Ring gemeldet.

Der Dachstuhl brannte lichterloh, als Feuerwehren aus Nindorf, Goldbeck, Apensen, Sauensiek, Wiegersen und Revenahe eintrafen. Durch den schnellen Löscheinsatz konnte verhindert werden, dass sich das Feuer auf den Rest des Hauses ausbreitete. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden war mit rund 200.000 Euro jedoch immens. Ursache für den Brand waren Reparaturarbeiten am Dach.

Schwarzer Rauch über der Getreidetrocknungsanlage bei Raisa in Apensen

Schwarzer Rauch über der Getreidetrocknungsanlage bei Raisa in Apensen Foto: Vasel

Auch das Feuer in einem Getreidesilo bei der Raisa in Apensen am 30. Juli bleibt vielen in Erinnerung. Zahlreiche Atemschutzträger rückten in den hohen Turm vor, um Brandnester zu bekämpfen.

Auf dem Raisa-Gelände waren 76 Feuerwehrleute aus der Samtgemeinde Apensen sowie Buxtehude und Harsefeld im Einsatz, um den Brand zu löschen.

Giftalarm in Apensen

Bei einem Umwelteinsatz am Löschteich in Apensen aufgrund einer Gewässerverunreinigung waren 25 Kameradinnen und Kameraden im Einsatz, unterstützt von Umweltzug, Polizei und Umweltamt des Landkreises. Durch unsachgemäße Handhabung eines 1000-Liter-Tanks waren Restmengen eines Gefahrstoffs in den Teich geraten.

Darüber hinaus gab es weitere brisante Gefahrenlagen in der Samtgemeinde Apensen mit brennenden Autos und schweren Verkehrsunfällen. Die Feuerwehrstatistik verzeichnet 166 Einsätze mit über 4000 Einsatzstunden. Hinzu kommen 34.685 Dienststunden für Ausbildung, Übungen und weitere Aufgaben. 47 Einsätze leistete die AED-Gruppe (Automatisierter Externer Defibrillator), die bei lebensbedrohlichen Situationen wie Herzstillstand mit Reanimation Hilfe leistete und Beteiligte betreute.

Busunfall mit über 300 Personen

Darüber hinaus gab es Lehrgänge und Übungen wie die groß angelegte MANV-Übung (Massenanfall von Verletzten) im September in Wiegersen. Bei der realitätsnahen Einsatzübung wurde die Versorgung von verletzten Personen bei einem Busunfall mit mehr als 300 Personen trainiert.

Der unermüdliche Einsatz zur Sicherheit der Bevölkerung spiegelte sich auch in den Berichten der Funktionsträger für Atemschutz, Sicherheit und Funk wider sowie der Kinder- und Jugendfeuerwehren in Apensen, Goldbeck und der neu gegründeten Jugendfeuerwehr in Beckdorf mit 14.200 Dienststunden.

Grundstückskauf für ein Feuerwehrgerätehaus in Wiegersen

Wichtig für die Einsätze ist die Ausstattung der Feuerwehr. Hydraulische Geräte wurden im vergangenen Jahr auf Akkugeräte umgestellt und das Equipment für Vegetationsbrände verbessert. Auch der Grundstückskauf für ein neues Feuerwehrgerätehaus in Wiegersen wurde von Christian Taschendorf positiv hervorgehoben. Der Gemeindebrandmeister bedankte sich bei Rat und Verwaltung für die Bereitstellung der Mittel.

Gute Stimmung und volles Haus: Feuerwehrkameradinnen und -kameraden der Samtgemeinde Apensen bei der Jahreshauptversammlung in Klindworths Gasthof in Sauenensiek.

Gute Stimmung und volles Haus: Feuerwehrkameradinnen und -kameraden der Samtgemeinde Apensen bei der Jahreshauptversammlung in Klindworths Gasthof in Sauenensiek. Foto: Laudien

Einen umfassenden Bericht zur Lage der freiwilligen Feuerwehren im gesamten Landkreis Stade gab der stellvertretende Kreisbrandmeister Marcus Hinrichs. Vertreter des THW-Ortsverbands Buxtehude, Mitglieder des Feuerschutzausschusses mit ihrem Vorsitzenden Christian Wilkens sowie Vertreter des Samtgemeinderates nahmen ebenfalls an der Jahreshauptversammlung teil.

Sauensieks Bürgermeister Rolf Suhr übernahm die Vertretung der nicht anwesenden Verwaltungsspitze und lobte den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden.

Beförderungen und Ehrungen

Im Anschluss gab es Beförderungen: Markus Haarhaus und Johann Mehrkens, die beiden Vertreter des Gemeindebrandmeisters, wurden zu ersten Hauptbrandmeistern ernannt.

Beförderung zum Ersten Hauptbrandmeister (von links): Markus Haarhaus und Johann Mehrkens erhalten von Gemeindebrandmeister Christian Taschendorf ihre Urkunden.

Beförderung zum Ersten Hauptbrandmeister (von links): Markus Haarhaus und Johann Mehrkens erhalten von Gemeindebrandmeister Christian Taschendorf ihre Urkunden. Foto: Laudien

Fabian Kroll und Birger Schulz wurden zu Brandmeistern befördert. Löschmeister wurden Malte Elmers, Sven Honnefeller und Benjamin Klindworth, Oberlöschmeister Ulf Gehlken, Daniel Tober und Andreas Tomforde, Erster Hauptlöschmeister Jörg Fischer und Hauptlöschmeister Tobias Diercks und Thomas Robohm.

Das Niedersächsische Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25 Jahre erhielten Norman Dreyer, Markus Haarhaus, Jan Heitmann, Kai Klensang und Dennis Knüppel; für 40 Jahre: Marcus Bredehöft, Frank Brümmer, Andreas Klebs, Dieter Kröger und Dieter Zerwas; für 50 Jahre: Werner Bösch, Hans-Wilhelm Elmers, Hermann Gooßen, Kurt Knüppel und Hans-Hermann Tobaben; für 60 Jahre: Hans-Heinrich Behrens und Volkmar Thomas. Das Ehrenzeichen des Kreisfeuerverbands Stade in Silber erhielten Markus Heins, Stefan Hinrichs, Dennis Knüppel und Mirko Klensang. Die Ehrennadel der Feuerwehr-Unfallkasse in Gold gab es für Frank Brümmer.

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