TKohlenmonoxid-Alarm? Feuerwehr-Einsatz in Stader Jahnstraße
Gaseinsatz in der Jahnstraße. Luft wird „abgesaugt“. Foto: Privat
Kohlenmonoxid ist unsichtbar, geruchlos – und lebensgefährlich. Die Feuerwehr Stade rückt am Mittag aus.
Stade. Bei einem Kontrollgang am Blockheizkraftwerk (BHKW) im Keller des Gebäudes hatte ein Techniker der Stadtwerke festgestellt, dass etwas nicht Ordnung war. Wie Anwohner berichten, wurde die Vermutung zunächst mit einem Messgerät überprüft und dann die Feuerwehr Stade alarmiert. Die rückte mit Atemschutz und weiterer Messtechnik an.
Zu hohe Kohlenmonoxid-Werte
Auch Dr. Christian Pape vom Vorstand der Wohnstätte kam zum Einsatzort. Wie er am Mittwochnachmittag gegen 14.30 Uhr berichtete, wurden erhöhte Kohlenmonoxidwerte gemessen. Kohlenmonoxid (CO) bildet sich, wenn bei Verbrennungsprozessen zu wenig Sauerstoff zur Verfügung steht und ist in höheren Konzentrationen tödlich. Das BHKW ist ausgestellt worden.
Tückisch: Riechen, schmecken oder sehen kann man Kohlenmonoxid nicht.

Feuerwehr und Rettungsdienst rückten aus. Foto: Privat
Die Stader Feuerwehr, die mit etwa 20 Einsatzkräften, teils unter Atemschutz, anrückte, saugte das Kohlenmonoxid ab.
Knapp 100 Wohnungen betroffen
Das Blockheizkraftwerk im Gebäude des Wohnprojekts „Gaga“ (Ganz Anders Gemeinsam Altern) versorgt knapp 100 umliegende Wohnungen mit Wärme und Strom. Betreiber sind die Stadtwerke Stade, das Haus gehört der Wohnstätte Stade eG. Laut Christian Pape ist die Ursache der erhöhten Kohlenmonoxidwerte noch unbekannt.
T Rätsel um mysteriöses Geräusch in Stade ist gelöst
Die Bewohner sollen Messgeräte bekommen, um sicher zu gehen, dass sie keiner Gefahr ausgesetzt sind. Allerdings sei das Risko eher gering, da der Keller Brandschutztüren hat und die Feuerwehr außerdem das Kohlenmonoxid absaugt. Erste Symptome einer Kohlenmonoxidvergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit.
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.