TGrüne Woche: Warum die Berliner Messe für den Landkreis Stade wichtig ist
Dichtes Gedränge vor dem Messestand des Landkreises Stade auf der Grünen Woche in Berlin. Foto: Ehlers
Die Grüne Woche ist das Schaufenster der Ernährungswirtschaft. Gemeinsam trommeln Wirtschaftsförderung, Obstbau und Tourismus in Berlin für den Kreis Stade. Lohnt sich das wirklich?
Altes Land. Mehr als 400.000 Besucher werden vom 16. bis 25. Januar in Berlin auf der weltgrößten Agrar- und Ernährungsmesse erwartet. Fast 1600 Aussteller aus mehr als 50 Ländern sind vertreten - unter anderem der Landkreis Stade.
Zum 100. Geburtstag der Grünen Woche präsentieren sich der regionale Obstbau und Tourismus mit einem Stand (Nr. 117) in der Niedersachsenhalle (Halle 20) auf dem Messegelände unter dem Funkturm. Erstmals sichert die Wirtschaftsförderung Landkreis Stade GmbH den Messeauftritt.
Wirtschaftsförderung sichert Messeauftritt
Im Herbst war der Gesellschaftervertrag geändert worden. Das Gesamtbudget der GmbH war um 52.000 Euro erhöht worden. Davon trägt der Landkreis Stade 29.000 Euro. Die drei Kreditinstitute Kreissparkasse Stade, Sparkasse Stade-Altes Land und Volksbank Stade-Cuxhaven sind mit 12.000 Euro von der Partie, die Städte und Kommunen steuern 11.000 Euro bei. 42.000 Euro sind für die Grüne Woche eingeplant. Weitere 10.000 Euro fließen unter anderem in den Auftritt bei der Real Estate Arena in Hannover - eine Fachmesse für Wirtschaftsförderung sowie Immobilien- und Digitalwirtschaft im Norden.
Wirtschaftsfaktor
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Die Zuschussbeträge für Samtgemeinden und Gemeinden beträgt 0,88 Euro pro Einwohner, bei den Städten sind es 0,43 Euro pro Einwohner. Insgesamt ist den Gesellschaften die Arbeit der Kreis-Wirtschaftsförderung mehr als 400.000 Euro im Jahr wert.
„Der Messeauftritt in Berlin ist für das Regionalmarketing unverzichtbar“, sagt der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Matthias Reichert. Tourismus, Landwirtschaft, Obstbau und Ernährung seien bedeutende Branchen an der Niederelbe.
Werbung für Obst und Tourismus
„Wir erreichen mehr als 400.000 Menschen und viele Medien“, ergänzt die Geschäftsführerin des Fördervereins Integriertes Obst, Hilke Ehlers. Dieser sicherte bislang den Auftritt. Ehlers teilt sich mit Nicole Hemmler von der Wirtschaftsförderung die Standleitung. Hauptberuflich leitet Hemmler die Tourist-Info Altes Land.

Nicole Hemmler und Hilke Ehlers leiten den Messestand auf der Grünen Woche in Berlin (von links). Foto: Fruchthandelsverband
Erstmals stehen sie ganz in der Nähe des Eingangs der Halle. Unter dem Slogan „Freu dich, du bist im Landkreis Stade“ beteiligen sich unter dem Dach der Wirtschaftsförderung in diesem Jahr die zwölf Städte und Gemeinden, der Landkreis Stade, die Kreissparkasse Stade, Sparkasse Stade-Altes Land und Volksbank Stade-Cuxhaven und der Förderverein am Messestand - finanziell unterstützt von der Frugro und der Marktgemeinschaft Altes Land (M.A.L-.), die auch drei Tonnen Äpfel bereitstellt.
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„Dieses Jahr nehmen wir die auch in Berlin sehr beliebte Apfelsorte Wellant und die neue, süße und knackige Sorte Bloss mit“ sagt Hilke Ehlers. Die neue Apfelsorte trägt die robusten Gene der Kreuzungseltern Magic Star und Honeycrisp in sich. Dieser Newcomer „ist robust gegen Schorf und Mehltau“.
Vor Ort ist ein Team aus den Auszubildenden der Sparkassen und der Volksbank, Obstbauern, Fruchtgroßhändlern und Ehrenamtlichen. Messebesucher können Äpfel verkosten oder Spirituosen der Obstbrennerei des Obsthofs Uelzen und Altländer Apfelsaft erwerben.
„Das Wichtigste sind die Gespräche über den Apfelanbau“, so Ehlers. Begleitend zum Messeauftritt wurde eigens eine Broschüre erstellt, in der sich der Kreis Stade mit seinen Kommunen und dem Obstanbaugebiet präsentiert. Die Altländer Blütenkönigin Ella Weilert wird von Dienstag bis Donnerstag in ihrer historischen Festtagstracht von 1860 am Stand sein. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz sowie Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer werden erwartet.
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