TSeit drei Generationen: Ladekoper Familie im Schützenverein
Jan, Grete, Anke und Katharina Schacht - drei Generationen im Schützenverein Ladekop. Foto: Felsch
Grete Schacht (88) ist gern im Schützenverein Ladekop. So wie ihre Kinder, Schwiegerkinder und Enkel. Und alle freuen sich jedes Jahr aus denselben Gründen aufs Schützenfest.
Jork. Außer dem verstorbenen Familienoberhaupt, Opa Walter, von dem seine Frau Grete sagt: „Der lebte für den Schützenverein“ und der sogar an der Deutschen Meisterschaft teilgenommen hat, würden sich die restlichen Familienmitglieder selbst nicht unbedingt als besonders gute Sportschützen bezeichnen. „Früher mal“, winkt Anke Schacht bescheiden ab. Ihr Sohn Jan stimmt zu. „Aus beruflichen Gründen, ich war drei Jahre bei der Bundeswehr, konnte ich gar nicht an den regelmäßigen Trainingsabenden teilnehmen, aber ich hatte die Ausbildung als Jugendlicher mit Luftgewehr und Pistole genossen.“
Oma Grete zielte scharf daneben
Trotzdem haben sie alle, Grete (88), Schwiegertochter Anke (58), Sohn Jürgen (68), Enkeltochter Katharina (30) und Enkelsohn Jan (27), Würden errungen. Anke, der Liebe wegen von Guderhandviertel nach Ladekop gezogen, angefangen bei den Jungschützen, ist derzeitige Mittwochskönigin 2026. Sie war Beste Dame, vier Mal Adjutantin und 2009 Königin.
„Sie war einen Ticken besser, ich leider nur Zweitplatzierte“, erinnert sich Grete, die trotzdem weiterhin ein gutes Verhältnis zu ihrer Schwiegertochter pflegte. „Darüber gab es keinen Streit“, meint Grete, die auf dem Obsthof der Familie immer noch aktiv mithilft. „Wir verstehen uns alle sehr gut,“ freut sie sich.
Schützenfest ist wie Weihnachten
„Ich war Jungschützenkönig, wegen Corona von 2019 bis 2023, Bester Mann im Jahr 2018, Adjutant und im Vorstand als Kommandant der Jungschützen“, zählt Jan Schacht auf. Jedes Jahr im August reist der Berufsfeuerwehrmann aus Cuxhaven in die alte Heimat zurück - zum Schützenfest.
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„Dieses Wochenende im Sommer ist ein fester Termin, nicht nur für mich, sondern für viele, die wie ich weggezogen sind“, erklärt er. Sie alle träfen sich hier, um gemeinsam zu feiern und zu plaudern. „Das ist wie Weihnachten, wenn sie alle wieder nach Hause kommen“, meint seine Mutter. „Schlimmer“, ergänzt ihre Schwiegermutter lachend.

Familie Schacht im Schützenhaus vor der Tafel der Würdenträger. Foto: Felsch
Alt und Jung haben gemeinsam Spaß
Deren Sohn Jürgen, der beim Interview nicht dabei sein konnte, ist ebenfalls bekannt im Verein: „Er war dreimal Bester Mann, Adjutant und 29 Jahre lang Fahnenträger“, erzählt seine Frau Anke, die wie ihre Schwiegermutter und ihre Tochter nicht in Schützenuniform, sondern heute Nachmittag in Matrosenkluft gekleidet ist, Anke sogar mit Fake-Tattoos am Arm.
Die Erklärung: Die ehemalige Damenkönigin hat sich das maritime Motto zum Jubiläumsschützenfest (75 Jahre) gewünscht (eine jährliche Tradition), deshalb haben sich die Schützenschwestern seemännisch angezogen. Solche Aktionen gehören eben auch zum Schützenwesen, so Katharina Schacht. Locker gehe es bei ihnen zu, bestätigt ihre Familie, der es in erster Linie um die Geselligkeit, die Gemeinschaft und das Miteinander geht. Zusammen sein und Spaß haben, Alt und Jung vereint, das ist der Grund, warum sie dabei sind, und das schon, wie Grete, über eine sehr, sehr lange Zeit.
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