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Fotografie

TVon Apensen nach Afrika: Olli Elf auf Foto-Safari mit brenzligen Momenten

Majestätisch liegt der Tiger auf einem Felsvorsprung.

Majestätisch liegt der Tiger auf einem Felsvorsprung. Foto: Olli Elf

Leoparden, Löwen, Tiger - in Afrika ist der Apenser Fotograf Olli Elf frei lebenden Raubtieren gefährlich nah gekommen. Was er bei seiner Reise erlebte.

Von Susanne Laudien Montag, 11.05.2026, 14:50 Uhr

Apensen. Mehrere Wochen war Olli Elf erst kürzlich wieder in Afrika unterwegs. Der Fotograf, Unternehmer und Rockmusiker wohnt in Apensen und hat sich verstärkt auf seine Fotografie fokussiert. Gleich zu Beginn der Reise erhielt er eine traurige Nachricht: der Elefantenbulle namens Craig, den er mehrere Jahre begleitet hatte und dem er mit seiner Kamera sehr nahe gekommen war, ist am 3. Januar verstorben. „Ich habe das letzte Foto von ihm aufgenommen, bevor er mit 54 Jahren aus Altersgründen starb“, erzählt Elf.

Der Super Tusker namens Craig, ein seltener afrikanischer Elefantenbulle, verstarb Anfang Januar.

Der Super Tusker namens Craig, ein seltener afrikanischer Elefantenbulle, verstarb Anfang Januar. Foto: Olli Elf

Craig war ein seltener afrikanischer Elefantenbulle (Super Tusker), der zu den größten seiner Art zählte und über die nahzu längsten Stoßzähne verfügte. Mit seinen außergewöhnlichen Aufnahmen von Craig, aber auch von bedrohten Arten wie den Northern White Rhinos sorgte Elf in den vergangenen Jahren bei Ausstellungen und online bei mehr als 300.000 Followern für Aufsehen.

Unternehmer, Rockmusiker und Fotograf: Olli Elf aus Apensen.

Unternehmer, Rockmusiker und Fotograf: Olli Elf aus Apensen. Foto: Olli Elf

Für seine aktuelle Tour durch Namibia, Kenia und Südafrika hatte der Apenser diesmal vor allem Raubtiere wie Leoparden, Löwen und insbesondere Tiger im Blick. „Ich habe die Ideen für die Bilder schon vorher im Kopf gehabt“, sagt Elf.

Ich begegnete absoluten Ausnahmetieren.

Fotograf Olli Elf

Sein erstes Ziel war ein spezielles Gebiet in Namibia, wo Leoparden zwar weit verbreitet leben, aber dennoch sehr scheu sind. Beste Chancen zur Beobachtung bieten Schutzzentren wie das Okonjima Nature Reserve.

Das 22.000 Hektar große private Wildtierreservat zwischen Windhoek und dem Etosha-Nationalpark ist weltweit bekannt als Hauptsitz der AfriCat Foundation zum Schutz von Leoparden, Geparden und braunen Hyänen. Hier war der Apenser Fotograf mit einem einheimischen Fahrer unterwegs, um die Tiere aus der Nähe bis ins kleinste Detail mit seiner Kamera einzufangen.

Übernachtung zwischen Giraffen und Schakalen

„Jeden morgen bin ich um fünf Uhr aufgestanden, um auf Motivsuche zu gehen.“ Übernachtet hat der Apenser in einer Bush-Suite inmitten der Wildnis - inklusive Giraffen direkt vor der Tür und heulenden Schakalen am Abend. „Das sind Momente, wo man denkt, das ist Freiheit“, schwärmt Elf.

Tiefgründiger Augenblick bei der Begegnung mit einem Leoparden.

Tiefgründiger Augenblick bei der Begegnung mit einem Leoparden. Foto: Olli Elf

Von dort ging es weiter Richtung Südafrika nach Harrismith. Der Ort zwischen Johannesburg und Durban liegt auf 1643 Metern Höhe. Hier befindet sich das Glen Garriff Conservation NPC, ein Projekt, das sich dem Schutz und der Erhaltung von Löwen widmet.

Ein Prachtexemplar eines Löwen - mit der Kamera eingefangen.

Ein Prachtexemplar eines Löwen - mit der Kamera eingefangen. Foto: Olli Elf

„Ich begegnete absoluten Ausnahmetieren mit besonders langen Mähnen und sogar weißen Löwen, die in der Natur nur äußerst selten vorkommen und der Sage nach auch als Botschafter der Götter angesehen werden, erzählt Elf.

Am Rande des Abgrunds wählte dieser Tiger seinen unglaublichen Schlafplatz.

Am Rande des Abgrunds wählte dieser Tiger seinen unglaublichen Schlafplatz. Foto: Olli Elf

Tiger Canyon fasziniert bekannten Tierfilmer

Die nächste Station seiner Afrikareise war gleichzeitig der Höhepunkt der Raubtiertour. Nach siebenstündiger Fahrt mit dem Jeep erreichte Elf den Tiger Canyon in Philippolis. Das Gebiet hat schon John Varty fasziniert, ein südafrikanischer Tierfilmer, der mehr als 30 Dokumentarfilme und einen Spielfilm gedreht hat.

Momentaufnahme eines gähnenden Tigers, mit Blick auf die messerscharfen Zähne.

Momentaufnahme eines gähnenden Tigers, mit Blick auf die messerscharfen Zähne. Foto: Olli Elf

Im Jahr 2000 startete Varty in der Nähe von Philippolis ein Projekt zur Wiederansiedlung von Bengalischen Tigern. Mittlerweile wurde hier die erste wilde Tigerpopulation außerhalb Asiens etabliert.

Riskante Manöver entlang der Felskante

„Bereits von meinem Zimmer in der Lodge bot sich mir ein umwerfender Blick auf die Felsformation des Tiger Canyon, in dem Tiger umherstreiften. Der Anblick haute mich um“, schwärmt Elf. Die Tagestouren mit dem Jeep über die zerklüfteten und bis zu tausend Meter hohen Berge, um den Tigern mit der Kamera ganz nah zu kommen, machten außergewöhnliche Aufnahmen möglich, bargen aber auch riskante Manöver entlang der Felskante.

Beeindruckender Blick in den Tiger Canyon in Südafrika.

Beeindruckender Blick in den Tiger Canyon in Südafrika. Foto: Olli Elf

Buchstäblich brenzlig wurde es für den Apenser bei einem Buschbrand in Kenia. „Das Feuer loderte plötzlich überall. Wir mussten uns durch den dichten Qualm kämpfen und verloren bei zunehmender Dunkelheit völlig die Orientierung.“

Auch ein Reifenwechsel inmitten der Wildnis, umgeben von Leoparden und einem riesigen Nashorn, sorgte für einen nicht ungefährlichen Zwischenfall. Dennoch habe sich der Einsatz für ihn gelohnt, so Elf. Kein Risiko, keine einzigartigen Fotos, so lautet sein Motto. Wilde Tiere in Ausnahmesituationen zu erleben - genau solche besonderen Fotos wollte er mitbringen, die er jetzt zu Hause in Apensen durch spezielle Bearbeitung in ganz besondere Kunstdrucke verwandelt. https://ollielf.com/

Auge in Auge mit dem Tiger - Nervenkitzel und Herausforderung für den Fotografen aus Apensen.

Auge in Auge mit dem Tiger - Nervenkitzel und Herausforderung für den Fotografen aus Apensen. Foto: Olli Elf

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