TWann werden endlich die Spielgeräte in Nindorf aufgebaut?
Die Spielgeräte für den Spielplatz liegen seit langem eingezäunt hinter dem Dorfgemeinschaftshaus in Nindorf. Foto: Laudien
Beckdorf investiert in Freizeitangebote: Für den Bolzplatz gibt es eine halbe Million Euro - beim Nindorfer Spielplatz fehlt seit Monaten der Aufbau. Was nun passiert.
Beckdorf. Zuerst die gute Nachricht für die Gemeinde Beckdorf: Der Förderantrag zur Aufwertung des Sportplatzes am Waldfrieden in Beckdorf zu einem Sport- und Begegnungsplatz wird mit 500.000 Euro unterstützt. Die Summe kommt aus dem ZILE-Fördertopf (Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung) und ist befristet bis zum 31. August 2028. Für das Projekt gab es bislang Bürgerwünsche und eine grobe Planung. Jetzt kann als nächster Schritt die Umsetzung mit detaillierter Planung erfolgen.
Ob das Geld reicht, werde sich dann zeigen, sagte Beckdorfs Gemeindedirektorin Charlotte Richter im jüngsten Bau- und Planungsausschuss. Zur nächsten Sitzung wolle sie einen Planer mitbringen. Der erste Spatenstich könnte im folgenden Jahr erfolgen.
Spielgeräte wurden seit Monaten nicht aufgebaut
Nun zur schlechten Nachricht: Der Spielplatz in Nindorf ist immer noch nicht fertiggestellt. Neun neue Spielgeräte und eine Seilbahn liegen bereits seit Monaten in Einzelteilen und eingezäunt hinter dem Dorfgemeinschaftshaus und warten auf den Aufbau.
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Wie berichtet, sind die alten Spielgeräte in die Jahre gekommen und der Gemeinderat hatte im Januar 2025 für einen neuen Spielplatz ein Budget von 60.000 Euro eingeplant. Da die Summe für Extras knapp werden könnte, legte der Rat daher eine maximale Kostengrenze von 80.000 Euro fest. Die Umsetzung hierfür übernahm die Verwaltung, da es neben den Kosten auch vergaberechtliche Aspekte zu beachten gab.
Um einen Begegnungsort sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene zu schaffen, wurden diverse Spielgeräte wie Spielturm, Rutsche und eine Seilbahn gekauft. Auch ein Basketballfeld und ein Bouleplatz sollen das Angebot auf Wunsch der Nindorfer ergänzen.
Bürger sprechen von „unhaltbaren Zuständen“
Ursprünglich sollte der Spielplatz bereits im Frühjahr fertiggestellt sein. Einige Bürger monieren schon seit längerem die Verzögerung, andere sprechen sogar von „unhaltbaren Zuständen.“ Wie ist hier der Stand der Dinge, fragte Christian Bendrig (SPD) im Bau- und Planungsausschuss.
„Viele Hersteller von Spielgeräten bieten den Aufbau mit an, dieser Hersteller aber nicht“, so Richter. Das war von ihrem Vorgänger Edgar Rot nicht berücksichtigt worden. Da die Verwaltung personell schlecht aufgestellt sei, habe sie sich bisher nicht kümmern können. Auch die finanziellen Mittel seien aufgebraucht - und ihr daher die Hände gebunden.
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Aus dem Dorf hatten sich bereits freiwillige Helfer angeboten, die Aufstellung der Spielgeräte zu übernehmen. Doch selbst Mitarbeiter vom Bauhof könnten diese Arbeit nicht ausführen, erläuterte Richter in der Sitzung. Problem bei der Aufstellung: Auf dem Spielplatzgelände seien Rohre und Schächte im Untergrund, so dass eine fachmännische Ausführung notwendig sei, um die Sicherheit zu gewährleistet und keine Probleme bei der TÜV-Abnahme zu bekommen. Eine Ausschreibung für eine Firma, die den Aufbau professionell ausführt, sei daher zwingend notwendig.
„Wir müssen jetzt zu Potte kommen“, sagte Peter Löwel. Zur Not müsse es einen Nachtragshaushalt geben, so der Grünen-Politiker. Sören Wallin (IGB) wünschte eine detaillierte Kostenaufstellung für die Aufstellung, die jetzt von der Verwaltung angefragt werden soll.
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