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TAhlerstedt investiert in Sportplatzpflege: Bald sollen Mähroboter rollen

Wenn in Wangersen mit dem neuen Mähroboter alles glatt läuft, soll auch die Sportanlage am Auetal ein Gerät bekommen.

Wenn in Wangersen mit dem neuen Mähroboter alles glatt läuft, soll auch die Sportanlage am Auetal ein Gerät bekommen. Foto: SV A/O

Faustball und Fußball werden in der Gemeinde Ahlerstedt groß geschrieben. Doch die Pflege der Rasenplätze nimmt viel Personal des Bauhofes in Anspruch. Das soll sich bald durch neue Technik ändern.

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Von Sophia Ahrens
Montag, 20.05.2024, 09:50 Uhr

Ahlerstedt. Ein gut gepflegtes Grün ist das A und O für die Faustballer und Fußballer in der Gemeinde Ahlerstedt. Mit dem MTV Wangersen und der SV Ahlerstedt/Ottendorf hat die Kommune gleich zwei Vereine, die einige Rasenplätze im Gemeindegebiet nutzen. Gerade die Anlagen in Wangersen, Ottendorf und am Ahlerstedter Auetal brauchen viel Pflege - denn sie haben alle drei Plätze, auf denen Spielbetrieb stattfindet.

Für die Mitarbeiter des Bauhofes bedeutet das viel Arbeit. Vor allem das Mähen mit dem Spindelmäher nimmt auf jeder Anlage mindestens zwei bis drei Stunden in Anspruch, stellte Bürgermeister Uwe Arndt bei der Sitzung des Ahlerstedter Ausschusses für Klima, Bau, Wege und Ortsentwicklung dar. Eine Lösung für das Problem könnte moderne Technik sein.

Mähroboter-Test in Wangersen war erfolgreich

„Wangersen diente als Versuchsobjekt“, so Arndt. Die circa 21.000 Quadratmeter Grünfläche wurden dort im April zwei Wochen lang testweise mit einem Mähroboter gemäht. Vom Ergebnis überzeugten sich Ehrenamtliche, Bauhofmitarbeiter und Ratsmitglieder vor Ort. Der Mähroboter tat seine Arbeit zur Zufriedenheit aller.

Einen besonderen Vorteil hat der Roboter laut Rückmeldung des MTV Wangersen: Er kann auch deutlich nassere Flächen mähen als der vielfach schwerere Spindelmäher, mit dem der Bauhof aktuell die Plätze pflegt. Außerdem lasse sich die Mähhöhe unkompliziert vor Ort einstellen.

Doch das geringere Gewicht bringe auch einen Nachteil mit sich: Unebenheiten würden beim Mähen so eher nicht plattgefahren. Alles in allem fiel das Fazit der Beteiligten aber positiv aus. „Das ist eine sinnvolle Lösung, davon konnten sich alle vor Ort überzeugen“, sagte Florian Pott (FWG). Der Zuspruch hat auch finanzielle Gründe.

Personalkosten für Mäharbeiten sind hoch

Das Beispiel der Anlage in Wangersen zeigt: Zwei Mal pro Woche wird dort gemäht, der Bauhof kommt nur für diese Tätigkeit auf einen Personaleinsatz von etwa 180 Stunden im Jahr. Ottendorf und Auetal haben eine vergleichbare Größe. Die Personal-, Abschreibungs- und Unterhaltungskosten belaufen sich allein für die Anlage in Wangersen auf mehr als 12.000 Euro. Der Spindelmäher, den die Gemeinde 2014 für circa 70.000 Euro gekauft hat, hat jährliche Reparaturkosten von mehr als 4000 Euro, seit Kaufdatum schon circa 33.000 Euro.

„Wenn der Spindelmäher weiter die Menge an Rasenflächen mähen muss, wird die Gemeinde in den nächsten drei bis vier Jahren einen neuen Spindelmäher kaufen müssen“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Uwe Arndt warf in der Ausschusssitzung ein: Wenn für den Spindelmäher die Anlagen in Ottendorf, am Auetal und in Wangersen wegfallen würden, verlängere das auch seine Haltbarkeit.

Wangersen soll noch in diesem Jahr neue Technik bekommen

Der Tenor in der Sitzung war klar: Mähroboter ergeben auch aus finanzieller Sicht Sinn. Für 36.000 Euro soll noch in diesem Jahr ein Roboter für die Anlage in Wangersen gekauft werden. Sollte dort alles reibungslos ablaufen, bekommen auch die Plätze in Ottendorf und am Auetal jeweils einen Mähroboter. Jetzt muss noch der Rat zustimmen.

Die Mähroboter sind in der Gemeinde Ahlerstedt schon länger im Gespräch. Doch erst in den letzten zwei Jahren habe sich die Technik so weiterentwickelt, dass wenige Mähroboter auf dem Markt sogar bis zu 24.000 Quadratmeter nur mit einem Gerät abdecken können, so Arndt.

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