TAußergewöhnlicher Gesang: Den Vogel des Jahres haben Sie bestimmt schon gehört
Hausrotschwanz-Männchen mit rußschwarzer Färbung. Foto: Gerd-Michael Heinze
Der Hausrotschwanz ist der Vogel des Jahres 2025. Ende April kann man den Singvogel mit dem unmelodischen Gesang auf Dachgiebeln beobachten.
Landkreis. Gut eine Stunde vor Sonnenaufgang beginnt der Hausrotschwanz mit seinem Gesang und singt dann bis nach der Abenddämmerung. Dabei sitzt er gern auf Anhöhen wie Dachgiebeln und ist selbst in der Innenstadt von Stade zu hören. Sein Gesang besteht aus verschiedenen knirschenden, fauchenden und pfeifenden Elementen, die eher unmelodisch klingen.
Die Männchen sind rußschwarz gefärbt
Typisch für den Vogel des Jahres sind der rostrote Schwanz sowie das häufige Knicksen mit den Beinen. Die Männchen sind rußschwarz gefärbt, was ihnen in einigen Regionen auch den Namen Rußvogel einbrachte. Die Weibchen und Jungvögel sind dagegen graubraun gefärbt. Der nächste Verwandte, der Gartenrotschwanz, ist dagegen viel bunter gefärbt. Typischerweise überwinterte der Hausrotschwanz in Nordafrika, doch mittlerweile bleibt er öfter in den milden Lagen von Mitteleuropa und wartet dort auf den Frühling.
Der Hausrotschwanz ist nicht gefährdet
Der Vogel des Jahres ist in Deutschland nicht gefährdet. Mit 800.000 bis zu einer Million Brutpaaren gilt er als häufig. „Niedersachsenweit gibt es gut 100.000 Brutpaare und auch im Landkreis Stade ist der Hausrotschwanz nicht selten“, erklärt Vogelexperte Dr. Uwe Andreas, Leiter des Amtes für Naturschutz beim Landkreis Stade, in einer Pressemitteilung. „Damit das auch so bleibt, können wir alle einen Beitrag dazu leisten.“
Der Nischenbrüter ist anspruchslos
Mit der Anlage von naturnahen Gärten findet der Insektenfresser genügend Nahrung. Als Höhlen- und Nischenbrüter stellt er keine hohen Ansprüche an seinen Brutplatz. Wichtig ist nur, dass er Lücken an Gebäudefassaden, unter Dächern oder in Schuppen findet. Auch werden gerne Halbhöhlennistkästen angenommen, wobei die Nistplatzwahl als auch der Nestbau ausschließlich durch das Weibchen erfolgt.
Er fängt Insekten blitzschnell in der Luft
Zu den Besonderheiten des Hausrotschwanzes zählen das geschickte, blitzschnelle Fangen der Insekten in der Luft, was wie ein Zickzackflug anmutet. Bei der Nahrungssuche am Boden richtet er sich immer wieder auf, um mögliche Gefahren, darunter auch Katzen, frühzeitig zu erkennen.
Jetzt, Ende April, ist die Gelegenheit gut, den Hausrotschwanz bei seinem außergewöhnlichen Gesang auf dem Dachgiebel zu beobachten. (sal)