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Freizeitpark

TBizarrer Streit um mitgebrachtes Essen bei Karls Erlebnisdorf

In Karls Erlebnisdorf gibt es jede Menge zu essen. Manch einer bringt sich trotzdem etwas von zu Hause mit. Das sorgt für Diskussionen.

In Karls Erlebnisdorf gibt es jede Menge zu essen. Manch einer bringt sich trotzdem etwas von zu Hause mit. Das sorgt für Diskussionen. Foto: Polgesek

Im Internet wird auf Gäste geschimpft, die sich ihr eigenes Picknick mit zu Karls Erlebnisdorf in Loxstedt bringen. Andere erregen sich über diejenigen, die sich aufregen. Was sagt der Betreiber Robert Dahl zu der Diskussion?

Von Jan Iven Dienstag, 05.05.2026, 18:35 Uhr

Loxstedt. „Mitgebrachte Snacks? Nur für Ameisen. Wir bitten euch herzlich: Lasst Essen und Trinken zu Hause. Unsere Erdbeer-Köche freuen sich auf euch.“ So steht es leicht augenzwinkernd auf einem Schild auf Karls Erlebnisdorf in Loxstedt geschrieben. Auch wenn man die Internetseite anwählt, poppt sofort dieser Hinweis auf.

Warum mitgebrachtes Essen auf so viel Ablehnung stößt

Sprich: Niemand möge sein Essen selbst mitbringen. Bei Karls gibt es schließlich mehr als genug Gerichte rund um die Erdbeere und darüber hinaus. Und nicht zuletzt ist der Eintritt zum Erlebnisdorf, das vor knapp einem Jahr eröffnet wurde, gratis.

Im Internet ist nun ein etwas bizarrer Streit über Leute entbrannt, die sich ihr Picknick mitbringen. In Sozialen Medien schimpfen Besucher heftig über andere Gäste, die eigenes Essen dabeihaben.

Die Vorwürfe stammen nicht vom Betreiber des Erlebnisdorfes

So hat eine Bremerhavenerin ein eigenes Text-Meme hergestellt und schreibt: „Essen und Trinken mit zu Karls nehmen und den ganzen Tag da rumschmarotzen, echt jetzt? Wie asozial kann man sein?“

Die Vehemenz des Vorwurfs überrascht. So schreibt eine Bremerhavenerin: „Das Gelände ist Privatgelände und der Betreiber muss überleben. Oder geht ihr auch ins Restaurant und bringt eure Stulle mit? Mittlerweile frage ich mich, wie dreist Menschen sein können.“

Andere schreiben: „Deren Park, deren Regeln. Halte dich dran oder lass es und bleib zu Hause“, „Geht gar nicht. Kostenlos parken, kostenloser Eintritt und dann Essen und Getränke mitbringen. Frech!“ oder „Ins Restaurant darf man auch nicht sein eigenes Essen und Trinken mitbringen. Das ist wie Schwarzfahren.“

Manche Besucher bei Karls stören sich nicht am Picknick

Manche Besucher sehen es entspannter. „Ich finde es bei den Preisen völlig legitim, etwas mitzunehmen. Gerade für Familien“, schreibt einer.

Andere wundern sich, dass sich manche Gäste so viele Gedanken über ihre Mitmenschen machen: „Ich wünschte, ich hätte so wenig Sorgen, dass ich das Konsumverhalten fremder Leute überwachen könnte. Leben und leben lassen.“

Ein Nutzer schreibt: „Wie viel Langeweile muss man haben, anderen auf den Teller zu schauen? Es sind hier nur selbst ernannte Sheriffs unterwegs. Seid doch froh, wenn ihr es euch leisten könnt.“

Ein Picknicker gibt sich zu erkennen und erläutert seine Gründe: „Wir sind so asozial, weil ich und unser Kleiner Zöliakie haben und die dort nicht sicherstellen können, dass an sich glutenfreie Lebensmittel nicht kontaminiert sind. Und ich finde den Post etwas daneben.“ Und: „Wenn man nicht viel Geld hat, finde ich das okay.“

„Ich kann mir vorstellen, dass viele Familien das nicht einfach so bezahlen können“, glaubt ein Besucher. Er empfiehlt daher als Kompromiss, sein Picknick im Auto zu essen.

Was denkt man bei Karls über die Diskussion ums Picknick?

Und was sagt man bei Karls zu dem Thema? „Wir nehmen keinen Eintritt und finden es gut, wenn die Besucher bei uns ein Eis essen. Wenn alle Leute ihr eigenes Essen mitbringen würden, könnten wir unsere Parks so nicht betreiben“, gibt Erdbeer-Chef Robert Dahl zu bedenken. Das gelte natürlich nicht für Wasser, Äpfel oder Reiskekse für Kinder.

Die ganze Diskussion hält er für übertrieben. „Ich verbringe viel Zeit auf unserem Hof in Rövershagen und erlebe dort sehr viele zufriedene Gäste“, so Dahl. Mitgebrachtes Essen sei eher ein Randthema. „Wir möchten da lieber mit Bitten arbeiten anstatt mit Verboten“, sagt er.

Von der Diskussion im Internet habe er bisher nichts mitbekommen. „Das ist etwas, was eher vom Internet oder den Medien bei den Haaren herbeigezogen wird“, sagt Dahl.

Darum ist der Internet-Streit nun zu Ende

Die Diskussion um das Picknick ist nun beendet. Nach drei Tagen hat eine Administratorin der Gruppe die Kommentarfunktion ausgeschaltet. „Ich mache jetzt mal zu. Diese Stimmung ist ja Mist“, schreibt sie. Damit ist es nun ruhiger um das Picknick geworden.

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