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Drochtersen

TBlütenfest: Warum ein Ferrari und ein Essensregal die Hingucker sind

Für die Oldtimer-Ausstellung ist das Drochterser Blütenfest überregional bekannt. Der Hobby-Oldtimer-Fahrer Holger Grote präsentiert seinen Alfa Romeo und erzählt von besonderen Fahrten.

Für die Oldtimer-Ausstellung ist das Drochterser Blütenfest überregional bekannt. Der Hobby-Oldtimer-Fahrer Holger Grote präsentiert seinen Alfa Romeo und erzählt von besonderen Fahrten. Foto: Meyer

Beim Blütenfest sahen die Besucher zwei Oldtimer, deren Besitzer tolle Geschichten erzählen. Es ging aber auch um ernste Themen. Was, wenn Drochtersen die Katastrophe trifft?

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Von Thies Meyer
Sonntag, 12.04.2026, 17:50 Uhr

Drochtersen. Ein silberner Stern glänzt und reflektiert die Sonne am Sonntag über Drochtersen ins Auge der Betrachter. Es ist der ikonische Mercedes-Stern eines Daimler Benz 170 S - ein Luxus-Auto aus der Nachkriegszeit und der Urvater der S-Klasse.

Mehr als 150 Oldtimer, ob Autos, Traktoren oder Motorräder, stehen auf dem Parkplatz der Elbmarschen-Schulen. Beim 21. Blütenfest in Drochtersen tummeln sich an dieser Station ab 10 Uhr morgens Schaulustige und Oldtimer-Fans. Dazu gehört Roland F.

Stader fährt mit seinem Ferrari von Stade bis nach Italien und zurück

Welcher Wagen Roland F. gehört, ist unverkennbar. Der Stader trägt eine schwarze Cap mit gelbem Wappen, in dem sich ein schwarzes Pferd aufbäumt. Unter seiner schwarzen Jacke trägt er ein rotes T-Shirt.

Ferrari hat es Roland F. angetan. Er steht vor seinem blauen 8-Zylinder Ferrari Dino 208 gt 4, den er sich 2019 zugelegt hat, eines von 842 Exemplaren. Sein Oldtimer läuft mit dem „kleinsten Ferrari-Motor den es je gab“. Mit seinem Ferrari erlebte der Stader eine „irre“ Reise, die er nie vergessen wird.

Das Blütenfest in Drochtersen in Bildern

Foto: Meyer

Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen.
Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen. Foto: Meyer

Foto: Meyer

Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen.
Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen. Foto: Meyer

Foto: Meyer

Eike Schmitts Einsatzgebiet: Wenn den Menschen im Landkreis Stade Katastrophen w...
Eike Schmitts Einsatzgebiet: Wenn den Menschen im Landkreis Stade Katastrophen wie Stromausfälle, Unwetter oder Engpässe durch Wirtschaftskrisen drohen. Foto: Meyer

Foto: Meyer

Holger Grotes nutzt seinen Alfa Romeo bei gutem Wetter als Cabrio.
Holger Grotes nutzt seinen Alfa Romeo bei gutem Wetter als Cabrio. Foto: Meyer

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Die Veranstalter haben beim 21. Blütenfest Glück mit dem Wetter - hier die St. J...
Die Veranstalter haben beim 21. Blütenfest Glück mit dem Wetter - hier die St. Johannis- u. Catharinen-Kirche. Foto: Meyer

Foto: Meyer

Hingucker sind auch Traktoren. „Das ist wie beim Essen: Das Beste kommt zuletzt“...
Hingucker sind auch Traktoren. „Das ist wie beim Essen: Das Beste kommt zuletzt“, sagt dieser Herr mit Schirmmütze, der seinen Ritscher einparkt. Foto: Meyer

Foto: Meyer

Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen.
Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen. Foto: Meyer

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Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen.
Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen. Foto: Meyer

Foto: Meyer

Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen.
Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen. Foto: Meyer

Foto: Meyer

Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen.
Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen. Foto: Meyer

Foto: Meyer

Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen.
Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen. Foto: Meyer

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Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen.
Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen. Foto: Meyer

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Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen.
Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen. Foto: Meyer

Foto: Meyer

Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen.
Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen. Foto: Meyer

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Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen.
Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen. Foto: Meyer

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Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen.
Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen. Foto: Meyer

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Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen.
Das war das 21. Blütenfest in Drochtersen. Foto: Meyer

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Für die Oldtimer-Ausstellung ist das Blütenfest überregional bekannt. Holger Gro...
Für die Oldtimer-Ausstellung ist das Blütenfest überregional bekannt. Holger Grote präsentiert seinen Alfa Romeo und erzählt von besonderen Fahrten. Foto: Meyer

2024 fuhr er die Neuauflage der Mille Miglia. Das historische Tausend-Meilen-Rennen ist heute eine 5000-Kilometer lange Rallye für Oldtimer. In Brescia, westlich des Gardasees, startete und endete die Fahrt und sie führte durch Rom. Dort sei sein Wagen eines der begehrtesten Fotomotive gewesen. „Ich habe damals meiner Freundin gesagt: Wenn ich für jedes Foto einen Euro bekommen hätte, hätten wir die Reise locker wieder rausgehabt“, sagt Roland F.

Im Ferrari von Roland F. aus Stade: Die Knöpfe links und rechts vom Lenkrad sind einem Piloten-Cockpit nachgeahmt.

Im Ferrari von Roland F. aus Stade: Die Knöpfe links und rechts vom Lenkrad sind einem Piloten-Cockpit nachgeahmt. Foto: Meyer

Am Kolosseum war der Wendepunkt für die Rückreise in die Lombardei. Der blaue Ferrari Dino 208 gt 4 vor einem der sieben Weltwunder: Kein Foto kann das für Roland F. toppen.

„Bisschen einen Vogel habe ich schon“

Auch Holger Grote aus Hüll hat ein Faible für Oldtimer - oder wie er es erklärt: „Bisschen einen Vogel habe ich schon.“ Er öffnet die Motorhaube seines roten 4-Zylinder Alfa Romeo Spider Veloce, den er sich vor circa 30 Jahren gekauft hat und der heute 25.000 bis 28.000 Euro wert ist. „Das ist ein Schönwetter-Auto, das ich hauptsächlich im Sommer fahre“, sagt Grote.

Holger Grote nutzt seinen Alfa Romeo bei gutem Wetter als Cabrio.

Holger Grote nutzt seinen Alfa Romeo bei gutem Wetter als Cabrio. Foto: Meyer

Mit seinem Roten fuhr er mehrmals die Niederelbe-Classics und zu Ausflügen nach Krautsand. „Der Fahrspaß und der Wind um die Nase“ faszinieren Grote, deswegen ist das Auto „unverkäuflich“. Das gemeinsame Highlight mit dem Alfa Romeo war die sogenannte Silvretta-Runde. Grote, der auch Jäger ist, blies bei einem Zwischenstopp auf dieser Fahrt durch die Alpen in sein Jagdhorn. Das durch die Berge hallende Echo bleibt ein Geräusch für die Ewigkeit.

Ein Regal als Signal: Aufklärungsarbeit des Katastrophenschutz

Auf dem großen Rewe-Parkplatz bummeln viele Besucher entlang der Imbissbuden oder über den Flohmarkt.

Immer wieder drängen sich Kinder an ein 3000-Liter-Becken. Sie werfen Tennisbälle in einen durchsichtigen Wasserschlauch und beobachten den Weg, bis der Tennisball wieder im Becken landet.

Der Himmelpfortener Dennis Lütje vom THW Ortsverband Stade und sein Team sensibilisieren mit solchen Mitmach-Aktionen für ihren Job: Es gebe nicht nur die Feuerwehr, sondern auch dieses unverzichtbare Ehrenamt, das zunehmend wichtiger werde, weil Krisen und Katastrophen zunehmen. Damit kennt sich auch Eike Schmitter aus.

Das Blütenfest macht Spaß. Schmitter hat den auch, doch in Drochtersen spricht er über den Ernst. Diese Stimmungslage gehört zu seinem Job. Er arbeitet hauptberuflich beim Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Stade.

Die Katastrophenvorsorge des Landkreises rät zu diesem Zehn-Tages-Vorrat, um sich für Wort-Case-Szenarien zu rüsten.

Die Katastrophenvorsorge des Landkreises rät zu diesem Zehn-Tages-Vorrat, um sich für Wort-Case-Szenarien zu rüsten. Foto: Meyer

Schmitter steht vor einem Regal, in dem Lebensmittel in Tüten, Dosen und Gläsern stehen. Zehn Tage könne ein Zweifamilienhaushalt mit dem Vorrat in diesem Regal überleben und so weit im Voraus sollte jeder für den Ernstfall vorgesorgt haben. Neben dem Regal stehen Wasserflaschen. Sein Tipp: Zwei Liter Wasser pro Person pro Tag - „nicht nur zum Trinken“ - sollte jeder Haushalt jederzeit parat haben. Ebenfalls empfiehlt er, sich mit Campingkocher, Powerbank oder Kurbelradio auf den Worst Case vorzubereiten.

Eike Schmitters Einsatzgebiet: Wenn den Menschen im Landkreis Stade Katastrophen wie Stromausfälle, Unwetter oder Engpässe durch Wirtschaftskrisen drohen.

Eike Schmitters Einsatzgebiet: Wenn den Menschen im Landkreis Stade Katastrophen wie Stromausfälle, Unwetter oder Engpässe durch Wirtschaftskrisen drohen. Foto: Meyer

Stromausfall, Wintersturm oder „Trump im Iran“: Menschen sollten nie davon ausgehen, dass alles gut gehe. „Es ist nicht die Frage, ob, sondern wann es passiert.“ Bei Katastrophenvorsorge hören Drochterser und Menschen, die nahe der Elbe wohnen, genauer hin.

Die Veranstalter haben beim 21. Blütenfest Glück mit dem Wetter - hier die St. Johannis- und Catharinen-Kirche.

Die Veranstalter haben beim 21. Blütenfest Glück mit dem Wetter - hier die St. Johannis- und Catharinen-Kirche. Foto: Meyer

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