TBuxtehude: Millionen fließen in den Feuerschutz
Gruppenfoto mit den Geehrten und Beförderten vor dem Gerätehaus der Ortsfeuerwehr Buxtehude (Zug I) im Westmoor mit Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt (rechts). Foto: Vasel
Nicht nur bei den Schulen muss Buxtehude in den nächsten Jahren kräftig investieren. Der Neubau von fünf Feuerwehrgerätehäusern ist im Gespräch. Los geht es mit Zug II.
Buxtehude. Im September 2025 hatte die Politik im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt- und Klimaschutz der Hansestadt Buxtehude bereits die Weichen für eine Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses von Zug II an der Moisburger Landstraße gestellt.
Neues Gerätehaus für die Feuerwehr
Südlich der Sportplätze und der B73 soll auf einem rund 10.000 Quadratmeter großen Grundstück ein neues Gerätehaus mit „mindestens sieben Stellplätzen“ entstehen, unterstrich Stadtbrandmeister Nils Krugmeier bei der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Buxtehude im Gerätehaus von Zug I im Westmoor.

Stadtbrandmeister Nils Krugmeister will den Neubau des Gerätehauses von Zug II vorantreiben. Foto: Vasel
Höchstwahrscheinlich werden an dem Standort in Altkloster/Eilendorf eher acht bis neun Stellplätze benötigt. Ein Grund: Bund und Land bauen den Katastrophenschutz aus. Auch in Buxtehude sollen Löschgruppenfahrzeuge (LF Kats) für den überörtlichen Brand- und Katastrophenschutz stationiert werden. Und auch ein Einsatzboot muss untergebracht werden. Wie teuer der Neubau wird, das ist offen. Das Feuerwehrgerätehaus Bützfleth mit sieben Stellplätzen kostete 2023 rund 4,5 Millionen Euro, für den Neubau der Ortsfeuerwehr Dollern an der Bundesstraße B73 bei Krümet werden 5,1 Millionen für 2026/2027 veranschlagt - bei sechs Stellplätzen.
Grundsteinlegung 2027 möglich
Eigentlich sollte in dieser Woche ein Workshop stattfinden, um unter anderem über den Bedarf an Stellplätzen und weiteren Räumlichkeiten - unter anderem für Ausbildung - zu beraten. Feuerwehr, Verwaltung und ein Planungsbüro sollen die Planung für den Neubau mit Waschhalle an der L141 vorantreiben.

Wimpel von Zug I und Zug II der Ortsfeuerwehr Buxtehude. Foto: Vasel
Witterungsbedingt wurde der Termin von den Planern aus Bayern abgesagt. Stellplätze sind das eine - weil der überörtliche Katastrophenschutz das Aufgabenspektrum erweitert. Hinzu kommt: Weil das Land Niedersachsen immer mehr Ausbildungsaufgaben an die freiwilligen Feuerwehren vor Ort delegiert, gibt es Bedarf für mehr Schulungsräume - letztlich für alle Ehrenamtlichen aus den acht Ortsfeuerwehren.
Das alte Gerätehaus am Eichholz in Altkloster erfüllt bekanntlich seit Jahren nicht mehr die Vorgaben der Feuerwehrunfallkasse. Stadtbaurätin Michaela Springhorn hatte im vergangenen Jahr betont, dass der Grundstein im Jahr 2027 gelegt werden könnte. Das Gerätehaus von 1975/1976 ist zu klein, Einsatzkräfte ziehen sich in der Fahrzeughalle um. Kontaminierte Einsatzkleidung gefährdet die Gesundheit der Ehrenamtlichen.
Buxtehude plant fünf Neubauten für Feuerwehr
Doch der Neubau für Zug II ist erst der Anfang. Auch in Daensen, in Ottensen, in Hedendorf und in Immenbeck müssen die Gerätehäuser ersetzt werden - wie bereits in Dammhausen. Letzteres hat 3,5 Millionen Euro gekostet (2025). Notwendig ist der Bau von Feuerwehrgerätehäusern mit zwei Stellplätzen, hieß es. Stadtbrandmeister Nils Krugmeier sieht die leeren Kassen. Er hofft, dass die (Landes-)Politik sich an Hessen ein Vorbild nimmt. Standardisierte Gerätehäuser könnten Zeit und Geld sparen.
Katastrophenschutz
T Nach dem Blackout in Berlin: Ist der Kreis Stade für so etwas gewappnet?
Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt lobte das Engagement. Rat und Verwaltung stünden hinter der Feuerwehr. Im vergangenen Jahr seien fünf Millionen Euro investiert worden, 2026 sollen es drei Millionen Euro sein. Es sei gelungen, die Feuerwehr im Dezember vor dem Rotstift zu schützen, sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit, Ordnung und Feuerschutz, Christian Krüger (SPD). Der stellvertretende Bürgermeister verwies auf die im Etat gesicherten 1,2 Millionen Euro für die Planung des Neubaus von Zug II.
Feuerwehr gut aufgestellt für Ernstfall
Stadtbrandmeister Nils Krugmeier und seine Vizes Mario Stöppeler und Jan Durhack sehen die Feuerwehr „gut aufgestellt“. Gemeinsam mit dem einstimmig im Amt bestätigten Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Buxtehude, Sebastian Hinsen, begrüßte er die Beschaffung eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs vom Typ HLF 20 für den Zug I in 2026. Es ist das zentrale Einsatzfahrzeug für Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung. Des Weiteren ist die Beschaffung von zwei baugleichen LF20 für Zug I beziehungsweise Zug II in der Pipeline. Hinzu kommen ein Boot und ein Einsatzleitwagen für Zug II. Im Jahr 2027 folgt ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) für die Ortsfeuerwehr Neukloster.

Einstimmig wiedergewählt wurde Buxtehudes Ortsbrandmeister Sebastian Hinsen. Foto: Vasel
Das Engagement in den Jugendfeuerwehren zahlt sich aus. 428 Aktive zählen die acht Wehren, 10 mehr als 2024; 150 davon stellt die Ortsfeuerwehr Buxtehude. 640 Einsätze zählt die Statistik 2025, das seien 90 mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei der Ehrung von Hauptlöschmeister Rainer Krusche, seit 50 Jahren in der Feuerwehr, erhoben sich alle von ihren Plätzen. Er engagiert sich auch bei den Ukraine-Hilfstransporten. Weitere gute Nachricht: Die Kinderfeuerwehr Buxtehude wird 2026 gegründet.

50 Jahre in der Feuerwehr: Kreisbrandmeister Henning Klensang ehrt Rainer Krusche. Foto: Vasel
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.