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Beachvolleyball

TBuxtehuderin gewinnt bei der Europameisterschaft zwei Mal Gold

Julia Kopf (Mitte) mit der Hand am Pokal. Die Buxtehuderin holte zwei EM-Siege in Prag.

Julia Kopf (Mitte) mit der Hand am Pokal. Die Buxtehuderin holte zwei EM-Siege in Prag. Foto: Schultz

Die Buxtehuderin Julia Kopf hat bei der Senioren-Europameisterschaft gleich zwei Mal zugeschlagen. Als favorisierte Sandspezialistin wie auch als Aushilfskraft in der Halle.

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Von Günther Schultz
Mittwoch, 10.06.2026, 04:55 Uhr

Buxtehude. Julia Kopf aus Buxtehude, Jahrgang 1985, hat bei den Europameisterschaften in Prag zweifaches Gold im Senioren-Volleyball gewonnen. Es sind ihre Goldmedaillen zwei und drei bei einem internationalen Wettbewerb.

Die sympathische Volleyballerin, von Freunden und Mitspielerinnen nur Jule genannt, war 2025 bereits Beachvolleyball-Weltmeisterin in der Altersklasse 34-39 Jahren geworden. Dafür wurde sie gerade von der Stadt Buxtehude bei der Sportlerehrung ausgezeichnet.

Gemeinsam mit ihrer Berliner Partnerin Romy Richter holte sie sich dieses Mal in Prag den Titel einer Europameisterin. Julia Kopf: „Als wir angetreten sind, lag natürlich Druck auf unseren Schultern – so als amtierende Weltmeisterinnen. Nicht zuletzt, weil die Erwartungen unseres Umfelds hoch waren.“

Hohe Belastung im Sand und durch Aushilfsjob

Außer der Familie gehörte dazu auch Physiotherapeut Jörn Schimkat, früher Physio bei den HSV-Fußballern und den Handballerinnen des Buxtehuder SV. Nachdem Schimkat im vergangenen Jahr zum Betreuerstab der Hallen-Volleyballerinnen gehörte, die in Spanien ebenfalls WM-Gold geholt hatten, ließ er sich diesmal vom Beach-Duo Kopf/Richter verpflichten.

„Die Ballwechsel im Sand waren teilweise lange umkämpft, die Hitze auf dem Beachfeld drückend, Kreislauf und Waden hatten zu kämpfen. Da ich auch noch beim Nationalteam im Hallenwettbewerb aushelfen musste, war die körperliche Belastung in der Turnierwoche nicht ohne“, zeigte sich Julia Kopf dankbar für Schimkats Unterstützung. „Die Physio-Einheiten haben deutlich zur Regeneration beigetragen.“

In den Hallen-Auswahlkader wurde sie berufen, weil dort kurzfristig bis zu drei Senioren-Nationalspielerinnen auf einmal ausgefallen waren und Kopf auf der Nachrückerliste des Deutschen Volleyball-Verbandes an Nummer 1 stand. „Meine Rolle als Frau in der Not war mir klar. Nach dem Sichtungslehrgang 2024 war ich eigentlich schon aussortiert. Ich hab danach noch ein Trainingslager mitgemacht, und wusste, mit welcher nationalen und internationalen Erfahrung ich mich da messen muss. Als ich im Endspiel der Altersklasse 34-47 gegen die Slowakei eingewechselt wurde, war das ein echter Gänsehautmoment.“

Julia Kopf hat am Sieg großen Anteil

Der erste Ball misslang, aber dann lief es für die Buxtehuderin. Das Team habe es ihr leicht gemacht, sich gut einzufinden. „Julia hat sich hervorragend in die Mannschaft eingebracht und uns mit ihrer Leistung sehr geholfen“, sagte Ü40-Kapitänin Susanne Maier. Dass es nach 0:1-Satzrückstand noch zu einem finalen 23:25, 25:21, 15:9-Erfolg über die spielstarken Slowakinnen und damit zu Gold reichte, hatte die deutsche Nationalmannschaft auch Julia Kopfs Abwehrstärke und ihrer Erfolgsquote im Angriff zu verdanken.

Auch im Beach-Finale hatte Kopfs Team im ersten Satz zunächst hinten gelegen, bevor die Stärken des Duos – der Aufschlag und das variable Angriffsspiel – den Erfolg brachten. Am Ende waren beide fast überrascht, doch noch deutlich gewonnen zu haben. Julia Kopf wurde erneut zur besten Spielerin (MVP) des Beachturniers gewählt.

Gemeinschaftsgefühl schöner als der Sieg an sich

Für Kopf, das betont sie, geht es aber nicht nur ums Gewinnen und um Titel. „Es ist die Liebe zum Sport, die Leidenschaft, das Gefühl, gemeinsam alles erreichen zu können. Als nach dem Hallen-Finale alle zum Gratulieren kamen, wir mit den anderen teilnehmenden Nationen einen Riesenkreis gebildet und alle gemeinsam gejubelt und gesungen haben, da kamen bei mir doch die Tränen. Was für ein Moment.“

Hallen-Bundestrainerin Renate Riek-Bauer plant jetzt fest mit der Buxtehuderin. „Dass Jule längere Zeit nur im erweiterten Nationalkader stand, ist nun Geschichte.“

Nach diesem Doppel-Gold ist Julia Kopf sicherlich auch 2027 wieder bei der Sportlerehrung der Stadt Buxtehude gesetzt.

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