T4:1 Führung verspielt - Harsefelder Coach sauer: „Habe keine Worte“
Harsefelds Trainer Nico Matern war nach Spielende fassungslos. (Archivbild) Foto: Archiv
A/O macht es gegen einen Abstiegskandidaten letztlich souverän. Tabellenführer D/A II schlägt gegen Stade in der Nachspielzeit zu. Harsefeld verspielt eine klare Führung.
Landkreis.
SV Ahlerstedt/Ottendorf - TSV Ottersberg 4:0
In einer temporeichen Anfangsphase erarbeitete sich A/O ein Chancenplus, das Enes Badur in eine Führung ummünzte (20.), anschließend war es ein Freistoß von Merten Hiller an den Pfosten, dessen Abpraller Justin Stiehl unglücklich über die eigene Linie drückte (31.).
„In der ersten Halbzeit haben wir sehr guten Tempofußball gespielt, Ottersberg wollte aber auch - anders als ein typischer Abstiegskandidat - mitspielen“, sagt Trainer Kevin Speer. „Das 3:0 war dann der Knackpunkt.“
Denn die Gäste kamen druckvoller aus der Kabine zurück, ehe sie den Ahlerstedtern doch den nötigen Raum zugestanden. Enes Badur machte nach Vorarbeit von Bruder Eren den Deckel drauf (68.), Diego Voigt Moreira sicherte sich mit einem strammen Schuss in der Folge einer Ecke das Schlusswort (86.). Die Spielvereinigung festigt damit vorerst den zweiten Platz.
Tore: 1:0 (20.) En. Badur, 2:0 (31., ET) Stiehl, 3:0 (68.) En. Badur, 4:0 (86.) Moreira.
Nächstes Spiel: VSK - A/O (Sa., 14. März, 15 Uhr)
SV Drochtersen/Assel II - VfL Güldenstern Stade 3:2
Dass ein Derby seine eigenen Gesetze hat, hat der Tabellenführer lange zu spüren bekommen. Am Ende setzte sich D/A II in Unterzahl aber doch durch und verpasste Stade direkt im ersten Spiel nach der Winterpause einen späten Wirkungstreffer.
Aber der Reihe nach: Zunächst lief für den Favoriten noch alles nach Plan, als Luca Daginnus nach einem weiten Einwurf die Kugel über die Linie drückte (8.). Dass Vorwochen-Doppelpacker André Ribeiro mit Verdacht auf einen Faserriss früh verletzt runtermusste, dämpfte den Schwung der Kehdinger allerdings.
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Stattdessen fand Stade den Zugang zur Partie und glich durch Matthias Lippek sehenswert aus (32.). Als Nick Dehde einen Konter mit einem groben Foulspiel auf Höhe der Mittellinie unterbrach, erlangte Stade sogar eine personelle Überzahlsituation (50.). Der VfL Güldenstern schlug nach einem Eckball eiskalt durch Raphael Hitzwebel zu und brachte den Ligaprimus an den Rand seiner dritten Saisonniederlage (73.).
„Wir sind All-In gegangen“, verrät D/A-Teamchef Benjamin Zielke. Drochtersen löste die Doppelsechs auf und lief an. „Wir haben uns am Ende für unseren Fleiß und die Mentalität belohnt.“
Einmal mehr führte ein Einwurf zum Ausgleich von Kevin Ingreso (89.), nach einem Konter verpasste Jan-Miklas Steffens den abstiegsbedrohten Stadern mit dem 3:2-Siegtreffer einen Stich ins Herz (90.+6).
„Es ist sehr ärgerlich, denn wir sind als Team aufgetreten, in dem jeder füreinander gearbeitet hat“, sagt Stades Trainer Matthias Quadt, dessen Team nur noch Endspiele vor der Brust hat. „Mit der Leistung sind wir sehr zufrieden, an der sich die Mannschaft nun auch in den nächsten Wochen messen lassen muss.“
Tore: 1:0 (8.) Daginnus, 1:1 (32.) Lippek, 1:2 (73.) Hitzwebel, 2:2 (89.) Ingreso, 3:2 (90.+6) Steffens.
Nächste Spiele: Stade - Bornreihe (Fr., 13. März, 19.30 Uhr), Ottersberg - D/A II (Fr., 13. März, 20 Uhr)
FC Heidetal – TuS Harsefeld 4:4
Als Jonathan Bondombe Simba die Harsefelder mit dem Anbruch der Schlussphase zum 4:1 schoss (76.), schien die Begegnung entschieden zu sein. Doch stattdessen schlug Kellerkind Heidetal über Standardsituationen zurück, weswegen Harsefeld nur einen unbefriedigenden Punkt mitnahm.
„Ich bin ehrlicherweise enttäuscht, extrem sauer und habe noch keine Erklärung dafür, wie wir das aus der Hand geben können“, sagt TuS-Coach Nico Matern. „Das darf uns nicht passieren und ist nicht verhandelbar.“
Tore: 0:1 (21.) Seepolt, 1:1 (36.) Wischmann, 1:2 (45.+2) Wilkens, 1:3 (70.) Benecke, 1:4 (76.) Bondombe Simba, 2:4 (78.) J. Horn, 3:4 (89.) Mollenhauer, 4:4 (90.+1, ET) Schumann.
Nächstes Spiel: TuS – Treubund (Sa., 14. März, 18.30 Uhr)

Harsefelds Trainer Nico Matern war nach Spielende fassungslos. (Archivbild) Foto: Archiv
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