Zähl Pixel
Fußball-Regionalliga

TD/A und der „Stabilisator“: Kreativ bleiben und dabei Saisonpremiere feiern

Luca Menke (Zweiter von links) und Nico von der Reith (vorne Mitte) stabilisieren die Abwehrkette immer besser.

Luca Menke (Zweiter von links) und Nico von der Reith (vorne Mitte) stabilisieren die Abwehrkette immer besser. Foto: Struwe (Archiv)

Setzt D/A seinen Lauf fort? Auswärts wartet am Freitagabend eine unangenehme Aufgabe. Der Trainer hat einen defensiven Wunsch. Helfen soll ein Neuzugang, der Anlaufzeit brauchte.

author
Von Jan Bröhan
11.09.2026, 16:50 Uhr

Drochtersen. Am Freitagabend (19.30 Uhr) will die SV Drochtersen/Assel beim SV Atlas Delmenhorst seinen überzeugenden 7:1-Sieg gegen den Eimsbütteler TV bestätigen und den dritten Sieg in Folge einfahren. „Das ist aber ein anderes Kaliber“, sagt Trainer Oliver Ioannou, der Aufsteiger habe eine „sehr unangenehme Spielweise“.

D/A erarbeitet sich langsam die Souveränität und Selbstverständlichkeit, die den eigenen Ansprüchen entsprechen. Die defensive Stabilität sei aber immer noch „das Thema“, wie Ioannou sagt. Dass diese ein einheitliches Thema darstellt und beim Pressing an vorderster Front sowie dem Gegenpressing in Umschaltmomenten beginnt, ist klar.

Im Fokus bei Gegentoren stehen aber meistens die Verteidiger. Luca Menke als Neuzugang und nach den schwerwiegenden Verletzungen der Führungsspieler Liam Giwah und Tjorve Mohr umso mehr.

Der Neue muss sich aber gedulden

„Luca ist ein absoluter Stabilisator“, sagt Ioannou vor dem jetzigen Spiel. Menke habe sich immer weiter gesteigert und sei ein reifer Spieler, so das Trainerlob.

Der 26-Jährige musste auf seine Chance aber warten. „Das war keine einfache Situation für mich“, gibt Menke zu. Nach dem knappen Weiterkommen im Pokal gegen Delmenhorst, als Menke in der Startelf stand und ausgewechselt wurde, saß er in den ersten beiden Ligaspielen auf der Bank.

D/A gewann knapp 2:1 gegen Phönix Lübeck und verlor 1:3 in Oldenburg. „Ich war fit, bin erfahren und wollte spielen - das ist mein Anspruch“, beschreibt Menke, der schon in vier verschiedenen Regionalliga-Staffeln spielte, seine Gefühlswelt.

Er bekommt seine Chance und muss grübeln

Dann setzt Ioannou auf Menke in der Startelf. Der Innenverteidiger, der bei seiner Vorstellung unter anderem für die gute Spieleröffnung gelobt wurde, machte seit dem dritten Spieltag alle Spiele über die volle Distanz.

„Ich habe meine Chance bekommen, aber leider hat nicht alles sofort geklappt“, sagt Menke. Das erste Spiel gegen Hannover 96 II verlor D/A. Auf den Sieg gegen den HSV II folgten das Pokal-Aus gegen Kickers Emden und die ganz bittere 0:1-Niederlage gegen Werder Bremen II.

„Ich komme dann ins Grübeln“, sagt Menke, „ich gehe nach solchen Spielen jede Szene noch mal durch.“ D/A habe „brutal ekelige Gegentore“ kassiert. Nach Standards findet Menke solche „noch ärgerlicher“.

Sein Fazit: „Im Grunde haben wir uns jedes Mal selbst geschlagen.“

In Delmenhorst soll es nun eine Saison-Premiere geben

„Wir wollen auch mal zu Null spielen“, sagt Ioannou. Das gelang D/A in dieser Saison noch nicht. Es wäre ein weiterer Schritt zur erwünschten Stärke.

Menke wünscht sich, dass D/A seine vielen Chancen schnellstmöglich nutzt und in Führung geht. „Das gibt auch der Defensive gleich mehr Stabilität“, sagt der Verteidiger.

Ioannou verweist auf „diese Momente“, bei denen D/A noch an seiner Fokussierung arbeiten muss. „Mehr als 50 Prozent unserer Gegentore haben wir nach Standards oder individuellen Fehlern bekommen“, so Ioannou. Das ist vermeidbar.

Christopher Schepp drehte im Pokal gegen Atlas Delmenhorst das Spiel, dieses Mal will D/A es souveräner machen.

Christopher Schepp drehte im Pokal gegen Atlas Delmenhorst das Spiel, dieses Mal will D/A es souveräner machen. Foto: Struwe (Archiv, nomo)

Delmenhorst, ist mit elf Punkten direkter Tabellennachbar von D/A, wird für die Drochterser kein Selbstgänger. „Sie suchen immer sofort die Tiefe und minimieren so Fehler in der eigenen Hälfte“, sagt Ioannou, zudem müsse sich D/A auf viele direkte und nickelige Zweikämpfe einstellen.

„Wir wollen aber weiter kreativ sein und viele Chancen kreieren“, sagt Ioannou. Menke sagt: „Wir wissen, was uns erwartet. Wir müssen unsere Zweikämpfe gewinnen.“

Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel