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Dorfgemeinschaft

TEin Ort für alle: Die ersten Pläne für das Schützenhaus Kakerbeck

Das Schützenhaus in Kakerbeck soll saniert werden.

Das Schützenhaus in Kakerbeck soll saniert werden. Foto: P. Meyer

Für die Dorfgemeinschaft soll das Schützenhaus Kakerbeck saniert werden. Mit einem weiteren Vorhaben könnte der Standort zu einem Mittelpunkt des Dorfes werden.

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Von Pauline Meyer
13.09.2026, 15:50 Uhr

Ahlerstedt. Das Schützenhaus in Kakerbeck ist in die Jahre gekommen: Sowohl das Dach als auch die Sanitäranlagen sind mittlerweile in einem schlechten Zustand. Und das, obwohl das Gebäude regelmäßig für Aktivitäten und Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft genutzt wird.

In der Bauausschusssitzung der Gemeinde Ahlerstedt war daher die Sanierung des Schützenhauses erneut Thema. Mehr als 80 Zuhörer warteten gespannt auf die Präsentation der ersten Entwurfsplanung für die Sanierung des Gebäudes. Diese wurde durch das Sittensener Architekturbüro „Klindworth Architekten + Ingenieure“ vorgestellt.

Ein Jahr lang wurden Pläne geschmiedet

Das Schützenhaus soll zu einem modernen und flexibel nutzbaren Gebäude werden, erklärt das Architektur- und Ingenieurbüro in seiner Entwurfsplanung. Es soll nach der Modernisierung sowohl für Vereine als auch für unterschiedliche Veranstaltungen zur Verfügung stehen. „Dieser Entwurfsplan ist das Ergebnis eines Jahres, in dem sich die Dorfgemeinschaft Gedanken gemacht und Ideen entwickelt hat“, erklärt Bürgermeister Uwe Arndt.

Für das Schützenhaus in Kakerbeck gibt es neue Pläne.

Für das Schützenhaus in Kakerbeck gibt es neue Pläne. Foto: P. Meyer

Was ist konkret geplant? Der Entwurfsplan der Fachleute sieht eine umfassende Sanierung und Erweiterung des Schützenhauses vor.

Dabei würde das Bestandsgebäude entkernt und gemeinsam mit dem Anbau im Innenraum einheitlich neu gestaltet werden. Das Dach würde zudem erneuert und die Außenwände aneinander angepasst werden. Das Konzept sieht auch eine Ertüchtigung des Schießstandes vor. Insgesamt würde die Nutzfläche des Schützenhauses auf 408 Quadratmeter und damit um rund 100 Quadratmeter ansteigen.

Kosten liegen höher als zunächst angenommen

Dass es sich bei der geplanten Maßnahme um eine freiwillige Aufgabe der Gemeinde Ahlerstedt handelt, machte Bürgermeister Uwe Arndt während der Sitzung deutlich. Dies sei nicht als selbstverständlich anzusehen, schließlich würden die veranschlagten Kosten in Höhe von etwa 1,15 Millionen Euro für die Gemeinde eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen.

Damit würden die Kosten etwas höher liegen als zunächst angedacht: Im Vorfeld rechnete man mit 800.000 bis eine Million Euro. „Wir lassen prüfen, ob ein Teilabriss günstiger ist als eine Sanierung“, so Arndt.

In den Kosten von 1,15 Millionen Euro sind noch nicht die Kosten für das Errichten einer Photovoltaikanlage auf dem Dach eingerechnet. Diese wird voraussichtlich auf der Hälfte des Daches erforderlich sein, denn seit Anfang 2025 gilt in Niedersachsen eine Pflicht für PV-Anlagen bei Dachsanierungen und Neubauten.

Hoffnung auf Fördermittel gibt es allerdings: Über das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) sind grundsätzlich Fördermaßnahmen möglich. In welcher Höhe diese Gelder beantragt werden können, steht derzeit allerdings noch nicht fest. Zunächst muss ein Bauantrag gestellt werden - der dauert seine Zeit. „Ziel der Gemeinde ist es, bis zum 30. September 2027 einen entsprechenden Förderantrag beim ArL zu stellen“, so Uwe Arndt. Alles andere sei zeitlich unrealistisch. „Wir wollen kein Chaos.“

Synergien nutzen: Hier könnten sich Jung und Alt treffen

Warum es so wichtig ist, einen Ort für die Dorfgemeinschaft zu schaffen, unterstreicht Uwe Arndt: „Es braucht ein Angebot für alle Generationen, um die Orte attraktiv zu halten.“ In jedem Dorf brauche es mindestens einen kulturellen Versammlungspunkt, betont er.

Um Synergieeffekte zu nutzen, sei eine Idee, das Feuerwehrgerätehaus direkt neben das Schützenhaus zu verlegen. Das Gebäude am derzeitigen Standort der Feuerwehr Kakerbeck ist in die Jahre gekommen und entspricht den heutigen Anforderungen nicht mehr - sowohl energetisch als auch in Sachen Bausubstanz. Vor allem ist das Gebäude aber zu klein. Es wird ein zweiter Stellplatz für ein Feuerwehrfahrzeug benötigt. Mit Schützen- und Dorfgemeinschaftshaus sowie der Feuerwehr könnte so ein Mittelpunkt für den Ort entstehen, so Arndt.

Das Feuerwehrgerätehaus in Kakerbeck ist in die Jahre gekommen.

Das Feuerwehrgerätehaus in Kakerbeck ist in die Jahre gekommen. Foto: P. Meyer (Archiv)

Zuständig für die Feuerwehren ist die Samtgemeinde Harsefeld, die derzeit daran arbeitet, ein auf viele Standorte übertragbares Muster-Feuerwehrgerätehaus zu erstellen.

Ein Teil des Grundstücks, das für den Bau in Kakerbeck nötig wäre, gehört bereits der Samtgemeinde. Für den Ankauf weiterer Flächen sei seitens des Eigentümers bereits Bereitschaft signalisiert worden, erklärt Uwe Arndt. Bis es so weit ist, dauert es allerdings noch: Zunächst sind die Feuerwehren in Brest, Ahrensmoor und Ottendorf an der Reihe.

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