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Landkreis Stade

TEinschulung: Bekannte Gesichter aus dem Kreis Stade erinnern sich

Tag der Einschulung (von links): Landrat Kai Seefried, Sänger Michael Schulte und Schauspielerin Klara Lange.

Tag der Einschulung (von links): Landrat Kai Seefried, Sänger Michael Schulte und Schauspielerin Klara Lange. Foto: privat

Hätten Sie sie erkannt? Sänger Michael Schulte, die Schauspielerin Klara Lange, Profi-Kicker Marnon Busch und andere Promis aus dem Landkreis öffnen ihr Familienalbum fürs TAGEBLATT.

Von Redaktion 15.08.2026, 05:50 Uhr

„Die Klotschen waren das Größte“: Rike Feil, Bürgermeisterin von Balje

Baljes Bürgermeisterin Rike Feil mit ihrer kleinen Schultüte.

Baljes Bürgermeisterin Rike Feil mit ihrer kleinen Schultüte. Foto: privat

Für Rike Feil begann 1981 die Schulzeit. Die Familie war gerade auf einen neuen Hof gezogen und fast jede freie Minute verbrachte sie damit, Haus, Stall und Hof herzurichten. „Wir Kinder waren bescheiden und glücklich und fühlten uns schnell zu Hause“, so Feil.

Rike Feil heute.

Rike Feil heute. Foto: Rike Feil

Bei Steudel in Stade durfte sie sich einen Ranzen und eine Schultüte aussuchen. „Ich entschied mich ganz bewusst für eine kleine. Mehr brauchte ich nicht“, so die heutige Baljerin. Beim Ranzen wählte sie den blauen. „Meine Großeltern schenkten mir das Kleid und die Klotschen (Holzschuhe), die waren das Größte.“

Ihre erste Klassenlehrerin erinnert sie als großherzig und freiheitsdenkend. „Ich weiß nicht, wie oft wir das Lied ‚Die Gedanken sind frei‘ gesungen haben. Vielleicht war es genau diese Haltung, die sie uns mitgeben wollte und dass es das größte Glück ist, so leben zu dürfen.“

Ein rotes Telefon als Highlight: Harsefelds Samtgemeindebürgermeisterin Ute Kück

Harsefelds Samtgemeindebürgermeisterin Ute Kück wurde 1971 an der Grundschule in Oldendorf eingeschult.

Harsefelds Samtgemeindebürgermeisterin Ute Kück wurde 1971 an der Grundschule in Oldendorf eingeschult. Foto: privat

Ute Kück wurde im Jahr 1971 an der Grundschule in Oldendorf eingeschult. An das, was sich in ihrer rot-geringelten Schultüte befand, erinnert sie sich genau: „In meiner Schultüte waren ein Federmäppchen und Süßigkeiten. Insbesondere Kinderschokolade, die ich so gerne mochte.“

Ute Kück heute.

Ute Kück heute. Foto: Sina Schuldt/dpa

Von ihrem Einschulungstag weiß Ute Kück noch, dass Spielsachen auf den Tischen im Klassenzimmer verteilt lagen. „Mir hat am besten ein rotes Telefon gefallen, mit dem ich dann erst einmal gespielt und telefoniert habe“, erzählt Ute Kück. „Das war mein Highlight.“

„Eine liebevoll gepackte Schultüte“: Landrat Kai Seefried

Kai Seefried zu seiner Einschulung im Sommer 1984 im heimischen Garten.

Kai Seefried zu seiner Einschulung im Sommer 1984 im heimischen Garten. Foto: Mama

„Ehrlicherweise habe ich mich in meiner Erinnerung am meisten gefreut, als ich am Nachmittag wieder bei meinen Eltern zu Hause war“, sagt der Landrat des Landkreises Stade. Der Alltag an der Grundschule in Assel habe auch bei ihm Zeit zum Ankommen und Verstehen gebraucht.

Kai Seefried heute.

Kai Seefried heute. Foto: Christian Schmidt

Für Kai Seefried bleibt die Erinnerung an die Mitschülerinnen und Mitschüler und eine tolle Gemeinschaft. Zum Teil mit Freundschaften, die bis heute bestehen und auf den ersten Schultag zurückgehen.

„Ich erinnere mich an eine von meinen Eltern liebevoll gepackte Schultüte. Neben Süßigkeiten waren auch Playmobil-Figuren in der Tüte. Nach meiner Erinnerung Cowboy und Indianer.“ Seefried war als Kind großer Playmobil-Fan und hat auch viel draußen gespielt. „Mitunter finden meine Eltern heute noch bei der Gartenarbeit die ein oder andere Figur wieder“, sagt er.

Familienfeier mit Torte und Schnittchen: CDU-Landtagsabgeordnete Melanie Reinecke

1985, mit fünf Jahren, wurde Melanie Reinecke an der Schule Osterbrook in Hamburg-Hamm eingeschult. „Das große Schulgebäude und die vielen Menschen machten mir anfangs Angst“, sagt sie.

Melanie Reinecke aus Stade, heute CDU-Landtagsabgeordnete, bei ihrer Einschulung.

Melanie Reinecke aus Stade, heute CDU-Landtagsabgeordnete, bei ihrer Einschulung. Foto: Privat

„Meine schönste Erinnerung ist die anschließende Familienfeier zu Hause mit Kaffee, der Torte und den Schnittchen meiner Oma. Unvergessen bleibt auch der gemeinsame Kauf meines ersten Schulranzens.“

Melanie Reinecke heute.

Melanie Reinecke heute. Foto: Sören Schult

In Reineckes Schultüte waren eine Federtasche, ein Sportbeutel – beides passend zum Schulranzen – und der damals übliche Gymnastikanzug. „Besonders gefreut habe ich mich über einen kleinen Wäschekorb und eine Mini-Sporttasche, die beide mit Kaubonbons gefüllt waren, sowie über eine Tüte mit Barbie-Zubehör.“

„Ich war super aufgeregt“: Sänger Michael Schulte

Sänger Michael Schulte wurde 1996 in der Sønderbrarup Danske Skole in Dänemark eingeschult.

Sänger Michael Schulte wurde 1996 in der Sønderbrarup Danske Skole in Dänemark eingeschult. Foto: privat

Sänger Michael Schulte wurde 1996 in der Sønderbrarup Danske Skole in Dänemark eingeschult. Was in seiner Schultüte war, weiß er nicht mehr genau.

Michael Schulte heute.

Michael Schulte heute. Foto: Christian Charisius/dpa

„Ich war natürlich super aufgeregt, aber auch voller Vorfreude. Es war sehr sonnig und ich fand’s toll“, sagt er.

„Ein großer Schritt für mich“: Marnon Busch

Fußball-Profi Marnon Busch wurde 2001 in der Grundschule im Stader Ortsteil Hagen eingeschult.

Fußball-Profi Marnon Busch wurde 2001 in der Grundschule im Stader Ortsteil Hagen eingeschult - bei Frau Deichsel, wie er sich erinnert. Foto: privat

Heute spielt Marnon Busch als Profi für den 1. FC Heidenheim in der 2. Fußball-Bundesliga. 2001 wurde er in der Grundschule im Stader Ortsteil Hagen eingeschult - bei Frau Deichsel, wie er sich erinnert. „Das war für mich ein echt cooler Tag, da ich gemeinsam mit all meinen Freunden in die erste Klasse gekommen bin“, sagt er.

Marnon Busch heute.

Marnon Busch heute. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Zugleich habe er damals gemerkt, dass er nun nicht mehr den ganzen Tag spielen und tun durfte, worauf er Lust hatte. „Das war ein großer Schritt für mich“, sagt er. Dennoch blickt er positiv auf die Schulzeit zurück, auf spannende Ausflüge und die vielen Menschen, die er damals kennenlernte.

Ein kurioser Zufall: Gastronom und Disco-Betreiber Hendrik Teetz

Gastronom und Disco-Betreiber Hendrik Teetz mit einer Schultüte in den Händen.

Die Lieblingsfächer von Gastronom und Disco-Betreiber Hendrik Teetz waren Sport und Musik. Foto: Teetz

Der Buxtehuder Gastronom und Disco-Betreiber Hendrik Teetz wurde am 17. August 1981 eingeschult. Bei der Suche nach einem Einschulungsfoto stießen er und seine Mutter auf einen kuriosen Zufall. Es ist nicht das erste Mal, dass er als Schulanfänger im TAGEBLATT auftaucht. Zu dem Einschulungstag gibt es einen Zeitungsartikel mit einem Foto, auf dem er zu sehen ist.

Hendrik Teetz heute.

Hendrik Teetz heute. Foto: Weselmann

Sein erster Klassenlehrer war Detlef Grube, den er besonders gut fand. Noch heute freut Hendrik Teetz sich, wenn ihm der ehemalige Lehrer ab und an in der Stadt über den Weg läuft und sie einander grüßen. Seine Lieblingsfächer waren Sport und Musik. Überhaupt sei er gern zur Schule gegangen, sagt der Buxtehuder.

Nach dem Inhalt der Schultüte gefragt, muss er passen. Aber die Mutter weiß noch, dass darin neben Süßigkeiten und Stiften seine erste Uhr auf ihn wartete. Die Einschulung wurde in der Halepaghen-Aula gefeiert, im Anschluss ging es dann in die Klassenräume am Rotkäppchenweg. Und wie heute gab es vorab noch einen Einschulungsgottesdienst in der St.-Petri-Kirche.

In Erinnerung geblieben sind Hendrik Teetz vor allem die Spiele wie „Gulli-Hüpfen“ oder „Himmel und Hölle“. Gleiches gilt für den Schulweg mit den immer gleichen Gefährten. „Damals gab es noch kurz vor der Schule mitten im Wohngebiet eine Esso-Tankstelle, wo man sich wie im Freibad Süßigkeiten einzeln kaufen konnte. Highlight waren die Leckmuscheln und Brausepulver-Würfel“, erzählt Teetz.

„Das wird ein cooles erstes Schuljahr“: Klara Lange

Schauspielerin Klara Lange wurde 2004 in der Rosenborn-Schule in Harsefeld eingeschult. Sie erinnert sich an eine große Begrüßungsveranstaltung in der Aula.

Schauspielerin Klara Lange wurde 2004 in der Rosenborn-Schule in Harsefeld eingeschult. Sie erinnert sich an eine große Begrüßungsveranstaltung in der Aula. Foto: Lange

Die Harsefelder Schauspielerin wurde 2004 in der Rosenborn-Schule in Harsefeld eingeschult. „Es gab eine große Begrüßungsveranstaltung in der Aula, in der die älteren Schülerinnen und Schüler für uns gesungen haben. Das war sehr aufregend damals. Und dann haben wir unsere damalige Klassenlehrerin Frau Bünning kennengelernt, und ich erinnere mich, wie freundlich und strahlend die gelächelt hat - da wusste ich: das wird ein cooles erstes Schuljahr.“

Klara Lange heute.

Klara Lange heute. Foto: Brainpool/Michael Kötschau

⁠Genau kann sich Klara Lange nicht mehr daran erinnern. Aber so wie ich meine Eltern kenne: ein bisschen Süßkram und kleine schöne Überraschungen für den perfekten Schulstart.“

Ungesundes und ein verhasstes Kleid: Ex-BSV-Handballerin Stefanie Melbeck

Stefanie Melbeck wurde1983 in Nenndorf eingeschult. „Der Tag war sehr aufregend“, erinnert sich die ehemalige Handballerin des Buxtehuder SV. 

Stefanie Melbeck wurde1983 in Nenndorf eingeschult. „Der Tag war sehr aufregend“, erinnert sich die ehemalige Handballerin des Buxtehuder SV. Foto: privat

Die ehemalige Handballerin des Buxtehuder SV (271 Spiele) wurde 1983 in Nenndorf eingeschult. Begleitet wurde sie von ihrer Oma Frieda Maria, ihrer Mutter Ursel und ihrer Schwester Christiane.

Stefanie Melbeck.

Stefanie Melbeck. Foto: Archiv

„Der Tag war sehr aufregend“, erinnert sie sich, unter anderem, weil sie eine Schultüte mit „viel Ungesundem“ stemmen und ein neu gekauftes Kleid tragen musste. „Ich hasste Kleider - Hosen zum Toben waren mir lieber. Aber was tut man nicht alles, um zu gefallen“, sagt Melbeck.

„Schule und ich haben nicht so richtig harmoniert“: Andreas Viebrock

Andreas Viebrock wurde im Jahr 1962 eingeschult.

Andreas Viebrock wurde im Jahr 1962 eingeschult. Foto: privat

Der Harsefelder Unternehmer wurde 1962 eingeschult. „Damals hatten wir noch sogenannte Kurzschuljahre“, erklärt Andreas Viebrock. Die Einschulung war - anders als heutzutage im Spätsommer - im April. „Begonnen haben wir in der ‚alten Volksschule‘ in der Schulstraße, da hatte ich einen sehr kurzen Schulweg. Ab 1963 zogen wir dann in den Neubau am Rosenborn.“

Andreas Viebrock heute.

Andreas Viebrock heute. Foto: Fehlbus

An den Einschulungstag selbst hat Andreas Viebrock keine besonderen Erinnerungen.

„Ich hatte schon immer viele kreative Ideen, die irgendwie nicht immer auf die Begeisterung der Lehrer gestoßen sind“, erklärt er. „Daher haben Schule und ich nicht so richtig harmoniert.“ Schöne Erlebnisse in Verbindung mit der Schule kommen ihm daher heutzutage eher weniger in den Sinn. An etwas Schönes erinnert er sich dennoch - an den Inhalt seiner Schultüte: „Eine Uhr und Süßigkeiten.“

Windpocken durchkreuzen das Schulfoto: Ex-Bürgermeisterin Silvia Nieber

Die frühere Stader Bürgermeisterin Silvia Nieber wurde 1966 in Jeddingen/Visselhövede eingeschult.

Die frühere Stader Bürgermeisterin Silvia Nieber wurde 1966 in Jeddingen/Visselhövede eingeschult. Foto: privat

Die ehemalige Stader Bürgermeisterin verknüpft ihre Einschulung in Jeddingen/Visselhövede (Landkreis Rotenburg) nicht unbedingt mit schönen Erinnerungen. Sie war im Sommer 1966 nämlich an Windpocken erkrankt und durfte - obwohl die Pocken kaum noch zu sehen waren - nicht mit aufs gemeinsame Schulfoto.

Silvia Nieber heute.

Silvia Nieber heute. Foto: Stehr

„Ich habe das Ganze aus dem Auto beobachtet. Damit es überhaupt ein Foto gab, durfte ich wohl hinterher kurz aussteigen“, sagt Silvia Nieber. Ein eigenes Auto habe die Familie übrigens nicht gehabt, es war von einer Freundin der Mutter geliehen. Silvia Niebers Vater war nicht dabei, er musste arbeiten. Auch eine große Feier habe es nicht gegeben.

Was in der Schultüte war, weiß Silvia Nieber nicht mehr. An etwas anderes erinnert sie sich aber gut: „Ich trug schon als kleines Mädchen meine Haare am liebsten kurz.“

Naschis und ein Jo-Jo: Landfrau Birgit Dammann-Tamke

Birgit Dammann-Tamke mit Dackeldame Sissi am Einschulungstag 1972.

Birgit Dammann-Tamke mit Dackeldame Sissi am Einschulungstag 1972. Foto: privat

Die Vorsitzende der Harsefelder Landfrauen wurde 1972 in der Grundschule Bartelsdorf in der Gemeinde Scheeßel eingeschult. „Meine Mutter hat mich zur Schule begleitet. Eine Feier oder Verwandtenbesuch gab es damals nicht“, sagt Birgit Dammann-Tamke.

Birgit Dammann-Tamke heute.

Birgit Dammann-Tamke heute. Foto: Stehr

Schön sei gewesen, dass sie als jüngstes Kind nun auch zu den „Großen“ gehören sollte. Ihr Schulweg führte 2,5 Kilometer mit dem Fahrrad entlang der Landstraße ins Nachbardorf. „In meiner Schultüte befand sich neben allerlei Naschereien auch ein Jo-Jo-Spielzeug.“

Hinweis: In einer vorherigen Artikelfassung stand, dass Klara Lange 2014 eingeschult wurde. Dies wurde korrigiert.

Von Björn Vasel, Lars Strüning, Daniel Berlin, Lena Stehr, Thomas Sulzyc, Fenna Weselmann, Tim Scholz, Thies Meyer, Rebecca Haardt und Susanne Helfferich

Tag der Einschulung (von links): Landrat Kai Seefried, Sänger Michael Schulte und Schauspielerin Klara Lange.

Tag der Einschulung (von links): Landrat Kai Seefried, Sänger Michael Schulte und Schauspielerin Klara Lange. Foto: privat

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