TEr verkörpert die neue Dynamik im D/A-Spiel - mit Erfahrung und Ehrgeiz
Der hochgelobte Neuzugang Dominique Ndure wurde im dritten Testspiel geschont. Foto: Joerg Struwe
Beim Saisonhöhepunkt war er für D/A noch der Spielverderber. Nun will er mit seiner Dynamik den amtierenden Vizemeister noch stärker machen. Dieser Neue hat schon überzeugt.
Drochtersen. Angesprochen auf Dominique Ndure verweist Sportdirektor Sören Behrmann auf das verlorene Niedersachsenpokal-Finale gegen den SSV Jeddeloh, um eine Stärke des 26-jährigen Neuzugangs hervorzuheben: die dynamischen Tiefenläufe.
Ndure eroberte so einen Ball und erzielte sogleich ein Tor gegen D/A. Ndure bringe „alles mit“, so Behrmann, fußballerisch sowieso. „Und auch mit seiner Mentalität wird er uns weiterhelfen“, sagt Behrmann.
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Im Testspiel am Samstag gegen den Oberligisten Victoria Hamburg (4:0) schont Trainer Oliver Ioannou Ndure. Am Freitag, beim 5:0 gegen Oberligist FC Süderelbe, gehörte Ndure der Startelf an, die mit Powerplay schon zur Pause 4:0 führte.
„Er ist unglaublich athletisch und dynamisch“, sagt Ioannou. Ndure habe in kürzester Zeit seinen „Mehrwert“ für die Mannschaft bewiesen. Er habe eine gute taktische Ausbildung, mit gutem Umschaltspiel, zudem sei er technisch stark.
Zum Fußball gehören Veränderungen dazu
Als Ndure mit Jeddeloh gegen D/A das Pokalfinale gewann, hatte er natürlich schon Kontakt zu seinem zukünftigen Verein. Der Wechsel stand aber noch nicht fest. „Dafür spielt man Fußball - um Titel zu gewinnen“, sagt Ndure, so ein Pokalsieg sei „ein schönes Gefühl“.
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Mit dem FC Teutonia 05 Ottensen hatte er auch schon den Hamburger Pokal gewonnen. Mit beiden Pokalsiegern spielte beziehungsweise spielt Ndure aber nicht im DFB-Pokal, weil er zur neuen Saison gewechselt ist. „Es wäre cool gewesen, klar“, sagt Ndure über die möglichen DFB-Pokalspiele, „aber Veränderungen gehören zum Fußball dazu.“
Abschiede seien immer schwer, sagt Ndure. Der jetzige vom SSV Jeddeloh sei besonders schwer gewesen. „Das war eine sehr familiäre Truppe, wir passten gut zusammen“, sagt Ndure. Hinzu kam, dass der Pokalsieger auch in der Saison als Tabellenvierter die Überraschungsmannschaft war. „Damit hat keiner gerechnet“, sagt Ndure. Er hatte maßgeblichen Anteil.
Die ambitionierten Ziele reizen ihn
Die „Vorfreude“ auf D/A überwog dann aber schnell, sagt Ndure. Die Ambitionen des Vereins reizen ihn. „Das ist eine Top-Truppe“, sagt Ndure, er sei „super aufgenommen“ worden und fühlte sich sofort wohl. Dass er schon einige aus der Mannschaft von früher kannte, habe den Einstieg noch leichter gemacht.
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Ndure hat schon einige Stationen hinter sich und bringt entsprechend Erfahrung mit, zudem großen Ehrgeiz, sagt Ioannou. „Genau diesen Spielertyp haben wir gesucht.“ Ndure habe Drittliganiveau, sagt Behrmann.
Ausgebildet wurde Ndure, der in Bremen aufgewachsen ist, ab der U14 beim VfB Oldenburg. Von 2020 bis 2022 spielte er bei Holstein Kiel. „Ein halbes Jahr war ich da nur bei den Profis, das hat mich in meiner Entwicklung und Einstellung sehr geprägt“, sagt Ndure. Anschließend spielte er mit dem VfB Oldenburg in der 3. Liga. Es folgten Stationen in der Regionalliga bei Teutonia Ottensen, dem SV Rödinghausen und Jeddeloh.
Er möchte seine Erfahrungen weitergeben und helfen
Mit D/A will Ndure die 3. Liga realisieren. „Da fängt der Profifußball an“, sagt er, alles sei noch schneller, jeder sei individuell besser und das Fernsehen ist immer dabei.
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Er will mit seiner Mentalität punkten. „Ich bringe immer 100 Prozent“, sagt er. Privat sei er eher der ruhige Typ. „Ich bin sehr familiär“, sagt Ndure. Seine Freizeit verbringe er mit der Familie und Freunden.
Zudem hat er in Bremen eine Fußballschule für Kinder. „Ich möchte meine Erfahrungen weitergeben und auch vermitteln, was neben dem Platz zählt“, sagt Ndure.

D/A hat seine bisherigen Testspiele alle gewonnen, Trainer Oliver Ioannou ist „grundsätzlich einverstanden“, kritisiert aber die behäbigen Phasen während der Spiele. Foto: Joerg Struwe
Der jetzige Konkurrenzkampf werde D/A guttun, meint Ndure. „Jeder muss jeden Tag liefern, das wird uns insgesamt stärken.“ Den größten D/A-Konkurrenten sieht Ndure in seinem Ex-Club VfB Oldenburg, mit Abstrichen zählt er noch Phönix Lübeck dazu. Das ist am 1. August gleich der erste Gegner von D/A im Kehdinger Stadion.

Neuzugang Sean Busch erzielte gegen Süderelbe und Victoria Hamburg jeweils zwei Tore. Foto: Joerg Struwe
Die Vorbereitung läuft gut. Die bisherigen Ergebnisse stimmen. Es gibt aber auch Kritikpunkte. Ioannou war gegen Süderelbe nur mit der ersten Halbzeit zufrieden, gegen Victoria erst mit der zweiten. „In den anderen Halbzeiten fehlte die Dynamik und Power“, sagt der Trainer, die vielen Wechsel seien keine Entschuldigung. „Jeder soll sich zeigen wollen“, sagt Ioannou.
Ndure hat schon überzeugt.
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