TErste Herausforderung geschafft: Der VfL Stade hat sich neu aufgestellt
Der VfL Stade geht mit neuem Trainer ins Rennen und muss einen Umbruch stemmen. Foto: Joerg Struwe
Wer kommt, wer bleibt, wer geht beim Regionalligisten VfL Stade? Eine Suche gestaltete sich kompliziert. Das ist das neue Team vom neuen Cheftrainer Adria Martin.
Stade. „Die Verträge sind gemacht“ heißt es im Song „Freiheit“ bei Marius Müller-Westernhagen. Die im Basketball üblichen einjährigen Verträge für die neue Regionalliga-Saison des VfL Stade sind unterzeichnet. Damit besteht Klarheit, mit welchem Kader der neue Cheftrainer Adria Martin an den Start gehen wird.
Nach schwieriger Suche fündig geworden
Lange fehlte dem VfL allerdings ein Center. „Es gab eine Reihe von Gesprächen, Probetrainings und auch Angebote von Spielervermittlern, aber es war noch kein Akteur nach unseren Vorstellungen dabei“, erklärte Manager Thomas Bolz die schwierige Lage bezüglich der Position und auf dem Markt.

Das ist das neue Team: Marvin Boadu, Pearse Uniacke, Daniel Selck, Luca von Thun, Robert Heise (h.v.l)Tobias Drochner, Bruno Müsing, Lorik Guri, Hendrik Winkelmann, Rephael Edward (2.R.h.v.l)Christian Cook, Bennett Spree, Armand Junior Deumi Simo, Nil Angelats, Gbenga Hansen (3.R.h.v.l)Peri Kinder, Adrià Martín (Head Coach), Rudi Steinkamp, Franziska Kinder, Thomas Bolz (v.v.l.) Foto: Joerg Struwe
Erschwert wird eine solche Center-Suche durch die Regelung, dass in jedem Team nur ein Nicht-Europäer auflaufen darf. Bisher spielte der gebürtige Türke Kerem Baysalli auf diesem Ticket, der aber zu den Hertener Löwen in die ProB gewechselt ist.
Fündig wurde der VfL letztlich dennoch auf dem komplizierten Markt: mit Pearse Uniacke, knapp 2,04 Meter groß. Der spielte zuletzt in Spanien, wohin der VfL noch immer gut vernetzt ist, so Bolz. Uniacke kommt eigentlich aus Kalifornien, hat aber irische Wurzeln - und erfüllt so alle Bedingungen.
Diese Neuen verstärken den VfL Stade
In der neuen Spielzeit wird der Amerikaner Cook die Ausländer-Position mit der Trikotnummer 3 innehaben. Der 24-jährige Guard soll die Nachfolge von „Itu“ antreten und flog aus Australien ein, wo er bis zum 18. Juli für die Albury Wodonga Bandits auf hohem Niveau in der NBL1 East spielte. Der in Oklahoma City/USA geborene Akteur schloss sein Studium im vergangenen Jahr in New Mexico ab und machte mit seinen 1,88 Metern im Durchschnitt 21 Punkte pro Spiel.
Neu im Team ist auch Rephael Edwood von Eintracht Frankfurt. Der 19-jährige Hesse soll als Power Forward den Abgang von Adrian Bergmann kompensieren, der beim VfL jetzt als Athletiktrainer neben seiner Physiotherapeuten-Ausbildung (u.a. bei den Oberliga-Fußballern von Drochtersen/Assel II) tätig sein wird.
Vom Liga-Rivalen aus Rendsburg kam Gbenga Hansen. „Ich bin mit Robert Heise befreundet und suchte nach 14 Jahren im Verein nach einer neuen Herausforderung“, so der 24-Jährige, der im Wintersemester seine Bachelor-Arbeit in Bildungswissenschaften abgeben will. Nun möchte er wieder gemeinsam mit seinem Kumpel aus Schleswig-Holstein erfolgreich sein.
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Armane Junior Deumisimo spielte zunächst bei Rot-Weiß Essen Fußball, ehe der ausgebildete Mechatroniker seine Liebe zum Basketball entdeckte. Der 21-jährige Shooting Guard, von allen nur „Junior“ genannt, bringt Erfahrung aus der Regionalliga West mit.
Verletzter Routinier will schon bald angreifen
Eine weitere Saison werden sich Nil Angelats, Marvin Boadu, Tobias Drochner, Luca von Thun, Bruno Müsing und der aktuell noch mit einem Mittelfußbruch verletzte Daniel Selck das VfL-Trikot überstreifen. Aus der Jugend wagen Hendrick Winkelmann und Lorick Guri den Sprung in die 1. Herren.
Routinier Robert Heise kuriert seinen Kreuzbandriss aus. „Ich gehe davon aus, dass ich noch vor Weihnachten wieder ins Geschehen eingreifen kann“, zeigt sich der 25-Jährige optimistisch, der gerade am Master-Abschluss sitzt und ab 1. November dann einen Vollzeitjob antritt.
Bennet Spree kam erst in der zweiten Saisonhälfte an die Schwinge und fühlt sich sehr wohl. Der agile Wirbelwind hielt sich im Sommer bei einem Basketball-Lehrgang in Mazedonien fit und freut sich auf seine Tätigkeit im Autohaus Spreckelsen. „Schade ist nur, dass ich nicht mehr weiter mit Itu und Kerem zusammen auf dem Feld stehen kann, gegen die ich so oft angetreten bin.“
Auch Florian von Allwörden verabschiedete sich von der Mannschaft. Der Vertrag von Ryker Wuttke wurde nicht verlängert. Luis Kleenlof verbringt ein Auslandsjahr und Lennart Moje, der in der abgelaufenen Saison den größten Sprung nach vorne machte, konzentriert sich verstärkt auf seine berufliche Entwicklung. Der gebürtige Bützflether schaltet einen Gang zurück in der 2. Mannschaft.
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Die 1. Herren gibt dagegen Vollgas, um gerüstet zu sein für das schwere Auswärtsspiel zum Saisonauftakt am 19. September. Dann geht es zum letztjährigen Meister Bargteheide Bees. Das Team musste schweren Herzens auf den Aufstieg verzichten, weil die örtlichen Voraussetzungen für die ProB nicht gegeben sind. Wohl dem, der einen Sportcampus hat.
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