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TSie heiratete einen völlig Fremden: Hielt die Ehe?

Emma wollte einen völlig Fremden heiraten. Foto: Christop Assmann/Joyn

Emma wollte einen völlig Fremden heiraten. Foto: Christop Assmann/Joyn Foto: Christop Assmann/Joyn

Im Juni 2024 gaben sich die Cuxhavenerin Emma und Christian das Jawort - im Fernsehen und ohne sich zu kennen. Das passierte, als die Kameras aus waren.

Von Vanessa Grell Samstag, 18.01.2025, 23:25 Uhr

Cuxhaven. Bereits im November berichtete Emma, die ihren vollständigen Namen nicht öffentlich preisgeben möchte, über ihre ersten Erfahrungen bei „Hochzeit auf den ersten Blick“. Die Sendung wurde bei Sat 1 ausgestrahlt. Unter den Kandidaten auch die 25-jährige Cuxhavenerin. Für sie funktionierte es mit der Liebe nicht auf dem normalen Weg - auch auf Dating-Plattformen fand die gebürtige Hannoveranerin nie einen Mann, der zu ihr passte. So entschied sie sich kurzerhand, an dem Experiment „Hochzeit auf den ersten Blick“ teilzunehmen.

„Ich habe die Sendung schon als Teenager gerne geschaut“, erinnert sich Emma und fährt fort: „Ich war immer etwas anders und wollte daher gerne selbst mal Teil davon sein.“

Wie das Experiment abläuft

Bei der Sendung gibt es die Experten. Sie sind ein Team bestehend aus einer Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin, einem Diplom-Psychologen und Matching-Experten sowie einer systemischen Paar- und Sexualtherapeutin. Sie stellen den Kandidaten viele Fragen. Außerdem müssen sich die Teilnehmer verschiedenen Tests unterziehen.

Das Expertenteam ist so im Besitz aller nötigen Informationen der Kandidaten und findet dadurch heraus, welche von ihnen am besten zusammenpassen. Auch Emma und Christian wurden so füreinander bestimmt. Am 7. Juni 2024 ging es für die beiden vor den Traualtar.

Eine Erfahrung fürs Leben

Emma erinnert sich noch sehr gut an ihren Hochzeitstag: „Es war ein langer Drehtag. An Emotionen war alles dabei, von aufgeregt über entspannt bis hin zu angespannt. Um 6 Uhr morgens wurde ich abgeholt.“ Dann bereitete sich die 25-Jährige auf ihre Hochzeit im Schloss Lichtenwalde in Sachsen vor. „Irgendwann merkte ich, dass es langsam losgeht. Denn viele aus der Produktion waren ebenfalls aufgeregt. Und plötzlich wurde ich ganz zittrig. Ich konnte knapp meinen Namen sagen“, erzählt die Wahl-Cuxhavenerin.

Für die Ehe hat es schließlich leider nicht ausgereicht - Emma und Christian sind noch befreundet. Foto: Christop Assmann/Joyn

Für die Ehe hat es schließlich leider nicht ausgereicht - Emma und Christian sind noch befreundet. Foto: Christop Assmann/Joyn Foto: Christop Assmann/Joyn

Schließlich lief sich jedoch alles zurecht. Emma und Christian schenkten sich gegenseitig eine Kleinigkeit zur Hochzeit, und der erste Schritt war getan. „Als die Standesbeamtin vorlas, welche Hobbys Christian hat und dass er sich vegan ernährt, dachte ich nur: Das passt. Zu Beginn war alles noch sehr surreal für mich. Aber mit der Zeit wurde es entspannter“, erinnert sich die 25-Jährige. Für Außenstehende mag es sich vielleicht komisch anhören, doch diese beiden Fremden gaben sich tatsächlich das Jawort.

Laut Emma kamen sie und ihr Ehemann sich nach und nach näher - so auch beim ersten Date. „Wir haben uns direkt verbunden gefühlt“, gibt die gebürtige Hannoveranerin einen Einblick in ihre Gefühle. Kurz nach dem Kennenlernen stand dann auch schon die Hochzeitsreise an.

Trotz allem ein gelungenes Experiment

Anstatt zum Flughafen ging es für das Paar erst einmal in die Notaufnahme. Denn bei Emma gab es den Verdacht auf eine Stirnhöhlenentzündung. Schließlich nahm aber alles noch eine positive Wendung und die Frischvermählten flogen einen Tag später nach Sri Lanka.

Auch wenn die Reise „traumhaft schön“ war, wurden Emma und Christian irgendwann vom Alltag eingeholt. „Wir waren in einer Art Blase und alles war schön. Doch als nach dem Dreh dann der Alltag kam, wurde alles etwas anders“, erklärt Emma. Letztendlich ließ sich das Paar scheiden. Über die genauen Gründe möchte Emma allerdings nicht sprechen.

„Für mich war das Experiment trotzdem ein Erfolg. Ich hatte eine sehr schöne Zeit und schloss Freundschaften mit anderen Teilnehmern. Außerdem sammelte ich viele Erfahrungen und hab einiges erlebt“, blickt die 25-Jährige auf ihre Zeit bei „Hochzeit auf den ersten Blick“ zurück.

Ihre Teilnahme am Experiment bereut die Cuxhavenerin nicht: „Ich würde es jedem empfehlen, der Lust darauf hat und jemanden fürs Leben finden möchte.“

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