TExtremwanderer sammeln in Hollenbeck über 20.000 Euro für kranke Kinder
Oliver Barth, Arne Breier und Eric Ebeling bei der Spendenübergabe an das Kinderhospiz Löwenherz, vertreten durch Florian Börns und Mareike Rösike. Foto: Fehlbus
Gute Laune - und fast alle kamen ins Ziel: Die Geestmarsch-Premiere bei Harsefeld ist ein Erfolg. Erst recht beim Blick auf die Spendensumme. Dafür ist sie gedacht.
Hollenbeck. Es war die Idee, die bei einer Weihnachtsfeier Form annahm: eine Wanderung rund um Hollenbeck mit Medaillen und einer Zeitvorgabe. Schnell waren zu der Benefizveranstaltung mehr als 300 Teilnehmer angemeldet. Die 30 Kilometer lange Strecke musste in einem Tempo zwischen 4 und 6,2 Kilometern pro Stunde gegangen werden. Das ist ein ordentliches Schritttempo, bei dem die Teilnehmer nach etwa fünf Stunden wieder im Ziel waren. 97 Prozent schafften es auf eigenen Sohlen. Der Start erfolgte ab 9.30 Uhr gestaffelt. Der letzte Teilnehmer kam gegen 17.30 Uhr ins Ziel. Viele spendeten da noch einmal für die Veranstaltung zum guten Zweck.
Spendenziel wurde deutlich übertroffen
„Ich hatte mir schon ein Ziel bei der Spendensumme gesetzt“, sagt Arne Breier, gemeinsam mit Oliver Barth und Eric Ebeling Organisator des ersten Geestmarschs. Dieses Ziel wurde deutlich übertroffen: 20.820 Euro waren es am Ende. Die Summe setzt sich aus Online-Spenden rund um das Veranstaltungsdatum, Vor-Ort-Spenden und einem T-Shirt-Verkauf für den guten Zweck zusammen. Viele kleine Beträge und einige größere Summen von Privatpersonen ergaben das Gesamtergebnis.
Für den guten Zweck
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Löwenherz hilft Familien mit kranken Kindern
Von Anfang an war klar, dass das Geld an das ambulante Angebot des Vereins Kinderhospiz Löwenherz in Lüneburg gehen soll. Eben dort haben es die Geestmarsch-Macher in diesen Tagen in Form eines großen Schecks abgeliefert.
„Es wird davon nicht diese eine Sache angeschafft“, sagt Arne Breier. Der noch junge Verein, der ehrenamtlich und kostenlos Familien mit Kindern, die lebensverkürzend erkrankt sind, hilft, hat viele Projekte in Planung. Vor allem soll den Familien in schwerer Zeit beigestanden werden.
Angebot auch für junge Erwachsene bis 27 Jahre
„Manchmal geht es darum, einfach nur einmal den Eltern eine Auszeit für sich oder zum Einkaufen zu ermöglichen“, sagt Arne Breier. Die ehrenamtlichen Helfer aus dem Kinderhospiz übernehmen dann für ein paar Stunden die Aufgaben der Pflegenden vor Ort. Sie reden, trösten oder bringen einen kleinen Kuschellöwen mit Herz mit. Das Angebot ist für Familien mit Kindern bis zum 27. Lebensjahr da und kostenlos.
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Für die Macher des Geestmarsches war es ein besonderer Moment, das Geld übergeben zu können. Aber auch der Tag der Veranstaltung wirkte noch einmal nach. „Was uns so beeindruckt hat: Alle haben gute Laune gehabt, keiner hat gemeckert, damit haben sie uns schon ein Argument gegeben, das wieder zu machen“, sagt Arne Breier. Ob und wann, darüber soll in diesen Tagen aber noch einmal bei einem Planungstreffen gesprochen werden.
T-Shirts mit Premieren-Datum für Teilnehmer
Der Geestmarsch, eine kürzere Form des Mega- oder Mammutmarschs - liegt im Trend. Seit 2006 gibt es das Extremwandern über bis zu 100 Kilometer in 24 Stunden. Es ist eine Challenge, es geht darum, sich selbst herauszufordern - mental und körperlich. Die Altersspanne in Hollenbeck lag zwischen 10 und 80 Jahren. Wer ins Ziel kam, bekam eine Medaille, auf die er stolz blicken kann.

Die Teilnehmer-Shirts gab es nur für Teilnehmer. Foto: Breier
Viele der Teilnehmer sicherten sich auch die speziell angefertigten T-Shirts mit dem Aufdruck des ersten Geestmarsches. Es ist eine Erinnerung an die Premiere. Viele hoffen, dass es nicht die letzte Wanderung dieser Art zwischen Bliedersdorf und Harsefeld war.
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