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Neue Vereinbarung

TFerienbetreuung für Grundschüler in Horneburg wird teurer

Die Samtgemeinde Horneburg stellt sich bei der Ferienbetreuung neu auf.

Die Samtgemeinde Horneburg stellt sich bei der Ferienbetreuung neu auf. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Wohin mit den Kindern, wenn in den Ferien die Schulen geschlossen haben? Der Landkreis Stade und die Kommunen lösen sich vom Hortmodell, auch in Horneburg.

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Von Steffen Buchmann
Sonntag, 14.06.2026, 12:50 Uhr

Horneburg. Der Stichtag für den Ganztag in Niedersachsen rückt näher. Ab dem 1. August 2026 haben Grundschüler einen Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung. Diese gilt werktags über mindestens acht Stunden.

Der Anspruch gilt nicht nur während der Schulzeit, sondern auch in den Ferien. Eine solche Ferienbetreuung sicherzustellen, liegt in der Verantwortung der örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe, also des Landkreises Stade. Durch eine neue Vereinbarung übernehmen die Kommunen im Landkreis diese Aufgabe selbst, auch die Samtgemeinde Horneburg.

Das kostet die Ferienbetreuung in Horneburg künftig

Wer sein Kind in der Ferienzeit betreuen lassen will, soll zukünftig 100 Euro pro Platz und pro Woche als Kostenbeitrag an die Samtgemeinde zahlen. Eine Staffelung wie etwa bei den Kita-Gebühren ist nicht vorgesehen. Familien im Leistungsbezug können beim Jugendantrag eine Kostenerstattung beantragen. Zum Vergleich: Ein Betreuungsplatz im Horneburger Hort „Die Kinderburg“ kostet Eltern monatlich 180 Euro pro Kind, inklusive Verpflegung.

„Wir gehen davon aus, dass wir mit den Beträgen die Kosten für die Ferienbetreuung decken können“, sagt Samtgemeindebürgermeister Knut Willenbockel auf Nachfrage. Die Horneburger Verwaltung rechnet mit etwa 115 Schulkindern, die eine Ferienbetreuung in Anspruch nehmen. Betreut werden sollen die Kinder zunächst an der Grundschule Dollern. Der Landkreis Stade zahlt der Kommune zusätzlich einen jährlichen Pauschalzuschuss pro vorgehaltenem Betreuungsplatz. Im ersten Jahr beträgt dieser 900 Euro pro Platz.

„Dies dient vor allem der finanziellen Planungssicherheit und damit der verlässlichen Zurverfügungstellung eines Ferien- bzw. Randzeitenangebots durch die Gemeinden“, teilt Kreispressesprecher Daniel Beneke mit. Insgesamt plant der Landkreis 270.000 Euro für das neue Betreuungsangebot ein. Dass die Kommunen auf entsprechende Kostenbeiträge verzichten, sei laut Beneke „angesichts der defizitären öffentlichen Haushaltslagen aktuell nicht darstellbar“.

Vereinbarung mit Landkreis gilt zunächst für ein Jahr

Neben dem wöchentlichen Kostenbeitrag zahlen Eltern zusätzlich für die Verpflegung der Kinder vor Ort. Zuletzt kostete ein Mittagessen in der Schule 4,50 Euro. Derzeit sucht die Samtgemeinde ab dem 1. August nach einem neuen Schulcaterer, der den finalen Preis für das Essensangebot festlegen wird.

Die Vereinbarung soll zunächst für ein Jahr geschlossen werden, mit einer jährlichen Verlängerungsoption. Dies soll die Möglichkeit bieten, Erfahrungen aus dem Ganztagsbetrieb zu sammeln und die Vereinbarung bei Bedarf anzupassen.

Ab wann die neue Ferienbetreuung gilt

Wie das TAGEBLATT berichtete, wird die Samtgemeinde den Awo-Hort im Flecken zum 31. Juli einstellen. Die Nachfrage war seit Jahren gering, zum Jahresbeginn hatten gerade einmal acht Kinder das Angebot genutzt. Wegen der geringen Auslastung musste die Kommune ein jährliches Defizit aus der Gemeindekasse tragen.

Für die Ferienbetreuung will die Samtgemeinde weiterhin mit der Awo zusammenarbeiten. Hier laufen aktuell noch finale Abstimmungen, wie Willenbockel im Samtgemeinderat berichtete. Eine Ferienbetreuung durch die Mitarbeiter der Jugendpflege, die bereits das Ferienspaß-Programm übernehmen, sei personell nicht leistbar.

Die Neuregelung für die Ferienbetreuung soll erstmals in den Herbstferien 2026 gelten, sagt die stellvertretende Fachbereichsleiterin Andrea Hunold. Neben den Schulferien soll sie etwa auch Brückentage abdecken.

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