TFilm-Premiere im Harsefelder Kino mit Schauspielerin Klara Lange
Das Filmplakat zu „Camouflage“. Foto: Verleih: Schmidbauer-Film GmbH & Co. KG
Die Discounter, Tatort und jetzt ein Film über Krieg, Exil und die Suche nach Heimat: Den neuen Film präsentiert Schauspielerin Klara Lange persönlich in ihrem Heimatort.
Harsefeld. Erst Venedig, dann Hamburg und jetzt Harsefeld: Der deutsch-ukrainische Spielfilm „Camouflage“, der im Oktober in den Kinos angelaufen ist, wird am Sonntag, 18. Oktober, um 17 Uhr exklusiv von der in Harsefeld aufgewachsenen Schauspielerin Klara Lange präsentiert. „Wir hatten damit vor wenigen Wochen die große Weltpremiere bei den Filmfestspielen Venedig und Deutschlandpremiere beim Filmfest Hamburg. Ich freue mich total, dass der Film jetzt in meinem Heimatort läuft“, erklärt die junge Schauspielerin, die persönlich anwesend sein wird.
Klara Lange hat viele Facetten. Foto: Sasha Ilushina
Neben dem neuen Dokumentarfilm „Zumthor“ von Wim Wenders gehörte „Camouflage“ von Regisseur Mykyta Gibalenko zu den deutschen Beiträgen beim Filmfestival in Venedig. Der 1993 in der Ukraine geborene und 2013 nach Deutschland emigrierte Gibalenko präsentierte seinen Film in der Sektion „Giornate degli autori“. Der Film ist ein Abschlussfilm der Hochschule für Film und Fernsehen München (Hff) vom Regisseur Mykyta Gibalenko für das ZDF und die Reihe Kleines Fernsehspiel und der Produktionsfirma Kalekone Film.
Weltpremiere bei den Filmfestspielen in Venedig
Das eindringliche Werk spielt rund um eine Migrationserfahrung im Schatten der Zäsur durch die russische Invasion in der Ukraine. Neben Arthur Aliiev spielen Yelyzaveta Tsilyk, Anna Yaremchuk-Bobalo und Klara Lange mit. Das Drehbuch schrieb Gibalenko gemeinsam mit Sharyhan Osman. Nach der Weltpremiere in Venedig folgte unter anderem eine Vorstellung beim Filmfest Hamburg und ab Oktober startete der Film in den Kinos.
Der Film spielt 2021 und handelt von dem 22-jährigen Vitaly (Arthur Aliiev), der die Ukraine verlässt und nach München geht. Seine Mutter Tetyana (Anna Yaremchuk-Bobalo) ist gegen den Weggang, deshalb bereitet er ihn fast heimlich vor. Nur seine Schwester Dschena (Yelyzaveta Tsilyk) weiß Bescheid. In München fällt es ihm zunächst schwer, Anschluss zu finden. Erst über eine Theatergruppe, auf die er zufällig trifft, knüpft er Kontakte. Er zieht zu Fiona (Klara Lange), die er dort kennenlernt, nennt sich nun Vito und versucht, sein altes Leben abzustreifen.
Weiterer Meilenstein als gefragte Schauspielerin
Zu Hause bangt Dschena um ihre Freundin Alina (Alina Danko), die als Journalistin an der Donbass-Front arbeitet. Nach dem russischen Großangriff kommen Mutter und Schwester als Geflüchtete nach Deutschland. Zu viert leben sie nun in Fionas Münchner Wohnung. Über Nacht wird Vitaly mit zwei harten Realitäten konfrontiert: der globalen politischen Lage.
Für die aus Harsefeld stammende Schauspielerin Klara Lange ist der Film ein weiterer Meilenstein in ihrer Karriere. Neben Komödien und Krimis zeigt sie hier eine weitere Facette ihres schauspielerischen Talents. Wie berichtet, war die 28-Jährige im August in der ZDF-Komödie „Plötzlich Schwester“ zu sehen - zusammen mit der bekannten Schauspielerin Andrea Sawatzki, die ihre Mutter Monika spielte.

Klara Lange (rechts) mit Cosima Henmann in der ZDF-Komödie „Plötzlich Schwester“. Foto: ZDF und Michael Kötschau
Im richtigen Leben ist Klara Lange in Harsefeld quasi im Tanzstudio ihrer Mutter Susanne aufgewachsen. Inzwischen lebt sie in Hamburg und besucht regelmäßig ihre Familie. Erst kürzlich nahm sie an ihrem zehnjährigen Abitreffen in Harsefeld teil.
Außerdem spielte sie bereits in „Tatort“-Folgen mit und war auch in TV-Talkshows zu Gast. Bekannt wurde Klara Lange nach der Schauspielschule durch ihre erste große Rolle als Pina in der erfolgreichen Streaming-Serie „Die Discounter“.
T Schauspielerin Klara Lange: „Harsefeld wird immer meine Heimat sein“
Im kürzlichen TAGEBLATT-Interview bekannte die Schauspielerin: „Harsefeld wird immer meine Heimat sein.“ Zudem erwähnte sie auch das jüngste Filmprojekt mit der Weltpremiere bei den Filmfestspielen in Venedig. „Ich habe das große Glück, dass dort ein Film im Wettbewerb gezeigt wird, den ich letztes Jahr in München drehen durfte - und ich bin sehr stolz, Teil dieses Films zu sein.“

Klara Lange als Pina in der Streaming-Serie „Die Discounter“. Foto: Sawhney
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