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Wischhafen

TFischbrötchen entschädigt: Pfingsturlaub startet mit Stau vor der Elbfähre

Der Zubringer zur Fähre ist erreicht. Noch zweieinhalb Stunden bis zur Fähre.

Der Zubringer zur Fähre ist erreicht. Noch zweieinhalb Stunden bis zur Fähre. Foto: Helfferich

Der Himmel ist blau, das Wetter ist schön. Nicht nur das wurde für Freitag vorhergesagt. Auch der Stau vor der Elbfähre in Wischhafen. Doch die Reisenden machten das Beste daraus.

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Von Susanne Helfferich
Freitag, 22.05.2026, 18:13 Uhr

Wischhafen. Ob Pfingsten, Christi Himmelfahrt oder Wacken: Zu diesen Terminen staut sich regelmäßig der Verkehr zur FRS Elbfähre. Insbesondere wenn Niedrigwasser herrscht. „Dann müssen die Fähren langsamer fahren, und das verlängert die Wartezeiten auf der Zufahrt“, sagt Nils Hammann.

Gegen Mittag öffnet der Nautische Leiter der Elbfähre Glückstadt-Wischhafen den Warteparkplatz. „Damit können wir den Ort entlasten“, sagt er. Denn es gab schon Anlässe, zu denen sich der Verkehr bis nach Wischhafen hinein staute. Das soll vermieden werden.

Nils Hammann dirigiert die wartenden Autofahrer auf die richtige Spur. Er ist nautischer Leiter der FRS Elbfähre.

Nils Hammann dirigiert die wartenden Autofahrer auf die richtige Spur. Er ist nautischer Leiter der FRS Elbfähre. Foto: Helfferich

Etwa 120 Fahrzeuge passen auf den zusätzlichen Parkplatz. Nils Hammann weist die Fahrzeugführer ein, und Walter Raap sorgt dafür, dass sie sich in der richtigen Spur einordnen. Denn nur der richtige Mix sorgt für eine ausgewogene Überfahrt: Lkw in der Mitte, flankiert von Pkw und Wohnmobilen.

Drei zusätzliche Mitarbeiter der FRS packen mit an

Wegen der angespannten Lage sind drei zusätzliche Mitarbeiter im FRS-Team. Walter Raap ist zwar schon seit zehn Jahren Rentner, aber für Pfingsten ist er eingesprungen. „Da ist immer viel los“, sagt er, „und am Nachmittag läuft uns das Wasser weg.“ Ausgerechnet zur Hauptreisezeit, wenn die Kinder aus der Schule gekommen sind.

Stau auf der Zufahrt zur Elbfähre.

Stau auf der Zufahrt zur Elbfähre. Foto: Helfferich

Unter den Fahrzeugen sind auch drei große Schlepper. Ihre Fahrer nutzen die Zwangspause, um sich schnell im Ankerplatz Fischbrötchen zu holen. Sie waren schon am frühen Morgen für die Arbeitsgemeinschaft Arge mit der Fähre von Glückstadt aus übergesetzt. Jetzt wollen sie wieder zurück.

Seit anderthalb Stunden warten bereits Sandra Prozinski und Felix Rohde aus Stade. Sie wollen an die Schlei zum Paddeln. Zu warten stört sie nicht. Die Aufgabenteilung ist klar: Sie fährt und er holt die Fischbrötchen.

Ein kunterbuntes Wohnmobil sucht die Sonne

Claudia und Alfred Kreuter aus Speyer haben in ihrem Wohnmobil auf Krautsand übernachtet und sind jetzt auf dem Weg nach Fehmarn; vielleicht auch weiter nach Dänemark. So der Plan. Tatsächlich warten sie seit einer Stunde, dass es weitergeht. „Aber wir haben keine Eile“, betont Claudia Kreuter.

Alfred Kreuter aus Speyer ist am Freitag von Krautsand gestartet und möchte nach Fehmarn.

Alfred Kreuter aus Speyer ist am Freitag von Krautsand gestartet und möchte nach Fehmarn. Foto: Helfferich

Antizyklisch ist eine andere Familie unterwegs. Auf dem Heimweg aus dem Kurzurlaub sind Nils und Rica mit Sohn Mikkel aus Horst in Holstein. Eigentlich wollten sie über die A 23 fahren, doch die ist über die Pfingstfeiertage zwischen Hamburg-Eidelstedt und Pinneberg-Süd gesperrt. „Daher fahren wir mit der Fähre und besuchen noch meine Mutter in Glückstadt“, erzählt Nils.

Nils und Rica mit Sohn Mikkel wurden auf den Warteparkplatz eingewiesen. Der Stau macht ihnen nichts aus: Nils ist nahe der Fähre aufgewachsen und kennt Verzögerungen.

Nils und Rica mit Sohn Mikkel wurden auf den Warteparkplatz eingewiesen. Der Stau macht ihnen nichts aus: Nils ist nahe der Fähre aufgewachsen und kennt Verzögerungen. Foto: Helfferich

Nur wenige Meter weiter steht das kunterbunte Wohnmobil von Sylvia und Ralf Düfer. „Seit sechs Jahren reisen wir der Sonne entgegen“, erzählt Sylvia Düfer. Sie lassen sich auch in der Warteschleife treiben.

Sylvia und Ralf Düfer reisen mit ihrem kunterbunten Wohnmobil seit sechs Jahren der Sonne entgegen. Da berührt sie der Stau vor der Wischhafener Elbfähre kein bisschen.

Sylvia und Ralf Düfer reisen mit ihrem kunterbunten Wohnmobil seit sechs Jahren der Sonne entgegen. Da berührt sie der Stau vor der Wischhafener Elbfähre kein bisschen. Foto: Helfferich

Bis zum späten Nachmittag hatte sich die Wartezeit auf dreieinhalb Stunden erhöht, berichtet Nils Hammann. Ein Ende war noch nicht in Sicht...

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