TFreiburg kämpft mit dickem Minus – und weitet Kita-Betreuung aus
Die Freiburger Kindertagesstätte weitet ihre Betreuungszeiten aus. Foto: Helfferich
Gute Nachrichten für Eltern im Flecken Freiburg. Auch in Sachen Windenergie profitieren die Freiburger. Allerdings gab es im Rat auch eine unerfreuliche Nachricht.
Freiburg. Aufgrund der hohen Nachfrage wird der Flecken Freiburg das Betreuungsangebot in der Kindertagesstätte erweitern. Einstimmig entschied das kürzlich der Gemeinderat. Aktuell wird eine Gruppe vormittags und eine Gruppe bis 14.30 Uhr angeboten.
Die personelle Besetzung habe sich aber so verbessert, dass die Betreuungszeit ausgeweitet werden könne, berichtete Gemeindedirektor Ernst Hülsen. Ab dem neuen Kita-Jahr werden beide Gruppen bis 14.30 Uhr betreut.
Hinzu kommt ein Frühdienst von 7 bis 7.30 Uhr und ein Spätdienst bis 16 Uhr, letzterer wird allerdings kostenpflichtig sein. Damit soll den Freiburger Eltern die Berufstätigkeit erleichtert werden. Erste Anfragen für eine längere Betreuungszeit lägen bereits vor.
Noch nicht gelöst ist das Krippen-Problem. Aufgrund fehlender räumlicher Kapazitäten kann die Gemeinde noch kein Angebot für unter Dreijährige anbieten. Lediglich die Betreuung ab zwei Jahren in den vorhandenen Gruppen ist eingeschränkt möglich.
Schwierige Bauarbeiten an zentraler Kreuzung
Der Gemeindedirektor teilte außerdem mit, dass während der Sommerferien von der Kreuzung Landesbrücker Straße/Ortsdurchfahrt bis zur Pappelallee Trinkwasserleitungen verlegt werden müssen. Das sei besonders heikel, da die Kreuzung ein Knotenpunkt unterschiedlicher Leitungen ist - etwa für Regenwasser, Schmutzwasser und Glasfaser. Doch die Arbeiten gelten als dringend erforderlich, da die Leitungen bereits an der Uferböschung sichtbar seien. Kostenträger ist der Trinkwasserverband.
Außerdem stand die Beteiligung der Gemeinden an dem Ertrag von Windenergieanlagen auf der Tagesordnung. Wie die vier Mitgliedsgemeinden profitiert auch der Flecken in diesem Jahr von der Windenergie in Nordkehdingen. Der § 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ermöglicht eine Beteiligung von Kommunen und Bevölkerung im Umkreis von 2,5 Kilometern. Die Zuwendung beträgt 0,2 Cent pro Kilowattstunde.

Die Windenergie beteiligt die Menschen, die mit ihr leben. Hier der Windpark Wischhafen. Foto: Helfferich
Für Freiburg kommen 26.400 Euro zusammen. Andere Mitgliedsgemeinden, die näher an Windparks liegen, erhalten wesentlich höhere Beteiligungen. Allerdings: „Mit der Einheitsgemeinde gehen alle Beteiligungen in einen großen Topf“, so Ernst Hülsen.
Denn zum 1. November schließen sich die fünf Mitgliedsgemeinden zur Gemeinde Nordkehdingen zusammen. So stellte die neue Kämmerin Laura Schlobohm den diesjährigen Haushaltsplan erstmalig und zugleich letztmalig im Flecken auf.
Aktueller Haushalt mit Minus von 550.000 Euro
Den rund 2,2 Millionen Euro Erträgen stehen Aufwendungen von 2,7 Millionen gegenüber, so dass unterm Strich ein Minus von 550.000 Euro bleibt. 520.000 Euro sind für Investitionen eingeplant. Da der Flecken dafür keine Kredite aufnehmen muss, ist eine Genehmigung nicht erforderlich.
Auf der Habenseite sind die Grundsteuer von insgesamt 275.000 Euro, die Gewerbesteuer von 450.000 Euro und Einkommensteueranteile von 732.900 Euro.
Das macht zusammen knapp 1,46 Millionen Euro. Dazu kommen 57.800 Euro aus dem kommunalen Finanzausgleich, von Land und Landkreis insgesamt 206.850 Euro für den Kindergarten und 54.000 Euro Konzessionsabgabe.
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Auf der Ausgabenseite stehen an erster Stelle die Kreisumlage mit 718.300 Euro, die Personalkosten mit 649.500 Euro und - letztmalig - die Samtgemeindeumlage mit 582.600 Euro. Bei den Personalkosten ist die Kindergartenbetreuung mit 581.900 Euro der höchste Posten. Die Straßenunterhaltung ist mit 130.000 Euro eingepreist, 50.000 Euro für die Grünpflege, 25.000 Euro für die Unterhaltung des Sportplatzes und 20.000 Euro für die Straßenbeleuchtung. Bis dahin alles laufende Kosten.
Der Flecken gibt auch Geld aus für Investitionen. 350.000 Euro stehen im Plan für ein Baugebiet. 150.000 Euro soll der Kauf eines Hauses in der Ortsmitte kosten. Nicht geplant waren bisher die dringende Sanierung des Regenwasserkanals mit Kosten von 200.000 Euro und Spielgeräte für den Kindergarten mit 27.000 Euro. Diese beiden Posten werden noch im Haushaltsplan ergänzt.
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