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Kommunalwahl

TGroßer Wahlmarathon im Landkreis Stade: Von Landrat bis Gemeinderat

Thorsten Heinze, Erster Kreisrat und Kreiswahlleiter. Hier zeigt er einen Muster-Wahlzettel für den Wahlbereich 5 - Jork, Lühe und Horneburg.

Thorsten Heinze, Erster Kreisrat und Kreiswahlleiter. Hier zeigt er einen Muster-Wahlzettel für den Wahlbereich 5 - Jork, Lühe und Horneburg. Foto: Landkreis Stade / Obst

Fünf Stimmzettel, 865 Mandate - eine Wahl mit vielen Facetten. Am Sonntag, 13. September, entscheiden die Bürger im Kreis Stade über Landrat, Bürgermeister, Kreistag und Räte.

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Von Karsten Wisser
12.09.2026, 15:34 Uhr

Landkreis. So viele Stimmzettel wie bei der Kommunalwahl 2026 am Sonntag, 13. September, gibt es selten. Jeder Wähler kann im Wahllokal bis zu fünf große Stimmzettel ausfüllen.

Erster Stimmzettel: Landrat

Der erste Stimmzettel: Im gesamten Landkreis Stade stehen der amtierende Landrat Kai Seefried (CDU) und der Herausforderer Werner Jacobs (AfD) zur Wahl. Hier entscheidet sich der Wähler für einen der beiden.

Zweiter Stimmzettel: Bürgermeister

Der zweite Stimmzettel: In allen elf Kommunen des Landkreises wählen die Bürger die hauptamtlichen Bürgermeister. Wie der Landrat haben diese Hauptverwaltungsbeamten nach der Direktwahl eine achtjährige Amtszeit. Der Landtag hat damit eine frühere Regelung wieder eingeführt. Zwischenzeitlich wählten die Bürger die Bürgermeister und Landräte nur für fünf Jahre. Ehrenamtliche Bürgermeister, die die Räte im November aus ihrer Mitte bestimmen, bleiben weiterhin fünf Jahre im Amt.

Hier gibt es mehrere Kandidaten

In Stade (Arne Kramer, CDU; Kai Koeser, SPD, Jörg Baumann, parteilos; Enrico Bergmann, FDP; Tristan Jorde, Die Linke; Richard Klaus, Piratenpartei), Buxtehude (Ralf Dessel, parteilos; Katharina Mewes, BBG/FWG; Clemens Ultsch, Die Linke), Lühe (Amtsinhaber Timo Gerke, parteilos; Gerd Dehmel, CDU), Drochtersen (Amtsinhaber Mike Eckhoff, parteilos; Sebastian Sieg, AfD) und Nordkehdingen (Frank Griemsmann, parteilos; Helge Winnat, Die Linke; Uwe Torner, AfD) bewerben sich mehrere Kandidaten um das Bürgermeisteramt. Auch hier setzt der Wähler sein Kreuz bei seinem Favoriten.

In Stade, Buxtehude und Nordkehdingen kann es eine Stichwahl geben, falls kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht. Grund dafür ist, dass es dort drei oder mehr Bewerber gibt. Damit ist es möglich, dass kein Kandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommt. Stichwahltermin ist Sonntag, 27. September. In der Stichwahl treten die beiden Kandidaten an, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen bekommen haben.

In Harsefeld (Maren Kleinschmidt, SPD), Oldendorf-Himmelpforten (Matthias Reichert, parteilos), Fredenbeck (Tim Siol, parteilos), Horneburg (Knut Willenbockel, parteilos), Jork (Matthias Riel, parteilos) und Apensen (Tanja von der Bey, parteilos) gibt es jeweils nur einen Bewerber. Hier steht ein Name auf dem Wahlzettel, und der Wähler entscheidet mit Ja oder Nein. Der Kandidat gilt als gewählt, wenn er mehr Ja- als Nein-Stimmen erhält.

Dritter Stimmzettel: Kreistag

Auf dem dritten Stimmzettel wählen die Bürger den Kreistag. Die Kandidaten von bis zu zehn Parteien treten in fünf Wahlbereichen an:

  • Drochtersen, Oldendorf-Himmelpforten, Nordkehdingen
  • Stade
  • Buxtehude
  • Apensen, Fredenbeck, Harsefeld
  • Jork, Horneburg, Lühe.

Im Kreistag sitzen bisher CDU, SPD, Grüne, Freie Wählergemeinschaft, FDP, Linke und AfD. In einigen Bereichen treten auch Volt, BSW und Piratenpartei an.

Vierter und fünfter Stimmzettel Samtgemeinde-, Gemeinde- und Ortsräte

Der vierte Stimmzettel betrifft die Städte, Einheitsgemeinden und Samtgemeinden. In den Samtgemeinden wählen die Bürger außerdem die Räte der Mitgliedsgemeinden auf einem fünften Stimmzettel. Diese fünf Stimmzettel erhalten auch die Einwohner der Ortschaften Haddorf, Bützfleth, Hagen und Wiepenkathen in Stade oder Hedendorf und Neukloster in Buxtehude.

Drei Stimmen für den Kreistag und die Räte

Jeder Wähler kann auf den Stimmzetteln für den Kreistag und die Räte drei Kreuze setzen und dabei kumulieren oder panaschieren. Wer kumuliert, gibt alle drei Stimmen einer Liste oder einem Kandidaten. Das Gegenteil heißt panaschieren und bedeutet, die Stimmen auf verschiedene Listen und Kandidaten zu verteilen.

Bei der Kommunalwahl sind alle Kombinationen erlaubt, solange der Wähler nicht mehr als drei Stimmen vergibt. Weniger als drei Kreuze sind möglich. Insgesamt sind 865 Mandate zu vergeben: 62 Sitze im Kreistag, 170 in den Samtgemeinderäten, 563 in den Stadt- und Gemeinderäten sowie 70 in den Ortsräten. Es gibt 172.500 Wahlberechtigte im Landkreis Stade.

Ab 16 Jahre: Wer am Sonntag wählen darf

Wahlberechtigt sind Deutsche und EU-Bürger ab 16 Jahren, die seit mindestens drei Monaten im Wahlgebiet wohnen und nicht durch Gerichtsbeschluss vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

Das TAGEBLATT berichtet ab 17 Uhr im Liveticker auf www.tageblatt.de aktuell aus allen Rathäusern und dem Stader Kreishaus.

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