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THitzefrei: Darum machen diese Arbeitgeber im Kreis Stade früher Schluss

Sven Bucher ist Koch bei Höfts Markthaus und Hitze gewöhnt. Doch Freitag und Samstag läuft es trotzdem anders als sonst.

Sven Bucher ist Koch bei Höfts Markthaus und Hitze gewöhnt. Doch Freitag und Samstag läuft es trotzdem anders als sonst. Foto: Battmer

36 Grad Höchsttemperatur - das fordert nicht nur Schüler, sondern auch Arbeitnehmer heraus. Einige Betriebe im Kreis Stade geben deshalb Hitzefrei.

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Von Anping Richter
26.06.2026, 06:00 Uhr

Landkreis. Bei extremen Temperaturen sprechen aktuell viele über den Treibhauseffekt. Aber manche Menschen arbeiten auch wirklich in einem Treibhaus - zum Beispiel beim Gartencenter Tobaben in Harsefeld.

Ein Dusche für die Pflanzen: Patrick Borntraeger, Leiter der Baumschule bei Tobaben, kümmert sich bei Hitze besonders intensiv um seine Schützlinge.

Ein Dusche für die Pflanzen: Patrick Borntraeger, Leiter der Baumschule bei Tobaben, kümmert sich bei Hitze besonders intensiv um seine Schützlinge. Foto: Tobaben

„Wir arbeiten ja in einem großen Gewächshaus. Da erreicht die Innentemperatur sehr schnell die Außentemperatur“, erklärt Klaus Tobaben. Um seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schonen und zu entlasten, schließt das Gartencenter deshalb am Freitag und Sonnabend schon um 16 Uhr - um diese Zeit erreicht die Innentemperatur ihre Tagesspitze.

Arbeitnehmer haben kein Recht auf Hitzefrei

Einen Rechtsanspruch auf Hitzefrei gibt es auch bei hohen Temperaturen nicht. Doch es gibt eine Fürsorgepflicht als Arbeitgeber, und Tobaben nimmt sie ernst: Den Tag über stehen für die Mitarbeiter kühle Getränke bereit. Außerdem hat er alle aufgefordert, sich nach Möglichkeit im Schatten aufzuhalten und ausreichend auszuruhen.

Floristin Sandra Hielscher wässert zurzeit viel.

Floristin Sandra Hielscher wässert zurzeit viel. Foto: Tobaben

Die Arbeitsstättenverordnung empfiehlt solche Maßnahmen ab 30 Grad Außentemperatur auch. Bei Höfts Markthaus am Pfingstmarkt in Neukloster haben sich Lars und Jana Höft ebenfalls zusätzlich entschlossen, Hitzefrei zu geben: Am Freitag und Sonnabend bleibt der Imbiss am Pfingstmarkt ab 15 Uhr geschlossen.

„Currywurst-Pommes gehen ja immer. Aber bei den Temperaturen könnte es sein, dass nicht ganz so viele Kunden nachmittags Lust darauf bekommen“, sagt Sven Bucher. Der 38-jährige Koch freut sich über das Entgegenkommen seiner Chefs: „Wir haben zwar eine Klimaanlage in der Küche, aber bei den Temperaturen ist es dort trotzdem richtig heiß.“

Hitzefrei bei Höft - aber Partyservice läuft weiter

Und was macht der Koch stattdessen am Wochenende? „Arbeiten“, sagt Bucher. Dass der Imbiss früher schließt, heißt nämlich nicht, dass das ganze Team frei hat. Das Catering läuft weiter und wird die Gäste nicht hängenlassen, die am Wochenende zum Grillen oder zum italienischen Büfett in ihre Gärten oder auch zur Party auf der Greundiek im Stader Hafen eingeladen haben. Und auch das Schützenfest in Apensen will mit dem Imbisswagen bespielt werden.

Dafür sei das Höft-Team auch gut vorbereitet, sagt Bucher. Gerade erst wurden sie neu mit einer hitzegeeigneten Arbeitskluft eingekleidet. „Wer sich mal ausruhen muss, geht in den Schatten, wenn nötig auch für längere Zeit“, erklärt er. In puncto Arbeitszeit gebe es da eine gewisse Flexibilität, um die Mitarbeiter zu entlasten.

Und gut versorgt seien die Mitarbeiter auch: „Eine Kiste Wasser steht immer für uns da und Eis können wir uns sowieso nehmen, so viel wir wollen“, sagt Bucher.

Hasselbring verschiebt Arbeitszeit in die Frühe

„Wir geben kein Hitzefrei“, sagt Marco Hartlef, Prokurist beim Baufachzentrum Hasselbring. Stattdessen hat die Firma sich etwas anderes überlegt: Die Kundenfrequenz lasse bei so hohen Temperaturen am Nachmittag ohnehin nach. Schon um 16 Uhr werden die Baumärkte von Hasselbring in Stade, Buxtehude und Bremervörde am Freitag und Samstag deshalb schließen.

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Doch die Mitarbeiter fangen dafür früher an. Auch die Kunden dürfen die kühleren Morgenstunden nutzen, um einzukaufen: Ab 6.30 Uhr ist geöffnet.

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