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Rallycross

THitzeschlacht bei über 30 Grad: Sichelschmidt fliegt im Finale ab

Bastian Sichelschmidt investierte in Valkenswaard alles.

Bastian Sichelschmidt investierte in Valkenswaard alles. Foto: Hofacker

Bastian Sichelschmidt und sein Rudiracing-Team haben beim fünften Lauf der Deutschen Rallycross Meisterschaft in Valkenswaard eine Podiumschance verpasst.

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Von Lars Wertgen
07.07.2026, 11:55 Uhr

Valkenswaard. Am Rennwochenende forderten nicht nur die gegnerischen Fahrer das Team, sondern auch die Temperaturen: Bei mehr als 30 Grad kletterte das Thermometer im Rennwagen gefühlt auf bis zu 60 Grad, so Sichelschmidt.

Er brachte das Fahrzeug am Freitagnachmittag gemeinsam mit seiner Freundin Sarah durch die technische Abnahme und baute das Lager auf, bevor nur noch kühle Getränke gegen den Flüssigkeitsverlust halfen. Viel wichtiger war ihm: „Hauptsache, die Elektronik überhitzt nicht!“

Guter Startplatz im Finale

Am Samstag startete das Zeittraining verhalten mit Platz sechs, ohne Auswirkung auf die Punktewertung. In den folgenden Vorläufen steigerte sich das Team: Platz drei im ersten Heat, Platz fünf im zweiten, jeweils Platz vier in den Heats drei und vier. Damit sicherte sich Sichelschmidt die drittbesten Vorlaufpunkte und ging als Vierter ins Finale.

Dort übernahm zunächst der bislang ungeschlagene Belgier Yorick Maeynickx im Volvo 240 die Führung, gefolgt von Colin Neurath in einem umgebauten BMW Compact mit Volvo-Starrachse.

Sichelschmidt saugte sich an Neurath heran, der jedoch seine Position verteidigte. Dabei zog das Duo am Niederländer Maikel Alewijnse vorbei, der auch von Peter Puttenaers sowie den BMW-Piloten Tobias Weigel und Daniel Habicht verfolgt wurde.

Zu spät auf der Bremse

Auf Platz drei liegend, kam Sichelschmidt zu spät an die Bremse und geriet in der Highspeed-Schikane ins Schleudern. Er fing den Wagen zunächst wieder ab, verlor ihn aber am Scheitelpunkt der folgenden Kurve auf der verschmutzten Außenbahn endgültig. Er landete im Sandbett außerhalb der Strecke. Das Rennen war für ihn beendet.

Das Positive überwiegt

Sichelschmidt ordnet das Wochenende trotz des Ausfalls im Finale positiv ein: „Wir hatten einen top vorbereiteten und standfesten Rennwagen nach dem Crash in Gründau an den Start gebracht.“

Mit Blick auf den zuvor überholten Alewijnse zieht er einen weiteren Schluss: „Wir haben bewiesen, dass wir endlich die Pace von Maikel mitgehen können.“ In der Gesamtwertung des Wochenendes holte das Team die drittmeisten Punkte.

Auch technisch zieht Sichelschmidt eine glückliche Bilanz: Der Wagen sei bis auf starke Verschmutzung durch Sand unbeschädigt in die Sommerpause gegangen. Die Deutsche Rallycross Meisterschaft geht ab dem 22. August im hessischen Schlüchtern weiter.

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