THurricane 2026 in Scheeßel: Diese 10 Dinge müssen Besucher wissen
Drei Tage, mehr als 75.000 Gäste, 30. Auflage: Vom 19. bis 21. Juni verwandelt sich der Eichenring wieder in eine Festivalstadt. Foto: picture alliance/dpa
Eines der legendärsten Festivals Deutschlands feiert runden Geburtstag. Anfahrt, Parkticket und eine grundlegende Neuerung: Hier gibt’s Tipps und Hilfe für Besucher.
Scheeßel. Es ist wieder so weit: Vom 19. bis 21. Juni 2026 steigt auf dem Eichenring in Scheeßel das Hurricane Festival – und das gleich zum 30. Mal. Rund 75.000 Besucher werden im Kreis Rotenburg erwartet, viele davon aus der direkten Nachbarschaft. Damit der Start ins Wochenende reibungslos läuft, haben wir die wichtigsten Punkte zu Anreise, Tickets, Bezahlung, Einlass und Barrierefreiheit zusammengetragen.
Konzerte von Freitag bis Sonntag, Warm-up schon am Donnerstag
Gespielt wird an drei Tagen: Freitag, Samstag und Sonntag. Wer mit Campingticket anreist, kann den Eichenring aber schon vorher ansteuern. Bereits am Donnerstagabend sorgt eine Warm-up-Party unter anderem mit Disarstar, Juli und Paula Carolina für Stimmung. Die Campingflächen machen üblicherweise vor dem ersten Konzerttag auf – und wer rechtzeitig da ist, ergattert die besten Plätze nahe den Sanitärcontainern. Die konkreten Anreisezeiten veröffentlicht der Veranstalter auf seiner Website.
So erreichen Besucher den Eichenring – mit Auto, Bahn oder Shuttle
Scheeßel liegt verkehrsgünstig zwischen Bremen und Hamburg und ist über die A1 angebunden. Mit längeren Wartezeiten sollten Besucher je nach Ankunftszeit aber rechnen. Die Möglichkeiten im Überblick:
- Auto: Die Navi-Adresse lautet Eichenring, 27383 Scheeßel. Vor Ort führt die Beschilderung zu den Park- und Campingflächen.
- Bahn: Der Metronom hält am Bahnhof Scheeßel, von dem aus es nur etwa 1,5 Kilometer beziehungsweise rund 15 Gehminuten zum Gelände sind. Ergänzend pendeln Shuttle-Busse. Das DB-Festivalticket schlägt mit 63 Euro zu Buche.
- Shuttle und Fernbus: Aus Hamburg fährt ein Festival-Shuttle, weitere Städte sind per Bus angebunden.
- Motorrad und Fahrrad: Für Motorräder sind die Trailer-Park-Flächen kostenlos, Radfahrer finden an den Camping Claims Abstellmöglichkeiten.
- Unser Tipp: Bus, Bahn oder Fahrgemeinschaft schonen Klima und Nerven – ein Großteil der Festival-Emissionen entsteht durch die An- und Abreise.
Für Besucher aus Zeven und dem Kreis Rotenburg ist es ein Heimspiel
Das Hurricane ist für die Region kein Auswärtstermin, sondern das größte Festival im eigenen Landkreis. Von Zeven aus erreicht man den Eichenring mit dem Auto in rund einer halben Stunde. Wer aus den umliegenden Gemeinden kommt, sollte einplanen, dass sich an den An- und Abreisetagen auf den Straßen rund um Scheeßel und auf der A1 einiges staut. Auch ohne Festivalticket lohnt sich der Blick auf die Verkehrslage – der Andrang ist im ganzen Kreis spürbar.
Parken kostet Aufpreis – im Vorverkauf wird es günstiger
Wer mit dem Auto kommt, braucht ein eigenes Parkticket; das Parken ist nicht im Festivalticket enthalten. Vorab kostet der Stellplatz 15 Euro, an der Tageskasse 20 Euro. Die Flächen werden nicht bewacht. Festivalbändchen und Carpass gibt es nicht an der Hauptkasse, sondern an gesonderten Ausgabestellen – meist am Counter Westervesede, bei später oder erst samstäglicher Ankunft am Counter Heidesand. Das digitale Ticket ist dafür erforderlich.
Das Konzertticket schließt das Camping nicht ein
Mit dem Festivalpass kommen Besucher aufs Konzertgelände – die Übernachtung auf dem Campingplatz ist darin aber nicht inbegriffen und kostet extra. Wer vor Ort zelten will, braucht ein eigenes Camping-Ticket; gegen Aufpreis gibt es ruhigere Bereiche wie den Hurricane Park, Wohnmobile nutzen die Trailer-Park-Flächen. Der Vorverkauf ist im Gange, und die Camping-Tickets sind oft früh vergriffen.
Glas, große Taschen und eigene Getränke müssen draußen bleiben
Vor jedem Betreten wird kontrolliert. Damit es zügig geht, hilft es, die Verbote zu kennen:
- Glasflaschen und Gläser sind auf dem kompletten Veranstaltungsgelände untersagt.
- Taschen, die größer als DIN A4 sind, dürfen nicht ins Infield. Gut geeignet sind kleine Gürteltaschen, Brustbeutel oder durchsichtige Turnbeutel.
- Eigene Getränke bleiben am Infield-Eingang; auf dem Campinggelände sind Plastikflaschen dagegen erlaubt.
- Waffen und illegale Substanzen sind grundsätzlich verboten und kosten den Einlass.
Bargeld hat 2026 ausgedient – Trinkwasser bleibt kostenlos
Pünktlich zum Jubiläum wird das Hurricane bargeldlos. Essen, Getränke und Merchandisewerden ausschließlich über den RFID-Chip im Festivalbändchen bezahlt – Scheine, Münzen und EC-Karte funktionieren an den Ständen nicht mehr. Guthaben lädt man entweder vorab über das Cashless-Portal der Festival-Website oder vor Ort an den Top-Up-Stationen auf.
Am Helpdesk links neben dem Haupteingang ins Infield klappt das Aufladen auch mit Bargeld, dort wird auch bei Problemen geholfen. Übriges Guthaben wird ab dem 24. Juni gebührenfrei über das Cashless-Konto zurückgezahlt. Trinkwasser gibt es weiterhin umsonst: Sowohl im Infield als auch auf dem Campingplatz stehen kostenlose Wasserstellen zum Auffüllen bereit.
Zutritt ab 6 Jahren – Jüngere nur mit Begleitung
Aufs Hurricane darf man ab 6 Jahren. Ab 16 reicht ein ausgefüllter Muttizettel, um ohne Eltern aufs Gelände zu kommen, ab 18 fallen alle Beschränkungen weg. Kinder und Jugendliche unter 16 dürfen ausschließlich mit einem Erziehungsberechtigten dabei sein. Für junge Ohren gehört Gehörschutz ins Gepäck – passende Ohrstöpsel für Kinder nicht vergessen.
Festival für alle: Hinweise für Gäste mit Behinderung
Das Hurricane will alle Gäste mitnehmen. Wer einen Behindertenausweis hat, kann einen separaten, möglichst barrierearmen Campingbereich nahe dem Gelände nutzen, inklusive behindertengerechter Sanitär- und Duschcontainer. Begleitpersonen von Menschen mit dem Merkzeichen B kommen meist kostenlos mit. Da die Kapazität begrenzt ist, empfiehlt sich eine frühe Anmeldung beim Veranstalter; die aktuellen Konditionen und Ansprechpartner zur Inklusion stehen auf der offiziellen Festivalseite.
Das Wichtigste in Kürze
- Termin: 19. bis 21. Juni 2026 auf dem Eichenring in Scheeßel, Warm-up für Camper bereits am Donnerstag.
- Anreise: über die A1 oder per Metronom bis Bahnhof Scheeßel (etwa 15 Gehminuten) plus Shuttle.
- Aus der Region: von Zeven in rund einer halben Stunde mit dem Auto – an den Festivaltagen aber mehr Verkehr im Kreis Rotenburg einplanen.
- Parken: separates Parkticket Pflicht – 15 Euro vorab, 20 Euro vor Ort, Flächen unbewacht.
- Bändchen: Ausgabe am Counter Westervesede, bei später Anreise am Counter Heidesand.
- Tickets: Das Camping ist nicht im Festivalpass enthalten – Camping-Ticket, Upgrades und Trailer Park kosten extra.
- Bezahlung: 2026 nur noch per Armband – Guthaben vorher oder vor Ort aufladen.
- Einlass: kein Glas, keine Taschen über DIN A4, keine eigenen Getränke ins Infield, Kontrolle bei jedem Zutritt.
- Alter: ab 6 Jahren, ab 16 mit Muttizettel, unter 16 nur mit Begleitung.
- Wetter: norddeutscher Juni – Regensachen und warmer Schlafsack gehören ins Gepäck.
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