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Nachbarkreise

TIm vergangenen Jahr eröffnet: Karls Erlebnisdorf in Loxstedt sackt ab

Die Absackung am Eingangsbereich eines Gebäudes bei Karls: Die Fläche ist uneben.

Die Absackung am Eingangsbereich eines Gebäudes bei Karls: Die Fläche ist uneben. Foto: rp

Eingesunkene Wege und wackelndes Pflaster: Bei Karls Erlebnisdorf in Loxstedt sorgt der moorige Untergrund immer wieder für unebene Flächen. Ein Problem für die Gäste?

Von Pascal Patrick Pfaff Montag, 02.02.2026, 09:50 Uhr

Loxstedt. Karls und der moorige Boden: In einer menschlichen Beziehung würde es wohl heißen „es ist kompliziert“. Das Erlebnisdorf in Loxstedt ist auf einem Untergrund gebaut, der als „nicht steinhart“ bezeichnet werden kann. Was das bedeutet, hat Karls-Teamchef Marco Schilling der NZ gesagt – und vor Ort auch gezeigt.

20 Zentimeter tiefe Versackungen im Dorf

Was den angedachten neuen Parkplatz anbelangt, so ist das Areal laut Schilling gefestigt und verdichtet. Zumal Schotter dem Gebiet eine Struktur gibt. Allein: „Wir haben hier auch abgesackte Areale. Im Dorf sind die Versackungen etwa 20 Zentimeter tief“, beschreibt der er den Sachverhalt.

Im vergangenen Jahr, als der Freizeitpark aufgebaut wurde, seien Arbeiter unter dem Hauptgebäude bei Bohrungen auf 20 Zentimeter Luft gestoßen. Ferner komme es an der Imbissbude „Iss Wurst“ oder dem Mais-Silo vereinzelt zu Absackungen. „Am Silo passiert das immer wieder, dass es ein paar Zentimeter nach unten geht. Aber das ist nicht tragisch.“

Das Mais-Silo in Karls Erlebnisdorf ist laut dem Loxstedter Teamchef Marco Schilling (rechts) von Absackungen betroffen. Dabei handelt es sich vornehmlich um den Holzweg.

Das Mais-Silo in Karls Erlebnisdorf ist laut dem Loxstedter Teamchef Marco Schilling (rechts) von Absackungen betroffen. Dabei handelt es sich vornehmlich um den Holzweg. Foto: rp

Gäste und Mitarbeiter müssen sich demnach keine Sorgen machen. Auch an den anderen Stellen nicht. So werden diese Punkte immer wieder von Spezialfirmen bearbeitet, die dort wiederkehrend aufpflastern.

Für Firmenchef Robert Dahl sind sowohl die Vorkommnisse als auch die anschließenden Arbeiten nicht ungewöhnlich. Er kenne die Gegend mit ihren in der Tiefe liegenden Torfschichten und bewertet die Absackungen als „vollkommen normal“.

Wie die Schwellen weggearbeitet werden

Dahl spricht von verschiedenen Verfahren, um die etwaigen Schäden in Ordnung zu bringen. So werde zuweilen an Hauszugängen neu angepflastert, indem zwei Meter Pflaster aufgenommen, unterfüttert und dieses später wieder verlegt wird. Dadurch werde eine durch Absackungen entstandene Schwelle weggearbeitet.

„Die Gebäude wurden ja alle auf Pfählen gegründet und stehen sicher. Und bei den Wegen hat sich das über die ersten sechs Monate nach der Eröffnung nun auch beruhigt.“ Bei dem Sachverhalt handele es sich „um nichts Dramatisches“. Er wisse von einigen Gewerbetreibenden aus der Gegend, dass auch sie mit Absackungen auf ihren Betriebsarealen zu tun haben. Der Blick geht dabei in Richtung Bremerhaven und das Gewerbegebiet Bohmsiel.

Die Achterbahn, die auf der Betonplatte steht

„Sie machen es dort wie bei Karls, es sind dieselben Maßnahmen. Das wurde in den letzten 30, 40 Jahren immer wieder in Ordnung gebracht.“ Und Schilling ergänzt, dass große Anlagen wie die Achterbahn nicht betroffen sind. Die Anlage stehe auf den besagten Pfählen und sei überdies auf einer Betonplatte platziert.

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