TMaren Kleinschmidt wird Bürgermeisterin der Samtgemeinde Harsefeld
Glückwünsche für Maren Kleinschmidt gab es unter anderem von der amtierenden Samtgemeindebürgermeisterin Ute Kück. Foto: P. Meyer
Maren Kleinschmidt hat die Wahl in Harsefeld souverän gewonnen. Selbst eine kleine Panne bei der Auszählung der Briefwahlstimmen brachte sie nicht aus der Ruhe.
Harsefeld. Eine Überraschung war dieser Sieg nicht - die Freude dafür umso größer: Maren Kleinschmidt (SPD) wurde am Wahlsonntag mit 68,79 Prozent der Stimmen zur Samtgemeindebürgermeisterin von Harsefeld gewählt.
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Die Verwaltungsfachwirtin war als einzige Kandidatin um das Amt der Samtgemeindebürgermeisterin angetreten und konnte auf Unterstützung durch SPD, FWG und Grüne zählen. Kleinschmidt folgt damit auf Ute Kück (parteilos), die sich nicht wieder zur Wahl stellte.
Eine glückliche Siegerin und eine kleine Panne
„Es war die richtige Entscheidung, nach Harsefeld zu kommen“, sagte Maren Kleinschmidt kurz nach ihrem Wahlsieg gegen 20:40 Uhr gegenüber den Anwesenden im Rathaus, die gemeinsam mit ihr auf das Ergebnis hinfieberten.

Glückwünsche von Florian Kunze (SPD), der von dem Ergebnis sichtlich gerührt war. Foto: P. Meyer
Kleinschmidt war über zehn Jahre lang Bürgermeisterin der Gemeinde Lengede im Kreis Peine - vor Kurzem ist sie mit Ehemann Dennis und den zwei gemeinsamen Söhnen in die Samtgemeinde Harsefeld gezogen.

Die FWG verbrachte den Abend im Kino-Hotel Meyer. Foto: P. Meyer
Es sei ein aufreibendes Jahr gewesen, doch am Ende habe es sich gelohnt. Kleinschmidts Dank gelte besonders den Parteien, die sie unterstützten sowie der Verwaltung. „Wir wurden hier in Harsefeld mit offenen Armen empfangen“, sagt sie. „Am 1. November beginnt ein neuer Lebensabschnitt.“
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Briefwahlunterlagen vorzeitig geöffnet
Mit dem Ergebnis zeigte sich Maren Kleinschmidt, die erst am vergangenen Mittwoch ihren 40. Geburtstag feierte, zufrieden. Besonders die Wahlbeteiligung von 68,08 Prozent sei positiv, wenn auch noch mit Luft nach oben.

Maren und Dennis Kleinschmidt freuten sich über die Glückwünsche. Foto: P. Meyer
Ganz ohne Pannen verlief die Samtgemeindebürgermeisterwahl allerdings nicht. Im Büro der Briefwahl 3 war es zu einem Eingabefehler gekommen. Zwischenzeitig hatte Kleinschmidt fälschlicherweise nur 0,96 Prozent der Stimmen, während der Balken mit den „Nein“-Stimmen bei 99 Prozent lag. Maren Kleinschmidt nahm es mit Humor. Der Fehler wurde schnell bemerkt und korrigiert.
Samtgemeinderat: Trend geht zur FWG als stärkste Kraft
Die Parteien verbrachten den restlichen Wahlabend an verschiedenen Orten: Die CDU etwa traf sich bei Dantes Eiscafé, die SPD in der Nostalgie 2.0 und die FWG bei Kino-Hotel Meyer. Es wurde unter anderem auch gespannt auf die Wahl des Samtgemeinderates gewartet.
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Ausgelassene Stimmung war bei der SPD zu spüren. „Nach dem Wahlsieg von Maren Kleinschmidt sind wir alle zuversichtlich. Das hat uns richtig Energie gegeben“, erklärt Vivien Santjer von der SPD Harsefeld. Als positiv empfand man auch das schnelle Gratulieren von Mitgliedern der CDU, die sich kurz in der Nostalgie 2.0 blicken ließen.

Die SPD hat sich am Wahlsonntag in der Nostalgie 2.0 versammelt. Foto: P. Meyer
Das weitere Wahlergebnis verfolgte die FWG gespannt bei Pizza und Kaltgetränken. „Die Stimmung ist gut und wir sind zuversichtlich“, erklärt Susanne de Bruijn, Bürgermeisterin des Fleckens. Über das Abschneiden der AfD war sie allerdings überrascht. „Es sind noch einige Wahllokale auszuzählen. Man kann aus dem Zwischenergebnis noch nichts endgültig schließen.“

Die FWG verfolgt die Wahl vom Kino-Hotel Meyer aus. Foto: P. Meyer
Bei der Wahl des Samtgemeinderates waren bis Redaktionsschluss um 23 Uhr erst 14 der 38 Wahllokale ausgezählt. Das Zwischenergebnis zeigt allerdings bereits einen Trend: Mit 32,56 Prozent würde die FWG das Feld anführen. Dahinter wäre die AfD mit 21,57 Prozent knapp zweitstärkste Kraft. Gefolgt von der CDU mit 21,41. Die SPD hätte nach 14 ausgezählten Wahllokalen 13,81 Prozent.
Rückblick: 2021 war die FWG Spitzenreiter
Ein Blick zurück auf die vergangene Kommunalwahl zeigt, wie die Ausgangslage vor fünf Jahren aussah: 2021 war die FWG mit 39,5 Prozent der Stimmen deutlich stärkste Kraft im Samtgemeinderat Harsefeld. Sie erhielt 14 der insgesamt 34 Sitze.
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Die CDU kam damals auf 25,7 Prozent und neun Sitze, die SPD auf 18,8 Prozent und sechs Sitze. Die Grünen erreichten 2021 8,9 Prozent und drei Sitze. Je ein Mandat entfiel auf die AfD und die Bürgerliche Wählergruppe.

Die SPD feiert den Wahlsieg von Maren Kleinschmidt in der Nostalgie 2.0. Foto: P. Meyer
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