TMillionenprojekt: Gutachten sieht Einsparpotenzial bei Ahlerstedter Schule
Ein früher Entwurf: So könnte die neue Grund- und Oberschule in Ahlerstedt einmal aussehen. Foto: Architekturbüro Dr. Peter
Für die Schulzusammenlegung von Grund- und Oberschule in Ahlerstedt sind Bauarbeiten unumgänglich, die Millionen kosten werden. Welches Verfahren am günstigsten ist, das sagt jetzt ein Gutachten.
Ahlerstedt. Die geplante Zusammenführung der Grund- und Oberschule Ahlerstedt hat eine weitere wichtige Hürde genommen. Im Bauausschuss der Samtgemeinde Harsefeld wurden jetzt die Ergebnisse der vorläufigen Wirtschaftlichkeitsuntersuchung vorgestellt - mit einem klaren Ergebnis: Die Umsetzung als Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) gilt nach Einschätzung des beauftragten Büros Diederichs Projektmanagement als wirtschaftlichste Variante.
Varianten trennen mehrere Millionen Euro
Um die Schulen zur GOBS Ahlerstedt an einem Standort zusammenzuführen, müssen Baumaßnahmen am Standort der Grundschule erfolgen. Ein Teil des Gebäudes soll abgerissen und ein entsprechender Neubau realisiert werden. Wie das am besten umgesetzt werden kann, stellten Danielle Boes und Agnes Deseniß von Diederichs Projektmanagement vor.
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In ihrer umfangreichen Untersuchung verglichen die Fachfrauen eine klassische Eigenrealisierung mit einer Umsetzung im ÖPP-Modell. Betrachtet wurden nicht nur die Baukosten, sondern die gesamten Lebenszykluskosten über einen Zeitraum von 25 Jahren. Das Ergebnis: Während die konventionelle Umsetzung mit rund 22,16 Millionen Euro veranschlagt wird, liegt die ÖPP-Variante bei rund 20,42 Millionen Euro, inklusive der notwendigen Interimsmaßnahmen. Die reinen Baukosten werden mit rund 18,5 Millionen Euro beziffert.
Mehr Sicherheit im ÖPP-Verfahren
Bereits im Vorfeld hatte das Büro in einem Eignungstest festgestellt, dass die Voraussetzungen für ein ÖPP-Verfahren erfüllt sind. Unter anderem verspricht sich das Projektmanagement hierbei Vorteile durch die Bündelung von Planung und Bau, eine höhere Termin- und Kostensicherheit sowie geringere Schnittstellenrisiken.
Gleichzeitig machten die Gutachterinnen deutlich, dass die Berechnungen auf Annahmen beruhen. Diese stützten sich auf Erfahrungswerte aus vergleichbaren Projekten. Selbst bei veränderten Berechnungsgrundlagen habe sich in allen durchgespielten Szenarien die ÖPP-Variante als wirtschaftlicher erwiesen. Deshalb sprach das Büro ausdrücklich die Empfehlung aus, das Projekt als ÖPP umzusetzen.
Bürgermeister Arndt: „Der Druck ist da“
Ahlerstedts Bürgermeister Uwe Arndt (FWG) sprach sich ebenfalls für die empfohlene Variante aus. Man habe intensiv diskutiert und sich letztlich für das ÖPP-Modell entschieden. „Bis 2029 wollen wir fertig sein. Und brauchen daher den effizientesten Weg“, sagte Arndt. Bereits jetzt seien Preissteigerungen zu verzeichnen. „Der Druck ist da“, so Ahlerstedts Bürgermeister. Er hoffe nun auf einen reibungslosen Ablauf.
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Auch Melanie Mohnen (CDU) begrüßte die Entscheidung. „Wir freuen uns, dass es auf das ÖPP-Verfahren hinausläuft. Mit der Rosenborn-Grundschule haben wir bereits gute Erfahrungen damit gemacht“, sagte sie. Auch Ulrich Rathjens (SPD) schloss sich dieser Einschätzung an.
Skeptischer äußerte sich dagegen Dr. Jan Boris Ingerowski (FWG), der selbst als Anwalt für Vergaberecht tätig ist. Er hätte sich „mehr Klartext an der Zahlenfront gewünscht“. Den erwarteten Effizienzgewinn sehe er eher bei einer konventionellen Vergabe. „Wir müssen in den sauren Apfel beißen“, so Ingerowski.
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Am Ende fiel die Entscheidung dennoch einstimmig aus. Die Verwaltung wird nun die nächsten Schritte für ein europaweites ÖPP-Vergabeverfahren einleiten. Ziel bleibt, die neue GOBS bis 2029 fertigzustellen.
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