Zähl Pixel
Politik

TNach Wolfsrissen in Butjadingen: Abgeordnete fordert schnelle Lösung

Ein Wolf hat am Wochenende in Butjadingen sowie auch in Eckfleth mehrere Schafe gerissen (Symbolbild) .

Ein Wolf hat am Wochenende in Butjadingen sowie auch in Eckfleth mehrere Schafe gerissen (Symbolbild) . Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Sie sei schockiert von der Nachricht über die Wolfsrisse in Butjadingen, schreibt Karin Logemann. Die Landtagsabgeordnete aus Berne bringt eine mögliche Sonderregelung für Deiche und Deichschäfereien ins Spiel.

Von Detlef Glückselig Mittwoch, 20.03.2024, 12:30 Uhr

Butjadingen. Im Bereich Langwarden und Eckwarden sind am Wochenende Schafe gerissen worden. Ein Bissbegutachter der Landwirtschaftskammer in Oldenburg ist zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich bei dem Versucher zweifelsfrei um einen Wolf handelt.

Zu den Vorfällen hat jetzt die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann aus Berne Stellung genommen. Sie bleibe bei ihrem Standpunkt, dass der Wolf ein streng geschütztes Tier sei, schreibt sie. Aber in der Wesermarsch stoße der Herdenschutz an Grenzen, da nicht alle Weiden und Deiche eingezäunt werden könnten.

Weidetiere nicht schutzlos den Wölfen aussetzen

„Wir können unsere Weidetiere aber auch nicht schutzlos den Wölfen ausliefern“, so Karin Logemann. Sie erinnert an die wichtige Funktion der Schafe für den Deichschutz und fordert eine „tragfähige Lösung“. Die könnte in einer Sonderregelung für Deiche und Deichschäfereien bestehen.

Die Umweltministerkonferenz habe sich auf ein Vorgehen zum Schnellabschuss geeinigt. Diese Regelung müsse nun umgesetzt werden. Karin Logemann weiter: „Viel wichtiger für unsere Weidetiere ist es aber, dass die Europäische Union und der Bund den günstigen Erhaltungszustand feststellen, denn dann gibt es auch ohne Wolfszäune neue Möglichkeiten der Handhabe für solche Übergriffe. Es muss ein Stück Normalität werden, die Tiere nach Rissereignissen entnehmen zu können.“

Weitere Themen

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

T Mit 18 Jahren der jüngste Busfahrer der Wesermarsch

Als Sechsjähriger stand Kennet Hoppstock im Büro des Geschäftsführers der Verkehrsbetriebe und sagte: „Ich möchte gerne Busfahrer werden.“ Nun ist der junge Mann in seinem Traumjob angekommen. Wie ging das?

CDU lehnt Limosteuer ab

Gesundheitsexperten fordern im Kampf gegen Übergewicht und Diabetes seit längerem eine Abgabe auf gezuckerte Limos und Colas. Eine Initiative dafür fiel beim Parteitag der CDU durch.