Kliemannsland

TNachbarn in Rüspel in Sorge – Jetzt spricht Fynn Kliemann

Der Bebauungsplan für das Kliemannsland in Rüspel steht kurz vor dem Beschluss. Was sagt Fynn Kliemann dazu?

Der Bebauungsplan für das Kliemannsland in Rüspel steht kurz vor dem Beschluss. Was sagt Fynn Kliemann dazu? Foto: Hennings

Was darf sein und was nicht? Das Kliemannsland soll wachsen, das sorgt für Diskussionen. Was der Influencer keinesfalls mitgehen will.

Von Sabine Hennings 21.05.2026, 17:15 Uhr

Rüspel. Das Kliemannsland hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Eventlocation entwickelt, die viele Besucher anzieht und die kommen teilweise von sehr weit her. Um ihnen Platz zur Übernachtung anzubieten, gab es Planungen für die Errichtung von Tiny-Häusern, aber auch für Wohnmobilstellplätze und den Bau eines Hotels. Diese Planungen sind vom Tisch.

Zur letzten Sitzung des Bauausschusses wurden aus dem Ort wieder etwa zwei Dutzend Eingaben vermerkt. So befürchten Nachbarn illegales Campen. Fynn Kliemann hält dagegen, dass sie den Gästen, die das Kliemannsland mit dem Camper besuchen, den Waldcampingplatz in Hesedorf empfehlen. „Der ist nur etwa zehn Minuten entfernt und wird wunderbar angenommen.“

Ge- und Verbotsschilder sollen auch zukünftig keinen Platz im Kliemannsland haben.

Ge- und Verbotsschilder sollen auch zukünftig keinen Platz im Kliemannsland haben. Foto: Hennings

Die weiteren Befürchtungen der Rüspeler – Lärmbelästigung und wildes Parken – sieht er durch den Bebauungsplan in die richtige Richtung gebracht. „Genau für solche Bedenken wird ein Bebauungsplan aufgestellt. In ihm sind ausreichend Parkplätze und klare Lärmschutzvorgaben geregelt.“

Ge- und Verbotsschilder sollen auch zukünftig keinen Platz im Kliemannsland haben. „Mir ist wichtig, dass man den Hof und unsere Angebote möglichst frei erkunden kann. Das funktioniert bei uns von Anfang an fast ohne Verbotsschilder, sondern durch Wertschätzung und gegenseitige Rücksichtnahme unserer Gäste“, erklärt Fynn Kliemann.

Ein großer Freizeitpark ist nicht geplant

Insgesamt bezeichnet er den aktuellen Bebauungsplan als guten Kompromiss. „Er schützt die Nachbarschaft und ermöglicht uns eine sinnvolle Weiterentwicklung. Wir bekommen seit Gründung des Kliemannslandes von vielen Nachbarinnen und Nachbarn großen Zuspruch. Viele Menschen aus der Region freuen sich, dass es das Kliemannsland gibt, ihre Kinder bei uns coole Nebenjobs finden und wir Leben, Kunst und Kultur in den Landkreis bringen.“

Im Gegensatz zu einigen Befürchtungen gibt es keine Planungen für einen Freizeitpark in Rüspel. „Im Kliemannsland dreht sich alles um das Selbermachen und den spielerischen Erfindergeist.“

Das spiegelt sich auch in den Kursangeboten, wie Schweißen, Keramik bemalen oder Pizza backen, wider. „Wir möchten die Menschen weg von Bildschirmen holen. Das Ziel ist es, sie dafür zu begeistern, wieder mehr mit den Händen zu machen. Da darf ein bisschen Action nicht fehlen, aber eine Colossos-Achterbahn ist nicht geplant“, versichert der Unternehmer.

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