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TNaturbad Krummendeich geöffnet: Nirgendwo ist der Badespaß so günstig

Der Blick von oben auf das Naturfreibad von Krummendeich.

Der Blick von oben auf das Naturfreibad von Krummendeich. Foto: Woitscheck

Sommer, Sonne, Wasser. In Krummendeich ist die Badesaison gestartet. Das unterscheidet die Kuhle von anderen Bädern.

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Von Susanne Helfferich
Samstag, 06.06.2026, 13:50 Uhr

Krummendeich. Still ruht der See. Nur ein Entenpaar zieht seine Kreise im Krummendeicher Naturfreibad. Vom nahen Deich ist das Blöken der Schafe zu hören. Es sind die Momente, die Schwimmmeisterin Ivonne Meyer besonders genießt. „Hier ist meine Ruheinsel“, sagt sie.

Ivonne Meyer ist seit 27 Jahren Schwimmmeisterin.

Ivonne Meyer ist seit 27 Jahren Schwimmmeisterin. Foto: Helfferich

Es geht aber auch anders: Pfingstsonntag war Saisoneröffnung mit 230 Badegästen. Das Thermometer zeigte 30 Grad. Ganz so warm ist es derzeit nicht mehr. Aber das Wasser ist immerhin ein halbes Grad wärmer als die Luft. Konstanz ist wichtig: „Wenn das Wetter mal schlecht ist, dauert es danach drei Tage bis die Leute entdecken, dass es wieder schön ist“, sagt die 47-Jährige.

Seit 27 Jahren kümmert sich die Drochterserin Ivonne Meyer beruflich um das Freibad in Nordkehdingen. Ursprünglich hatte sie Einzelhandelskauffrau gelernt. Sie war selbst begeisterte Schwimmerin und trainierte die Leistungsschwimmer in Drochtersen. Die „Kuhle“ in Krummendeich kannte sie bis dahin gar nicht.

Schwimmmeisterin verliebte sich beim ersten Mal

Gleich beim ersten Besuch war die damals 20-Jährige dem Charme des Naturfreibades erlegen. „Die Kuhle ist mein Baby“, sagt Ivonne Meyer. So wurde das Hobby Schwimmen zum Hauptberuf. Sie qualifizierte sich über eine zweijährige Umschulung zur Schwimmmeisterin und trat die Nachfolge von Jürgen Knauf in der Verwaltung der Samtgemeinde Nordkehdingen an.

Ivonne Meyer zeigt den Weg: Barrierearm geht es über eine Rampe ins Wasser.

Ivonne Meyer zeigt den Weg: Barrierearm geht es über eine Rampe ins Wasser. Foto: Helfferich

In den vergangenen Jahren wurde die knapp 10.000 Quadratmeter große Gesamtanlage weitgehend runderneuert. 2019 wurde der 40 Jahre alte Sanitärbereich renoviert. Sowohl im Herren- als auch Damenbereich gibt es nun eine Dusche, bei den Frauen drei Toiletten, bei den Männern zwei WCs und zwei Urinale. Im selben Jahr wurde eine barrierefreie Toilette mit Dusche eingerichtet. Außerdem erleichtert eine Baderampe den Zugang zum Wasser.

Tischtennisplatte nicht nur für die Jugend.

Tischtennisplatte nicht nur für die Jugend. Foto: Helfferich

Wie Ivonne Meyer erklärt, unterstütze der Verein Naherholung im Umland Hamburg mit einem festen Zuschuss. Zusätzlich können Sonderanträge gestellt werden, die bisher stets bewilligt wurden. Doch in diesem Jahr nicht. Geplant waren für diese Saison: eine neue Edelstahltreppe im Nichtschwimmerbecken (Kosten: rund 12.300 Euro), die Sanierung der 50-Meter-Bahn und der dazugehörigen Plattform (7200 Euro), eine Fahrradreparaturstation (rund 1800 Euro) und ein neuer Zaun entlang des Grundstücks der benachbarten Gärtnerei. Nur Letzteres wird vorerst umgesetzt.

Förderverein beschenkt Kinder und Jugendliche

Immerhin will der Verein zur Förderung des Naturfreibades für Jugendliche einen Tischkicker aufstellen. Eine Tischtennisplatte gibt es bereits, ebenso eine Wassermatschbahn mit Schwengelpumpe und ganz viel Sandspielzeug für die Kleineren. Der Familienbereich ist mit je zwei Strandkörben und breiten Sommerliegen bestückt.

Beim Matscheplatz macht Matschen Spaß.

Beim Matscheplatz macht Matschen Spaß. Foto: Helfferich

Gern genutzt wird der Beachvolleyballplatz auf der hinteren Liegewiese. Am Wasser gibt es einen Sprungturm mit Drei-Meter- und Ein-Meter-Brett, eine Badeinsel in der Mitte des Sees, eine schwimmende Laufmatte sowie fünf Stand-up-Paddle-Boards.

Drei 50-Meter-Bahnen für die Schwimmprofis.

Drei 50-Meter-Bahnen für die Schwimmprofis. Foto: Helfferich

Nicht vergessen dürfen die Badegäste, dass es sich bei der Kuhle um ein Naturgewässer handelt. Sie ist im Jahr 1825 durch einen Deichbruch entstanden und umfasst etwa 6000 Quadratmeter. Davon sind 45 Quadratmeter Babybecken, 430 Quadratmeter Nichtschwimmerbecken, 625 Quadratmeter 50-Meter-Bahn und 4900 Quadratmeter restliche Schwimmfläche. „An der tiefsten Stelle ist das Wasser neun Meter tief“, warnt die Schwimmmeisterin.

Kinderspielzeug kann vor Ort ausgeliehen werden.

Kinderspielzeug kann vor Ort ausgeliehen werden. Foto: Helfferich

Zur Sicherheit trägt auch bei, dass bei gutem Wetter mindestens eine zweite Aufsicht hinzukommt. Im Hintergrund stehen vier Erwachsene und einige Schüler bereit, mit entsprechender Qualifizierung. Um vorzusorgen, bietet das Naturfreibad während der Ferien Schwimmkurse an. Und jeden Donnerstag wird von 18.30 bis 19.15 Uhr Aquafitness angeboten. Wer Mitglied eines Nordkehdinger Sportvereins ist, darf kostenfrei mitmachen.

Was die Beliebtheit des Naturfreibades steigert, sind der neue Wohnmobilstellplatz nebenan und die Liegefläche hinter dem Bad, die Radtouristen zum Zelten nutzen können.

Großer Badespaß bei geringen Kosten

Der Eintritt ist für Kinder frei und kostet ab 17 Jahren einen Euro. Die Duschbenutzung kostet 50 Cent. Die Mietkosten für eine Liege betragen 2 Euro und für Spielzeug 50 Cent. Im dritten Jahr bewirtet Kurt Brockelmann die Badegäste. Die Preisspanne liegt zwischen 4 Euro für Pommes und 7,50 Euro für eine Nuggetbox mit Pommes. Die aktuellen Öffnungszeiten: werktags von 14 bis 19 Uhr und am Wochenende von 11 bis 19 Uhr. In den Ferien ist auch vormittags geöffnet.

Die Fahne lockt zum Naturfreibad.

Die Fahne lockt zum Naturfreibad. Foto: Helfferich

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