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Straßenbau

TNeue Linien auf dem Asphalt: Der B73 in Düdenbüttel fehlt nur noch Farbe

Die Schnur gibt die Linie vor, der Pinsel hält sie fest. Die silber glänzende Farbe funktioniert als Vorzeichnung für die eigentliche Fahrbahnmarkierung.

Die Schnur gibt die Linie vor, der Pinsel hält sie fest. Die silber glänzende Farbe funktioniert als Vorzeichnung für die eigentliche Fahrbahnmarkierung. Foto: Klempow

Die Fahrbahn hat ihre Regentaufe hinter sich, im Sonnenschein folgt jetzt die Farbe. Zum Wochenende soll die B73 in Düdenbüttel wieder frei sein - wenn alles glatt läuft.

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Von Grit Klempow
Mittwoch, 22.04.2026, 10:19 Uhr

Düdenbüttel. Noch ist die Ortsdurchfahrt Düdenbüttel komplett gesperrt. Fertig ist sie, wenn der Trupp der Firma FVG durch ist. Der kümmert sich um die Fahrbahnmarkierungen.

Darin steckt viel Handarbeit. Bevor die breiten, weißen Linien Radfahrer, Abbieger und Fahrspuren trennen, gibt es eine Vorzeichnung. Dafür brauchen die Mitarbeiter genaue Pläne, Zollstock, Schnur und einen extra langen Pinsel, für dessen Einsatz keiner den Rücken krümmen muss.

Mit Zollstock und Pinsel

Mit dem Zollstock werden auf der Fahrbahn die Abstände mit weißem Farbspray markiert. Dort, wo die Linie verlaufen soll, legen die Männer eine Schnur. Einer läuft diese schnellen Schrittes ab und streicht mit dem Pinsel und silberglänzender Farbe darüber - die Vorzeichnung für die eigentliche Markierung, die später durch die Maschine aufgetragen wird.

Der Blick auf den Plan, ein Zollstock, Farbspray und eine Schnurrolle sorgen dafür, dass die Fahrbahnmarkierungen an der richtigen Stelle auf den Asphalt kommen.

Der Blick auf den Plan, ein Zollstock, Farbspray und eine Schnurrolle sorgen dafür, dass die Fahrbahnmarkierungen an der richtigen Stelle auf den Asphalt kommen. Foto: Klempow

Neu sind die separaten Streifen für Radfahrer auf der Fahrbahn. Die Piktogramme hat der Trupp als vierteilige Fahrrad-Puzzles aus thermoplastischem Material dabei. Diese werden auf der Fahrbahn zusammengesetzt und mit einem Gasbrenner bei etwa 200 Grad auf den Asphalt appliziert. Ein übergestrichenes Griffigkeitsmittel sorgt anschließend dafür, dass Radfahrer darauf nicht ins Rutschen kommen.

Blick auf die Einmündung der Heinbockeler Straße (rechts). Im Bereich der Einmündung wird der bisher vorgezeichnete Streifen für Radfahrer noch rot angestrichen. Auch eine Spur für Linksabbieger Richtung Heinbockel folgt noch.

Blick auf die Einmündung der Heinbockeler Straße (rechts). Im Bereich der Einmündung wird der bisher vorgezeichnete Streifen für Radfahrer noch rot angestrichen. Auch eine Spur für Linksabbieger Richtung Heinbockel folgt noch. Foto: Klempow

Vollsperrung endet am Wochenende

Ingenieur Thomas Meinefeld vom Büro Contour in Hammah ist Projektleiter in Düdenbüttel. Und er ist mit dem Verlauf der Arbeiten während der Vollsperrung zufrieden.

„Wir sind dabei im Zeitrahmen, das Wetter spielt mit - und wenn alles glatt läuft, es keine technischen Probleme oder noch extremen Regen gibt, sieht es gut aus“, sagt er. Das heißt: Dann wäre die B73 in Düdenbüttel zum Wochenende komplett fertig und kann ab Sonnabend, 25. April, wieder befahren werden.

Nach der monatelangen Verzögerung bei den Bauarbeiten endet damit nun die Zeit der Vollsperrung termingerecht. „Alle, die Gemeinde, Anlieger, Baufirma und Behörde sind froh, dass das jetzt geklappt hat“, sagt Martin Wist vom Bauamt der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten.

Einkäufe auf Schubkarren

Während der Vollsperrung luden die Anlieger zum Teil ihre Einkäufe auf Schubkarren, um sie vom Auto zu ihren Grundstücken zu transportieren. In Hammah staute sich der Verkehr mitten im Dorf, und auf den Ausweichstrecken rund um Düdenbüttel müssen nach der Umleitung kaputtgefahrene Seitenräume wiederhergestellt werden.

Die Seitenräume der Straßen und Wege rund um Düdenbüttel (im Bild die Röthkampstraße), aber auch der Mittelsdorfer Weg Richtung Himmelpforten müssen nach der Vollsperrung repariert werden.

Die Seitenräume der Straßen und Wege rund um Düdenbüttel (im Bild die Röthkampstraße), aber auch der Mittelsdorfer Weg Richtung Himmelpforten müssen nach der Vollsperrung repariert werden. Foto: Klempow

Durch die Auflockerung mit grünen Verkehrsinseln und einer schmaleren Fahrbahn aber habe die B73 im Ort „unglaublich gewonnen“, sagt Meinefeld. Die erste Regentaufe hatte die Fahrbahn am Wochenanfang, der Fachmann ist zufrieden: „Das Wasser ist gut abgezogen.“

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