TNeue Staffel „Die Seenotretter“ - Schiff aus Cuxhaven ist wieder dabei
Eine Segelyacht vor Travemünde in Brand. Dieser Einsatz wird in der ersten Folge der zweiten Staffel zu sehen sein. Foto: Seenotretter - DGzRS
Die Dokuserie „Die Seenotretter“ begleitet die Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Nun startet Staffel 2 - mit neuen spektakulären Einsätzen und Geschichten aus Cuxhaven.
Cuxhaven. Wenn Menschen auf See in Not geraten, zögern sie keine Sekunde: Die Dokuserie „Die Seenotretter“ zeigt die Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger bei oft gefährlichen Einsätzen auf Nord- und Ostsee. Nach dem Erfolg der ersten Staffel steht nun Staffel zwei in den Startlöchern.
Bei Wind und Sturm auf hoher See erleben die Crews zahlreiche herausfordernde Einsätze. Seit dieser Woche sind die neuen Folgen im NDR-Fernsehen zu sehen, sowie auch in der ARD-Mediathek. Dieses Mal sind Crews aus Cuxhaven, Travemünde, Norderney, Schilksee, Prerow und Borkum dabei. Gedreht wurde von Ostern bis Oktober.

Das Beiboot „Mathias“ des in Cuxhaven stationierten Rettungskreuzers „Anneliese Kramer“ fährt durch die Elbe. Im Hintergrund die „Hermann Marwede“. Foto: CNV/Larschow
Eine Segelyacht auf Grund gelaufen
Unter anderem werden folgende Herausforderungen zu sehen sein: Die Crew der Freiwilligenstation Travemünde wird zu einer manövrierunfähigen Jolle gerufen. Für die Besatzung des Seenotrettungskreuzers „Erich Koschubs“ heißt das ein Wettlauf gegen die Zeit. Vor Ort nehmen die Retter einen jungen Segler auf, der schwer seekrank ist. Beim Schleppen kentert die Jolle im Fahrwasser - eine große Fähre nähert sich.
In einer anderen Folge erreicht die Station Cuxhaven ein „Mayday“-Ruf: Segelyacht auf Grund gelaufen. Nun droht das Boot durch starken Seegang in der Brandung einer Sandbank zu zerschellen. Die Rettungskräfte rücken sofort aus. Am Einsatzort riskiert eine junge Frau der finnischen Crew des Havaristen viel: Um eine Leinenverbindung herzustellen, muss sie bei starkem Wind an den Bug der Yacht. Ralph Sarközy, 3. Vormann, erläutert:
„Die Segelyacht bewegt sich, sie poltert, die Frau könnte schnell abrutschen - das ist sehr gefährlich.“
Trotz Ruderschadens ziehen die Seenotretter das Boot in den Hafen und erleben dort eine große Überraschung.
Vor Norderney läuft ein Motorboot auf eine Sandbank auf. Nicht nur das Gewicht des Havaristen, sondern auch die Tide erschwert die Situation. Beim Versuch, eine Schleppverbindung herzustellen, gerät auch der Seenotrettungskreuzer „Eugen“ in Gefahr.
Insgesamt wird es sechs 30-minütige Folgen geben. Titel wie „Feuer an Bord“, „Die Nordsee verzeiht nie“ oder „Notfall bei Regatta“ versprechen Spannung.
Die Arbeit wird durch Spenden finanziert
Die Seenotretter sind verantwortlich für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den Gebieten von Nord- und Ostsee. Die Bundesrepublik Deutschland hat der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger diese hoheitliche Aufgabe übertragen. Sie ist dafür zuständig, sämtliche Such- und Rettungsmaßnahmen durchzuführen, zu leiten und zu koordinieren. Dazu unterhält sie die deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) Bremen. Erstmals wurde auch hier gedreht.

Das „MRCC Bremen“, die von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) betriebene Rettungsleitstelle See mit der Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio. Foto: Seenotretter - DGzRS
Bewusst verzichtet die Organisation auf staatlich-öffentliche Mittel und beansprucht keine Steuergelder. Die gesamte Arbeit wird seit jeher ausschließlich durch Spenden und freiwillige Beiträge finanziert. (CNV)