TNeues Bauland: Jetzt ist hier an der L111 eine Fläche im Gespräch
Schöneworth: Der grüne Streifen rechts neben dem Fahrradweg soll ein Baugebiet werden. Foto: Helfferich
Seit Jahren sucht der Flecken Freiburg Platz für Wohnraum. Jetzt liegt ein Antrag für ein kleines Baugebiet direkt an der L111 vor.
Freiburg. Durch die Landwirtschaft im Süden und den Naturschutz im Norden sind die Möglichkeiten zum Wohnen beschränkt. Jetzt liegt ein Antrag auf Änderung des Bebauungsplans „Schöneworther Siedlung“ vor. Und der Rat stimmte am Mittwochabend geschlossen zu. Möglicherweise die letzte Entscheidung des Fleckenrates vor der Fusion zur Gemeinde Nordkehdingen.
Es geht um eine im B-Plan ausgewiesene, 135 mal 22 Meter große Grünfläche direkt an der Landesstraße im Bereich Schöneworth. Sechs oder sieben Baugrundstücke könnten dort gebaut werden, so Bauamtsleiter Ernst Hülsen auf Anfrage. Allerdings sei die Ausfahrt auf die Landesstraße schwierig, da die Grundstücke etwa einen Meter tiefer liegen.
Keine städtebaulichen Bedenken
Bisher sollte die Fläche direkt an der Straße eine Grünfläche bleiben. Doch nun wird überlegt, das Grundstück in eine Wohnbaufläche umzuwandeln.
Eigentümer ist ein Freiburger Landwirt, der bisher kein Interesse gezeigt habe, diese Fläche zu verkaufen, so Bauamtsleiter Ernst Hülsen. Doch im Mai hatte der Rat schon einmal über den Antrag beraten.
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Zwischenzeitlich hat sich die Gemeinde mit dem Landkreis Stade und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ausgetauscht. Aus städtebaulicher Sicht habe der Landkreis grundsätzlich keine Bedenken geäußert, so Hülsen. Allerdings sollten die Planer den Immissionsschutz gegen den Verkehrslärm auf der Landesstraße im Blick haben.
Die Straßenbaubehörde habe außerdem darauf hingewiesen, dass der Markierungsstein für die Ortsdurchfahrt zum Ortseingangsschild verlegt werden müsse. Ein entsprechender Antrag soll beim Landkreis gestellt werden.

Die Grünfläche direkt an der Straße Schöneworth könnte Baugebiet werden. Foto: Gemeinde Nordkehdingen
Das Grundstück ist in Privateigentum. Der Eigentümer ist auch Antragsteller. Bevor die Verwaltung Angebote von Planungsbüros einholen kann, mussten sich die Ratsmitglieder positionieren. Sie stimmten geschlossen für den Aufstellungsbeschluss. Die Änderung des B-Plans werde rund 10.000 Euro kosten, so Hülsen.
Ein zweites Thema war im öffentlichen Teil die Ausschreibung des Dorferneuerungsplans. Der Flecken Freiburg ist im Juli als Dorfregion in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen worden. Das war ein Sechser im Lotto für die Gemeinde. Um die Dorferneuerung weiter voranzutreiben, wurde in Absprache mit dem Amt für regionale Landesentwicklung Bremerhaven (ArL) bereits die Ausschreibung der Dorferneuerungsplanung vorgenommen. Drei Anbieter gebe es. Der Auftrag für die Dorferneuerungsplanung soll dem wirtschaftlichsten Bieter zugeschlagen werden.
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