TNeujahrsempfang in Ahlerstedt: Was im Jahr 2026 in der Gemeinde ansteht
Jan Ehlen vom Gewerbeverein Ahlerstedt überreichte Bürgermeister Uwe Arndt beim Neujahrsempfang einen Blumenstrauß als Dank. Foto: P. Meyer
Schulen, Straßen und neue Ärzte waren zentrale Themen beim Neujahrsempfang des Gewerbevereins Ahlerstedt. Bürgermeister Uwe Arndt freut sich über einen positiven Trend.
Ahlerstedt. Das Heimathaus Wangersen war voll besetzt. Viele Ahlerstedterinnen und Ahlerstedter waren am Wochenende der Einladung des Gewerbevereins Ahlerstedt zum Neujahrsempfang gefolgt. Neben einem Rückblick auf das vergangene Jahr standen aktuelle Projekte und ein Ausblick auf 2026 im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Mit solidem Mittelstand und ohne Schulden
Ahlerstedts Bürgermeister Uwe Arndt begrüßte die Gäste zum mittlerweile 20. Neujahrsempfang und zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung der Gemeinde. „In Sachen Steuerkraft haben wir unsere Hausaufgaben gemacht“, betonte er. Ahlerstedt sei nicht nur an Einwohnern gewachsen, auch die Lücke zwischen Einkommens- und Gewerbesteuer habe sich deutlich verringert.
Die Gewerbesteuererträge lagen im vergangenen Jahr bei rund 3,8 Millionen Euro. Besonders erfreulich: Die Gemeinde ist schuldenfrei und kann alle Investitionen in diesem Jahr ohne die Aufnahme von Krediten umsetzen.

Voll besetzt: das Heimathaus Wangersen beim Neujahrsempfang Ahlerstedt. Foto: P. Meyer
Der Trend, dass sich zunehmend mehr Gewerbetreibende in Ahlerstedt ansiedeln, sei auch dem Engagement des Gewerbevereins zu verdanken, lobte Uwe Arndt. Der zählt mittlerweile 90 Mitglieder. Die Weiterentwicklung der Gewerbeflächen bleibe daher ein zentrales Ziel. Erste Hallen seien bereits am Oberen Kamp entstanden, im Industriegebiet Klethener Weg hätten sich vor allem regionale Unternehmen angesiedelt. „Wir brauchen Gewerbe“, so der Bürgermeister.
Auch Samtgemeindebürgermeisterin Ute Kück unterstrich die Bedeutung des Mittelstandes: „Ahlerstedt hat einen wunderbaren Mittelstand. Der macht die Gemeinde stark.“
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Weitere Themen waren Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen. So soll etwa die Feuerwehr Wangersen Ende des Monats endlich ihr neues Feuerwehrfahrzeug erhalten. In Sachen Straßenausbau gebe es in den nächsten paar Jahren noch einiges zu tun. „Wenn das umgesetzt ist, haben wir die besten Straßen im ganzen Landkreis“, scherzte Arndt.
Neues Kinnerhus soll 2027 fertig sein
Ein Schwerpunkt lag auf den Themen Kita und Schule. Das Ahrenswohlder Kinnerhus wird in diesem Juli abgerissen. Geplant ist ein neuer zweizügiger Kindergarten, der um die zwei Millionen Euro kosten wird. Die Fertigstellung ist rund ein Jahr später, im Juni 2027, vorgesehen. Während der Bauzeit werden die Kinder in Wangersen untergebracht. „Wir werden für die Betreuung auch keinen zusätzlichen Pavillon benötigen“, erklärte Arndt.
Zudem sollen das Schützenhaus in Kakerbeck saniert und das Dorfgemeinschaftshaus in Ottendorf teilweise abgerissen und durch einen Neubau ergänzt werden. „Wir brauchen diese Orte als soziale Treffpunkte“, sagte Arndt. Die Förderanträge sollen bis Ende September beim Amt für Regionale Landesentwicklung eingereicht werden.
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Auch Ahlerstedt als Schulstandort war Thema. Mit der Einführung des Ganztags wird die GOBS zum Schuljahr 2026/2027 zusammengeführt, der teilgebundene Ganztag startet ab der dritten Klasse. Das Nachmittagsangebot soll gemeinsam mit den Vereinen am Sportzentrum gebündelt werden, erklärte Uwe Arndt. Mit einem guten Konzept könne Ahlerstedt hier zum Aushängeschild im Landkreis Stade werden.
Junge Ärzte für Ahlerstedt
Bei der Eigenentwicklung der Ortschaften sollen weitere Projekte angestoßen werden. Im Baugebiet Ottendorf sind elf Bauplätze vorgesehen, Anfragen habe er allerdings bereits doppelt so viele, sagte Arndt. Der Bebauungsplan soll in diesem Jahr aufgestellt werden, Erschließung und Baubeginn sind für Ende 2027 geplant. Voraussetzung für eine weitere städtebauliche Entwicklung sei der Ausbau der Schmutzwasserkanäle. In Oersdorf, Bokel und Klethen fehlen diese bislang. „Ansonsten gibt es keine Baugebiete mehr“, appellierte Arndt.

Auch Samtgemeindebürgermeisterin Ute Kück hielt eine Rede. Foto: P. Meyer
Positiv entwickelte sich auch die ärztliche Versorgung. Anfang Februar eröffnet eine neue Praxis am Großen Damm in Ahlerstedt, mit der Möglichkeit einer späteren Erweiterung. Zudem sucht Dr. Matthias Parpart gemeinsam mit der Gemeinde einen Nachfolger für seine Praxis an der Stader Straße. Gespräche mit einem jungen Ärztepaar hätten bereits stattgefunden, eine Übernahme sei möglicherweise ab März 2027 geplant.
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Zum Abschluss betonte Uwe Arndt die Bedeutung des Ehrenamts. Seit Jahrzehnten werde die Gemeinde ausschließlich ehrenamtlich geführt. Gleichzeitig verwies er auf die Kommunalwahl 2026. FWG, SPD und Grüne haben sich bereits auf Maren Kleinschmidt als Bürgermeisterkandidatin für die Samtgemeinde Harsefeld verständigt. Sie war beim Neujahrsempfang anwesend, da sie kürzlich nach Ahlerstedt gezogen ist - sehr zur Freude des Bürgermeisters.
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