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Jubiläum

TOldendorfer Verein: 100 Jahre Geschichte, mehr als 600 Vögel zum Angucken

100 Jahre Rassegeflügelzucht in Oldendorf und Umgebung - das feiert der Verein mit seiner Ausstellung in Oldendorf-Kaken.

100 Jahre Rassegeflügelzucht in Oldendorf und Umgebung - das feiert der Verein mit seiner Ausstellung in Oldendorf-Kaken. Foto: Klempow

Gefiederte Schönheiten sind Vereinssache - die Rassegeflügelzüchter aus Oldendorf und Umgebung feiern Jubiläum. Ein Blick auf 100 Jahre und ausgezeichnetes Federvieh.

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Von Grit Klempow
08.10.2026, 13:00 Uhr

Oldendorf. 100 Jahre: Das ist ein Grund für Stolz und eine Jubiläumsausstellung. Der Rassegeflügelzuchtverein Oldendorf und Umgebung feiert sein 100-jähriges Bestehen. Gegründet wurde er am 1. Juni 1926. Er bringt seither Menschen zusammen, die sich an Gequake und Geschnatter, vor allem aber an prächtigem Federkleid oder besonderen Eigenschaften erfreuen.

Das Logo des nun 100 Jahre alten Vereins.

Das Logo des nun 100 Jahre alten Vereins. Foto: Klempow

„Bereits im 17. Jahrhundert hielt und züchtete der Adel Pfauen. Sie galten als Prestigeobjekte. Fasane wurden vorwiegend zur Jagd gezüchtet. Man unterschied das sogenannte Parkgeflügel und das Wildgeflügel“ - so steht es über die Anfänge der Zucht in der Festschrift zum 100-Jährigen des Oldendorfer Vereins.

Lachshühner und ein hervorragender Puter

1930: Ein Zeitungsartikel aus dem Jahr 1930 gibt einen Eindruck der dritten Geflügelschau, die der Verein im Gasthof Heinbockel in Oldendorf abhielt. Anklang fanden die Hühner der Rasse Schwarze Italiener von Züchter Möller aus Kranenburg, die Lachshühner von Philippsen aus Himmelpforten oder die Leghorn-Hühner von Elfers aus Oldendorf. „In der Kritik“, so heißt es im Artikel, „wurde anerkannt, dass viele hier ausgestellten Rassen an Form und Figur vorwärts gekommen seien.“

In der Liste der geehrten Züchter findet sich auch „Frau von Gruben aus Sunde“. Ihre Virginia Schneeputen, die Perlhühner und der „hervorragende weiße Puter“ sind eine Erwähnung wert. Eröffnet worden war die damalige Ausstellung auch von „Frau Regierungsrat von Gruben“ aus Sunde - nicht ohne Grund:

5 Vorsitzende: Wenn ein Verein 100 Jahre alt wird, gibt es oft eine lange Liste von Vorsitzenden - nicht so beim Oldendorfer Rassegeflügelzuchtverein. Nur fünf Namen finden sich auf der Liste der letzten zehn Jahrzehnte. Das hat seinen Grund.

Ein prächtiges, glänzendes Federkleid hat dieser Hahn der Rasse Italiener.

Ein prächtiges, glänzendes Federkleid hat dieser Hahn der Rasse Italiener. Foto: Klempow

20 Jahre stand Sylvia von Gruben seit der Gründung an der Spitze des Vereins. Bis 1946 war von Gruben (Gut Sunde) im Amt. Auch als der Verein nach dem Zweiten Weltkrieg wiedergegründet wurde, übernahm Sylvia von Gruben den Vorsitz für vier Jahre.

3 weitere Vorsitzende, Konrad Zeiß, Günter Lutz und Hans Gajewski folgten bis 1978. Dann kam Werner Gimm.

Werner Gimm: Seit fast 50 Jahren im Amt

48 Jahre ist das her. So lange schon ist Gimm Vorsitzender des Oldendorfer Vereins. Unermüdlich ist er dabei, bereitet Ausstellungen vor, kümmert sich um die Vereinsgeschicke und hält den Verein und die Mitglieder zusammen. Dafür wurde er vor zwei Jahren mit der „Goldenen Feder“ geehrt. Von seinem Verein hat er eine weitere Auszeichnung bekommen.

3 Ehrenmitglieder gibt es derzeit bei den Rassegeflügelzüchtern aus Oldendorf und Umgebung. Werner Gimm ist selbstverständlich einer davon. Auch Renate und Hans Schlüter dürfen sich Ehrenmitglieder nennen. Schlüter kümmerte sich Jahrzehnte als Jugendleiter um den Nachwuchs und ist immer noch aktiv im Vorstand.

Hans Schlüter ist Ehrenmitglied im Rassegeflügelzuchtverein und präsentiert seine Modeneser Tauben.

Hans Schlüter ist Ehrenmitglied im Rassegeflügelzuchtverein und präsentiert seine Modeneser Tauben. Foto: Klempow

9 Frauen und Männer bilden im Jubiläumsjahr den Vorstand. Neben Werner Gimm und Hans Schlüter sind das Vincent Ritsche, Wolfgang Dipper, Heinz Johann Böhnke, Lara Hagenah, Bernd Meyer, Christian Schlichting, Jasmin Steiner und Sebastian Steiner.

2 Mal hat der Oldendorfer Verein bereits die Kreisverbandsschau ausgerichtet - zum 100-Jährigen übernimmt er es an diesem Wochenende zum dritten Mal.

Ausstellung mit mehr als 600 Tieren

603 Tiere werden für zwei Tage in die Schützenhalle im Oldendorfer Ortsteil Kaken ziehen, wenn der Rassegeflügelverein zu seiner Jubiläumsausstellung am Wochenende lädt. Federn jeglicher Couleur. Tauben mit und ohne Locken, Hähne mit wohlgeformten Kämmen und lautstarker Meinung, große Hühner und Zwerghuhnrassen. Jedes Tier der ganze Stolz der Züchter.

Die Schützenhalle in Oldendorf-Kaken wird am Wochenende zur temporären Geflügel-Behausung.

Die Schützenhalle in Oldendorf-Kaken wird am Wochenende zur temporären Geflügel-Behausung. Foto: Klempow

Auch die Jungzüchter sind vertreten und zeigen die Schönheiten aus Voliere und Stall. Wer zum Fachsimpeln kommen will, ist ebenso willkommen wie alle, die nur schauen und sich an der Vielfalt erfreuen wollen.

Zwei Tage Ausstellung am Wochenende

2 Tage dauert die Ausstellung. Geöffnet ist sie am Sonnabend und Sonntag, 10. und 11. Oktober, von 10 bis 16 Uhr in der Schützenhalle.

10 Bänder werden anlässlich des Jubiläumsjahrs für die besten Tiere der verschiedenen Rassen ausgegeben. Diese Bänder sind begehrte Auszeichnungen.

14 selbstgebackene Torten und Kuchen in der Caféteria, die Edda Böhnke organisiert hat. Und ihr Losglück dürfen die Besucher auch versuchen - wie immer hat der Verein eine Tombola auf die Beine gestellt.

Eine Locken-Taube, die ihrem Namen alle Ehre macht.

Eine Locken-Taube, die ihrem Namen alle Ehre macht. Foto: Klempow

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