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Premiere

TOste-Saga in Himmelpforten: Wenn der Henker mit dem Schwert aufersteht

Der Henker mit seinem Schwert: Die historische Persönlichkeit Christian Schwarz wird von Uwe Uhlendorf gespielt.

Der Henker mit seinem Schwert: Die historische Persönlichkeit Christian Schwarz wird von Uwe Uhlendorf gespielt. Foto: Lana-Mariesa Schütt

Geschichte nimmt Gestalt an: Es geht um den Henker und sein Schwert, um Flutopfer und Walfänger. Sie alle sind Teil der Oste-Saga. Die feiert im April Premiere.

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Von Grit Klempow
Montag, 09.03.2026, 13:50 Uhr

Himmelpforten. Die Idee, Geschichte und Geschichten von der Oste in einem Multimedia-Projekt auf die Bühne zu bringen, nimmt Gestalt an. Die Darsteller stecken schon mitten in den Proben - sie sollen historische Persönlichkeiten zurück auf die Bühne der Gegenwart holen.

Heimatkunde der etwas anderen Art

Premiere feiert die Oste-Saga im April in der Himmelpfortener Eulsete-Halle. Initiator und Autor des Spektakels ist der Himmelpfortener Thomas Rosteck. Die Besucher erwarten zwei Stunden Heimatkunde der etwas anderen Art, mit eigens komponierter Musik und passend produzierten Filmen zu den einzelnen Themen.

Die Darsteller der Oste-Saga mit dem Autoren der historischen Zeitreise, Thomas Rosteck, in ihrer Mitte.

Die Darsteller der Oste-Saga mit dem Autoren der historischen Zeitreise, Thomas Rosteck, in ihrer Mitte. Foto: Lana-Mariesa Schütt

Rosteck selbst ist als Moderator auf der Bühne. Dort wird es um Fluten und Flutopfer, Fähren, Landwirtschaft, Schifffahrt, Walfang und eine tragische Lebensgeschichte gehen.

Amtmann und Reeder an der Oste

Frank Drewes spielt den Amtmann Ernst-Friedrich Pflueg aus Himmelpforten. Den Gräpeler Reedereigründer Klaus Wilhelm tom Wörden spielt Detlev Burfeind. Jörn-Hinnerk Abbe übernimmt die Rolle des Kaufmanns Johann Thumann aus Geversdorf, Erich Büsing die des Hechthausener Gutsherrn Max von Marschalck.

Sie laden ein auf die Zeitreise der Oste-Saga (von links): Denise Volkens als Anna, Jörn-Hinnerk Abbe (Johann Thumann), Frank Drewes (Amtmann Pflüg), Uwe Uhlendorf (Christian Schwarz), Detlev Burfeind (Klaus Wilhelm Tom Wörden), Erich Büsing (Max von Marschalck) und Amelie Markull (Anna).

Sie laden ein auf die Zeitreise der Oste-Saga (von links): Denise Volkens als Anna, Jörn-Hinnerk Abbe (Johann Thumann), Frank Drewes (Amtmann Pflüg), Uwe Uhlendorf (Christian Schwarz), Detlev Burfeind (Klaus Wilhelm Tom Wörden), Erich Büsing (Max von Marschalck) und Amelie Markull (Anna). Foto: Lana-Mariesa Schütt

Anna Meyer, die im 19. Jahrhundert in Himmelpforten hingerichtet wurde, hat zwei Darstellerinnen: Denise Volkens und Amelie Markull. Der Henker Christian Schwarz wird von Uwe Uhlendorf verkörpert.

Authentische Berichte aus der Vergangenheit

Sie alle werden auf der Bühne dem Moderator Rede und Antwort stehen. „Die Darsteller der historischen Persönlichkeiten sind sicherlich ein Stück weit schauspielerisch gefordert, viel wichtiger aber ist, dass sie den von ihnen Dargestellten Leben einhauchen, dass ihnen die Zuschauer das auch abnehmen, was sie aus ihrem Leben, aus ihrer Zeit berichten“, hofft Thomas Rosteck.

Das Projekt Oste-Saga wird mit Geld der Leader-Region Kehdingen-Oste gefördert. 70 Prozent der Gesamtkosten (60.000 Euro) kommen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Auch die Mitgliedskommunen der Leader-Region unterstützen das Projekt finanziell.

Projekt mit EU-Geld gefördert

May-Britt Müller, Regionalmanagerin der Leader-Region Kehdingen-Oste, hebt das Alleinstellungsmerkmal der Oste-Saga und ihrer Machart hervor: „Wir haben das Projekt gefördert, weil es sich um eine völlig neue Art der Darstellung der Geschichte der Region an der unteren Oste handelt.“ Durch die Aufführungen in allen sechs Mitgliedskommunen wachse auch die Region ein Stück mehr zusammen.

Martina Wagner von der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten, die offiziell als Trägerin des Projekts fungiert, ergänzt: „Wir betreten sicherlich Neuland mit der Oste-Saga. Wir erhoffen uns auch eine nachhaltige Wirkung, was die Attraktivität der Region Kehdingen-Oste betrifft.“

Spuren sind bis heute zu sehen

Derzeit tauchen die Laiendarsteller in das Leben ihrer Rollen ein. Durch aktuelle Bezüge zur Gegenwart soll auch verdeutlicht werden, „dass die Personen, die wir quasi ins Leben zurückholen, Spuren in der Region hinterlassen haben. Spuren, die bis heute sichtbar sind und Bedeutung haben“, so Rosteck.

Für die Kostüme hat die Staderin Angela Gottschalk viel recherchiert. Nicht von allen Personen gibt es Fotos oder Gemälde. „Da musste ich schauen, was in der Zeit getragen wurde, dazu ein Schuss Fantasie und ich hoffe, dass damit die Figuren noch authentischer werden“, so die Kostümbildnerin.

Eintritt wird bei den Aufführungen nicht erhoben. Aufgrund der begrenzten Platzzahl werden Eintrittskarten ausgegeben. Die Karten sind ab Mittwoch, 11. März, nur in den Orten der jeweiligen Aufführung erhältlich.

Termine und Eintrittskarten

  • Freitag, 10. April, in der Eulsete-Halle Himmelpforten (Karten: Rathaus Himmelpforten)
  • Donnerstag, 16. April, in der Kirche Hechthausen (Karten: Rathaus Hechthausen)
  • Donnerstag, 23. April, im Ostekrug Geversdorf (Karten: Bürgerbüro Rathaus Cadenberge)
  • Freitag, 8. Mai, im Gasthof Zur Post Oederquart (Karten: Gasthof Zur Post)
  • Donnerstag, 21. Mai, in der Kulturscheune Drochtersen (Karten: Rathaus Drochtersen)
  • Donnerstag, 28. Mai, in der Kulturmühle Osten (Karten: Nicotel Osten)

Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

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