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TPhysiotherapeuten fehlen: Ausbildungsplätze dürfen nicht gestrichen werden

Dass der Schulversuch beendet wird, ist für TAGEBLATT-Redakteur Karsten Wisser nicht nachvollziehbar.

Dass der Schulversuch beendet wird, ist für TAGEBLATT-Redakteur Karsten Wisser nicht nachvollziehbar. Foto: dpa

Es gibt zu wenige Physiotherapeuten - und dennoch wird ein erfolgreicher Schulversuch beendet. Das gefährdet die Versorgung und ignoriert das Engagement der Ausbilder.

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Von Karsten Wisser
Dienstag, 24.02.2026, 18:55 Uhr

Buxtehude. Es gibt bei einem steigenden Bedarf zu wenige Physiotherapeuten. Die Gesellschaft wird älter, braucht mehr Gesundheitsversorgung, und das Angebot wächst nicht mit.

Gerade deshalb ist es nicht nachvollziehbar, dass ein erfolgreicher Schulversuch einfach so beendet wird. In Praxen, Kliniken und Reha-Einrichtungen fehlen qualifizierte Therapeuten. In einer solchen Lage ohne Not Ausbildungsplätze zu streichen, ist kurzsichtig und gefährlich. Viele Praxen würden mehr behandeln. Sie können es nicht. Offene Stellen bleiben lange unbesetzt. Gleichzeitig steigt der Druck auf das bestehende Team. Es gibt Wartezeiten für die Patienten. Wenn eine Therapie zu spät startet, werden Krankheitsverläufe in der Regel teurer.

Schneller Therapiestart hilft den Patienten

Viele Behandlungen sind zeitkritisch. Nach Operationen, bei Schmerzpatienten, bei neurologischen Erkrankungen oder in der Geriatrie zählt oft der frühe Start. Kann das nicht umgesetzt werden, bedeutet das mehr Arztkontakte und mehr Medikamente, manchmal auch Operationen, die anders hätten vermieden werden können.

Ein wichtiger Aspekt ist die Missachtung der Arbeit und des Engagements der Menschen, die in den vergangenen Jahren mit Herzblut und Leidenschaft dafür gesorgt haben, dass die Physiotherapie-Klassen in Buxtehude funktionieren. Die fertigen Therapeuten sind nach eindeutiger Einschätzung der späteren Arbeitgeber sehr gut auf ihren Beruf vorbereitet. Das ist unabhängig von einer Zugangsberechtigung mit Hochschulreife gelungen. Es ist ein verheerendes Signal, das von so einer Streichung am Schreibtisch ausgeht.

Symbolische Ohrfeige für die Menschen vor Ort

Aus der Perspektive eines Büros im Kultusministerium in Hannover ist das Beenden des Schulversuchs ein Verwaltungsakt. Vor Ort ist es eine symbolische Ohrfeige für alle, die den Ausbildungsgang an den Berufsbildenden Schulen in Buxtehude etabliert haben.

Nachrichten für Buxtehude

Es darf nur eine Lösung geben: Der Schulversuch in Buxtehude muss mindestens so lange verlängert werden, bis die auf Bundesebene aktuell stattfindende Diskussion um eine vollständige Akademisierung der Physiotherapie abgeschlossen ist.

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