TWieder leuchten Polarlichter über dem Kreis Stade – Die schönsten Leser-Bilder
TAGEBLATT-Leser Rüdiger Marx hat in der vergangenen Nacht Polarlichter in Balje fotografiert. Foto: Rüdiger Marx
Nach dem Polarlichter-Spektakel tanzten die bunten Lichter auch in der Nacht zum Mittwoch am Himmel über dem Kreis Stade. Die Redaktion haben erneut Fotos erreicht.
Landkreis. In der Nacht zum Dienstag bot sich ein beeindruckendes Naturschauspiel im Landkreis Stade. Polarlichter erleuchteten den Nachthimmel in Grün, Pink, Violett, Türkis und Rot. Und auch in der Nacht zum Mittwoch konnte man die Lichtspiele bestaunen.
Polarlichter entstehen durch elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwindes, die von der Sonne in Richtung Erde fliegen und vom Erdmagnetfeld in Richtung Pole gelenkt werden.
Wie Polarlichter entstehen. Foto: dpa
Die geladenen Teilchen dringen in die Erdatmosphäre ein, treffen in den oberen Schichten auf Luftmoleküle und regen diese zum Leuchten an.
Bei starken Sonneneruptionen können Polarlichter bis in die mittleren Breiten beobachtet werden – so wie in den vergangenen Nächten im Kreis Stade.
Polarlichter im Kreis Stade: Die Bilder der TAGEBLATT-Leser
TAGEBLATT-Leser haben fleißig fotografiert – und Aurora borealis, wie Polarlichter auch genannt werden, in vielen eindrücklichen Bildern festgehalten. Hier eine Auswahl.
Polarlichter im Kreis Stade: Die schönsten Bilder
Sind weiterhin Polarlichter im Kreis Stade zu sehen?
Den Wetterprognosen zufolge sollen die kommenden Nächte ebenfalls klar und wolkenlos werden – gute Bedingungen also, um die Lichtspiele zu beobachten. Aber: Werden sie zu sehen sein?
„In den kommenden Wochen und Monaten stehen die Chancen, sofern das Wetter mitspielt, weiterhin sehr gut“, sagt Johannes Lüth. Der Altländer Hobbyastronom empfiehlt, vor dem Schlafengehen einen Blick auf einschlägige Vorhersage-Seiten zu werfen (z. B. www.polarlicht-vorhersage.de). Die „Aktuelle Polarlicht-Wahrscheinlichkeit: erhöht“, ist dort aktuell zu lesen.
Himmelsphänomen
Augen auf! Heute könnten im Kreis Stade Polarlichter leuchten
Ob Polarlichter oder Mondfinsternis: Wer die Himmelsschauspiele im Bild festhalten will, benötigt kein teures Equipment. Mit einem Smartphone, ein paar Tricks und Tools gelingen auch Einsteigern tolle Astrofotos.
Tipps: So gelingen Astrofotos mit dem Smartphone
1. Den richtigen Ort finden
In der Umgebung sollte es möglichst dunkel sein. Sogenannte Lichtverschmutzungskarten wie der „Light Pollution Atlas“ können helfen, die Klassen der Himmelshelligkeit farblich abgestuft darzustellen. Je dunkler die Farben (etwa grün oder blau), desto dunkler ist der Standort grundsätzlich. „Wichtig ist zudem, dass man möglichst freie Sicht in Richtung Norden hat, denn am Nordhimmel werden die farbenfrohen Lichter zu sehen sein“, weiß Lüth.
2. Polarlicht-App verwenden
Polarlicht-Apps (z. B. „Aurora“ für Android und iOS, kostenlos; oder „Polarlicht-Vorhersage“). Die Apps bieten auch einen „Polarlicht-Wecker“, der alarmiert, sobald die Messwerte auf Polarlichtaktivität hindeuten – im Zweifelsfall auch mitten in der Nacht.
3. Mit weniger Licht fotografieren
Die Displayhelligkeit des Smartphones reduzieren und in den Display-Einstellungen den Nachtmodus (Dark Mode) aktivieren, damit sich die Augen besser an die Dunkelheit gewöhnen können.
4. Den richtigen Modus auswählen
Den Nachtmodus in der Kamera-App aktivieren. Viele Smartphones haben darüber hinaus inzwischen sogar einen Modus für Astrofotos.
- Aktuelle Google-Pixel-Smartphones aktivieren den Astro-Modus aus dem Nachtsicht-Modus heraus automatisch, wenn das Gerät auf ein entsprechendes Motiv ausgerichtet und es dunkel genug ist. Nach dem Betätigen des Auslösers zeigt dann ein Countdown die noch verbleibende Dauer der Langzeitbelichtung an. Oft sind das insgesamt vier Minuten. Wichtig: In den Kamera-App-Einstellungen unter „Erweitert“ muss „Zeitraffer für Astrofotografie“ aktiviert sein.Lesen Sie auch
- Mit vielen Samsung-Galaxy-Telefonen kann etwa die Expert-Raw-App für Astrofotos genutzt werden.
5. In die Ferne fokussieren
Falls möglich, den Fokus der Kamera auf „Weit“ oder „Fern“ einstellen, insbesondere wenn die Kamera-App keinen speziellen Astro-Modus bietet.
6. Ein Stativ verwenden
Idealerweise nutzt man ein Stativ. Kleine, universelle Handy-Stative, in die das Smartphone geklemmt werden kann, gibt es bereits für um die 10 Euro.
- Man kann es aber auch erst einmal mit Stillhalten probieren.
- Alternative, wenn es die notwendige Perspektive für das jeweilige Motiv erlaubt: alle Einstellungen treffen, dann Selbstauslöser (Timer) einstellen und das Handy flach verkehrt herum auf den Boden legen. (mit dpa)
Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 21. Januar um 11.17 Uhr aktualisiert.
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